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Editorial 2016: Private Equity — Herausforderungen und Strategien für die Zukunft

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Beschreibung

Editorial 2016: Private Equity — Herausforderungen und Strategien für die Zukunft

Prof. Dr. Dr. Ann-Kris­tin Achleit­ner — Lehr­stuhl für Entre­pre­neu­rial Finance Tech­ni­sche Univer­si­tät München

Private Equity, das außerbörsliche Eigenkapital für etablierte Wachstumsunternehmen, hat sich in den letzten Jahren als wichtige Finanzierungsquelle von Unternehmen mit innovativen Technologien und Geschäftsmodellen etabliert. Man könnte durchaus von einem Erwachsenwerden der Private Equity-Industrie sprechen. Doch was ist damit gemeint? Nicht nur die Wertschätzung und Akzeptanz von Private Equity als volkswirtschaftlich bedeutendes Finanzierungsinstrument sind gereift, sondern auch die Entwicklungen innerhalb der Private Equity-Branche deuten in diese Richtung. Während in der Vergangenheit die finanzielle Kreativität oder auch die Fähigkeit, unterbewertete Unternehmen zu erkennen, im Vordergrund standen, müssen Private Equity-Häuser heute mehr denn je ihre Strategien zur Zielerreichung überdenken. Das übergeordnete Ziel, ein Portfoliounternehmen auf konkurrenzfähigen Wachstumskurs zu bringen und so eine überdurchschnittliche Rendite für die Investoren des jeweiligen Fonds zu erzielen, bleibt dabei bestehen, die Wege und Anforderungen zur Zielerreichung stellen die Private Equity-Industrie jedoch vor neue Herausforderungen.

Bei näherer Betrachtung des Wachstumskurses von Portfoliounternehmen wird deutlich, wie sehr die gesamte Wertschöpfung innerhalb der Portfoliounternehmen von verschiedenen Werttreibern getragen wird. Eine aktuelle empirische und globale Studie der Technischen Universität München unterstreicht jedoch, dass (im Gegensatz zur weit verbreiteten gegenteiligen Annahme) dabei relativ gesehen die Verbesserung der operativen Wertschöpfung der wichtigste Hebel war. Und deren Bedeutung hat sich in der jüngsten Zeit (insbesondere nach der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007) noch verstärkt in Zahlen heißt das, knapp vierzig Prozent der Wertschöpfung sind auf operative Verbesserungen zurückzuführen. Der Beitrag über das Optimieren der Kapitalstruktur in Form von verstärktem Einsatz von Fremdkapital, im Fachjargon als Leverage Effekt bezeichnet, und über höhere Bewertungsmultiplikationen beim Verkauf hat dagegen in seiner Wirkung im Zeitverlauf vergleichsweise abgenommen. Gleichzeitig ist jedoch auch festzuhalten, dass im identischen Zeitraum die gesamte Wertschöpfung und damit auch die erzielten Renditen zurückgegangen sind. Die Ergebnisse sind auch bei expliziter Betrachtung über verschiedene Industrien oder Regionen, so auch in Europa, hinweg robust und konsistent.

Zusätzliche Informationen

Titel

Editorial : Private Equity - Herausforderungen und Strategien für die Zukunft

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