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Private Equity-Investitionen im Finanzsektor – eine regulatorische Herausforderung

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Beschreibung

Private Equity-Investitionen im Finanzsektor – eine regulatorische Herausforderung

Dr. Thomas König — Part­ner Shear­man & Ster­ling LLP, Frankfurt/Main

Dr. Kolja Stehl — Coun­sel Shear­man & Ster­ling LLP, Frankfurt/Main und London

Bislang sind Übernahmen von Banken durch Private Equity-Sponsoren in Deutschland eher eine Seltenheit. Einer der Gründe hierfür kann darin liegen, dass die aufsichtsrechtlichen  Genehmigungsverfahren als Folge der Finanzkrise im Laufe der Zeit zunehmend komplexer und langwieriger und damit zu einem bestimmenden Faktor des Transaktionsverlaufes wurden. Die regulatorischen Voraussetzungen für die Ausgestaltung und Umsetzung solcher Transaktionen und die bisherige Genehmigungspraxis sollen daher im Folgenden kurz beleuchtet und erörtert werden.

Zu nennen sind neben früheren Fällen des Erwerbs von Beteiligungen an teilweise notleidenden Banken (beispielsweise der von J.C. Flowers betriebene Einstieg bei HRE, der Erwerb der IKB durch Lone Star im Jahr 2008 oder der Erwerb der Düsseldorfer Hypothekenbank (DüsselHyp), ebenfalls durch Lone Star, im Jahr 2010) insbesondere im Jahr 2014 die Übernahme der (mittlerweile an Oddo weiterverkauften) BHF-Bank durch RHJ sowie der Kauf der deutschen KBC-Tochter  durch Teacher Retirement System of Texas, Apollo Global Management, Apollo Commercial Real Estate Finance sowie Grovepoint Capital.

Dabei fällt auf, dass die aufsichtsrechtlichen Genehmigungsverfahren im Laufe der Zeit zunehmend komplexer und langwieriger wurden.

Grund hierfür sind die gerade bei Private Equity-Strukturen teilweise erheblichen Transparenz-Anforderungen, die neben den direkten und indirekten Teilhabern und Investoren auch weitere Portfoliounternehmen des Private Equity-Sponsors erfassen können. Auch lassen sich die materiellen Vorgaben der Bindung an eine aus Sicht der Aufsicht tragfähige langfristige Geschäfts- und Risikoplanung, ggf. verbunden mit der Bereitschaft zur Zurverfügungstellung von weiteren Eigen- mitteln und Liquidität im Falle einer Krise, mit dem üblicherweise von Private Equity-Sponsoren verfolgten Investitionsansatz nur bedingt in Einklang bringen. Dennoch erscheint es angesichts des bestehenden Konsolidierungsdrucks im Bankensektor durchaus vorstellbar, dass er in Zukunft verstärkt ins Visier von Finanzinvestoren rückt.

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Private Equity-Investitionen im Finanzsektor –
eine regulatorische Herausforderung

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