ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN
3 Fragen an kluge Köpfe
Foto: Dr. Stephan Bank

Ein Star unter den deutschen Kanzleien

Dazu 3 Fragen an Dr. Stephan Bank

YPOG in Berlin
Foto: Dr. Stephan Bank
14. Januar 2026

Kaum einer deut­schen Kanz­lei ist es gelun­gen, sich so rasant — nicht nur in den Berei­chen PE und VC — in nur acht Jahren zu einem Team von mehr als 400 Mitar­bei­tern zu entwi­ckeln, fünf Nieder­las­sun­gen zu eröff­nen und bereits nach UK zu expan­die­ren. Welche inno­va­tive Stra­te­gie steckt dahinter?


Dazu 3 Fragen an Dr. Stephan Bank, Mitgrün­der und Part­ner bei YPOG in Berlin

1. YPOG ist enorm schnell gewach­sen. Wie kam es dazu?

Unser Wachs­tum ist das Ergeb­nis von klarem Fokus, rich­ti­ger Posi­tio­nie­rung und konse­quen­ter Quali­tät. Mit der zuneh­men­den Profes­sio­na­li­sie­rung von Tech und Venture Capi­tal waren wir zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort und haben uns als Kanz­lei entlang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­kette von Private Equity und Venture Capi­tal aufge­stellt – von Fund Struc­tu­ring über Trans­ak­tio­nen bis hin zu Tax und Regu­la­tory. So entstand früh ein deut­li­cher Marken‑ und Expertisekern.

Wir bera­ten bewusst inte­griert statt in Silos: Fonds­recht, Trans­ak­tio­nen, M&A, Steuer, GP/LP‑Strukturen, Carry‑ und Incentive‑Modelle sowie ESG kommen aus einem Guss. Unsere Mandan­ten schät­zen diese Kombi­na­tion aus Prag­ma­tis­mus, Geschwin­dig­keit und inhalt­li­cher Tiefe. Unter­neh­mer­geist prägt unsere Arbeits­weise: schnelle Entschei­dun­gen, frühe Verant­wor­tung und gezielte Inves­ti­tio­nen in Tech­no­lo­gie, Prozesse und People Deve­lo­p­ment. Quali­tät schafft Vertrauen – und Vertrauen führt zu Empfeh­lun­gen, Sicht­bar­keit und Wachstum.

Kurz gesagt: fokus­siert, inte­griert, agil, profes­sio­nell – so wächst YPOG. Das zeigt sich in unse­ren Stand­or­ten, in der engen Zusam­men­ar­beit mit inter­na­tio­na­len Part­ner­kanz­leien und im steti­gen Ausbau unse­rer inter­dis­zi­pli­nä­ren Teams. Und wir inves­tie­ren weiter: in Menschen, Tools und Metho­den, damit aus Wachs­tum Stabi­li­tät entsteht und aus Projek­ten lang­fris­tige Bezie­hun­gen werden.

2. Welche Markt­trends stel­len Sie in der Praxis fest?

Wir beob­ach­ten aktu­ell mehrere Entwick­lun­gen im Markt. Im Startup‑Ökosystem sehen wir eine deut­li­che Welle an Konso­li­die­run­gen: Fusio­nen und Zukäufe finden heute wesent­lich häufi­ger statt als noch vor weni­gen Jahren. Auslö­ser sind der stär­kere Fokus der Inves­to­ren auf Profi­ta­bi­li­tät, Runway und Kapi­tal­dis­zi­plin sowie ein insge­samt heraus­for­dern­des Finan­zie­rungs­um­feld, in dem eigen­stän­dige Anschluss­run­den oft nicht mehr darstell­bar sind. Gleich­zei­tig schlie­ßen sich zuneh­mend komple­men­täre Geschäfts­mo­delle zusam­men, um Skalen­ef­fekte in Produkt­ent­wick­lung, Vertrieb oder IT zu reali­sie­ren und schnel­ler jene Größe zu errei­chen, die für Markt­füh­rer­schaft oder nach­hal­tige Wett­be­werbs­fä­hig­keit notwen­dig ist. Wir beglei­ten etwa SaaS‑Provider, die ihre Platt­for­men bündeln, Healthtech‑Unternehmen, die sich über M&A Zugang zu regu­lier­ten Segmen­ten verschaf­fen, und Industrie‑Software‑Startups, die mit Buy‑and‑Build‑Strategien ihre Markt­ab­de­ckung beschleunigen.

Eine zweite, sehr klare Entwick­lung ist der Menta­li­täts­wan­del im Bereich Defense Tech. Themen wie Sicher­heits­tech­no­lo­gie, Cyber­se­cu­rity oder Dual‑Use‑Anwendungen sind nicht mehr Rand­phä­no­men oder repu­ta­ti­ons­sen­si­bles Terrain, sondern werden als stra­te­gisch rele­vante Infra­struk­tur betrach­tet. Fonds, die früher bei solchen Invest­ments gezö­gert hätten, agie­ren heute kompe­ti­tiv, profes­sio­nell und mit lang­fris­ti­gem Verständ­nis für die geopo­li­ti­sche Bedeu­tung dieser Sektoren.

Hinzu kommt ein drit­ter Trend, der oft unter­schätzt wird: die starke Profes­sio­na­li­sie­rung von Fonds­struk­tu­ren. Wir sehen brei­tere, inter­na­tio­nal anschluss­fä­hige Setups, struk­tu­rierte Side‑Letter‑Architekturen, flexi­blere Vehi­kel­struk­tu­ren – von Brea­kout- und Continuation‑Vehicles über komplexe Co‑Investment‑Programme bis hin zu modu­la­ren, multi‑jurisdiktionalen Fund‑Families. Viele Mana­ger passen ihre Fonds­me­cha­ni­ken stär­ker an insti­tu­tio­nelle Anfor­de­run­gen an: klarere ESG‑Frameworks, ausge­feil­tere Gover­nance, stär­kere Reporting‑Standards und zuneh­mend daten­ge­stützte Prozesse in Due Dili­gence, Portfolio‑Monitoring und Inves­tor Rela­ti­ons. Insge­samt sehen wir eine Bran­che, die reifer, tech­ni­scher, schnel­ler und inter­na­tio­na­ler gewor­den ist.

3. Alter­na­tive Liqui­di­täts­lö­sun­gen erlan­gen immer mehr Bedeu­tung. Wie sehen diese aus?

Alter­na­tive Liqui­di­täts­lö­sun­gen rücken derzeit stark in den Fokus, weil die klas­si­schen Exit‑Wege – IPOs und Unter­neh­mens­ver­käufe – vieler­orts ins Stocken gera­ten sind. Fonds haben in den vergan­ge­nen Jahren massiv inves­tiert, doch die erwar­te­ten Rück­flüsse blei­ben aus. Gleich­zei­tig ist der Druck der Inves­to­ren hoch, Liqui­di­tät zu erhal­ten – unab­hän­gig vom Marktzyklus.

Deshalb greift die Bran­che zuneh­mend zu Instru­men­ten, die vor eini­gen Jahren eher selten genutzt wurden. Fund‑Interest‑Secondaries und Tender Offers geben Inves­to­ren die Möglich­keit, Fonds­an­teile geord­net zu verkau­fen. Auf Fonds­ebene gewin­nen NAV‑Finanzierungen an Bedeu­tung, weil sie Liqui­di­tät schaf­fen, ohne dass Port­fo­lio­un­ter­neh­men vorschnell veräu­ßert werden müssen. Preferred‑Equity‑Strukturen funk­tio­nie­ren ähnlich flexi­bel: Ein exter­ner Inves­tor stellt Kapi­tal bereit und erhält im Gegen­zug eine prio­ri­sierte Rück­zah­lungs­po­si­tion. Ergän­zend erlau­ben Annex‑ oder Top‑Up‑Funds ausge­wählte Betei­li­gun­gen gezielt zu stüt­zen, ohne frisches Kapi­tal aus dem Haupt­fonds zu ziehen.

Beson­ders dyna­misch entwi­ckeln sich Conti­nua­tion Funds. Sie ermög­li­chen es, sehr gute Port­fo­lio­un­ter­neh­men in ein neues Vehi­kel zu über­füh­ren – mit zwei Vortei­len: Inves­to­ren, die Liqui­di­tät benö­ti­gen, können ausstei­gen, während andere weiter in der Wert­ent­wick­lung blei­ben. Und Fonds­ma­na­ger gewin­nen Zeit, um attrak­tive Assets weiter­zu­füh­ren, statt sie unter Zeit‑ oder Bewer­tungs­druck verkau­fen zu müssen.

In unse­rer Bera­tungs­pra­xis sehen wir deut­lich: Diese Lösun­gen sind nicht mehr Ausnahme, sondern fester Bestand­teil moder­ner Fonds­stra­te­gien. Fonds nutzen sie, um Port­fo­lios akti­ver zu steu­ern und Wert­stei­ge­rung besser plan­bar zu machen. Inves­to­ren nutzen sie, um Allo­ka­tio­nen anzu­pas­sen oder Liqui­di­tät gezielt zu heben. Und die Port­fo­lio­un­ter­neh­men profi­tie­ren, weil sie in Ruhe entwi­ckelt werden können. Alter­na­tive Liqui­di­täts­lö­sun­gen machen den Markt insge­samt flexi­bler, wider­stands­fä­hi­ger und profes­sio­nel­ler – und sie defi­nie­ren zuneh­mend, wie moderne Kapi­tal­steue­rung jenseits klas­si­scher Exits funktioniert.

Dr. Stephan Bank ist Mitgrün­der und Part­ner der Kanz­lei YPOG und zählt zu den profi­lier­tes­ten deut­schen Bera­tern an der Schnitt­stelle von Invest­ment­fonds, Private Equity und Venture Capi­tal. Er beglei­tet Asset Mana­ger, insti­tu­tio­nelle Inves­to­ren und Fonds in sämt­li­chen Fragen der kollek­ti­ven Vermö­gens­ver­wal­tung – von der Fonds­grün­dung über Carried-Inte­rest-Struk­tu­ren bis hin zu komple­xen Sekun­där­trans­ak­tio­nen und Reka­pi­ta­li­sie­run­gen. Ein weite­rer Schwer­punkt seiner Tätig­keit liegt im Bereich Venture Capi­tal- und M&A‑Transaktionen, wo er in- und auslän­di­sche Inves­to­ren, Unter­neh­men und Start­ups bei Finan­zie­rungs­run­den, Exits und Joint Ventures unter­stützt. Für diese Arbeit wird Bank regel­mä­ßig von renom­mier­ten Rankings wie JUVE, Wirt­schafts­Wo­che, Cham­bers & Part­ners und Best Lawy­ers als führen­der Anwalt für Venture Capi­tal, Invest­ment­fonds, M&A und Gesell­schafts­recht ausge­zeich­net. — www.ypog.law

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