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300 Mio. Euro: Eurazeo legt Sustainable Maritime Infrastructure Fonds auf

Kate­gorie: Deals
Foto: Der Green Deal der europäis­chen Kommis­sion sieht vor, dass Europa bis zum Jahr 2050 das Ziel der Klima­neu­tral­ität erre­icht.
20. April 2021

Paris/ Frank­furt am Main – Eurazeo legt mit dem Sustain­able Maritime Infra­struc­ture einen Themen­fonds zur Finanzierung von umweltscho­nen­der Infra­struk­tur und Tech­nolo­gie im mariti­men Sektor auf. Der Fonds ermöglicht eine nach­haltige Entwick­lung im Sinne von Artikel 9 der Verord­nung (EU) 2019/2088 (bekannt als „Offen­le­gungsverord­nung“) und trägt damit unmit­tel­bar zur „O+“ genan­nten ESG-Strate­gie von Eurazeo bei, mit der das Unternehmen bis 2040 das Ziel der Klima­neu­tral­ität erre­ichen will. Die Ziel­größe des Fonds beträgt 300 Millio­nen Euro, mehrere renom­mierte staatliche und insti­tu­tionelle Inve­storen haben ihre Beteili­gung bere­its zuge­sagt.

Derzeit werden 90 Prozent der weltweiten Güter auf dem Seeweg trans­portiert. Die Kohlen­diox­idreduzierung im mariti­men Sektor ist damit von entschei­den­der Bedeu­tung für das Aufhal­ten des Klimawan­dels. Um dieser Heraus­forderung zu begeg­nen, wird der Fonds vorwiegend in drei Bere­ichen finanzieren: Mit fortschrit­tlichen Tech­nolo­gien ausges­tat­tete und damit umweltscho­nen­dere Schiffe, inno­v­a­tive Hafe­nan­la­gen sowie Investi­tion­s­güter, die bei der Entwick­lung von Offshore-Anla­­gen zur Erzeu­gung von erneuer­baren Energien zum Einsatz kommen.

Der Green Deal der europäis­chen Kommis­sion sieht vor, dass Europa bis zum Jahr 2050 das Ziel der Klima­neu­tral­ität erre­icht. Der Eurazeo Sustain­able Maritime Infra­struc­ture wird europaweit rund fünfzig Projekte oder Anla­gen in der mariti­men Wirtschaft finanzieren, die einen Beitrag zur Erre­ichung dieses Zieles leis­ten. Deutsch­land soll dabei als Invest­ment­stan­dort eine wesentliche Rolle spie­len. Die maritime Wirtschaft hierzu­lande hat ein jährliches Umsatzvol­u­men von bis zu 50 Milliar­den Euro, das Land zählt zu den größten Schif­f­bau-Natio­­nen der Welt, und rund 20 Prozent der weltweiten Contain­erka­paz­ität kommen von hier (Stand: 2018).

Der Sustain­able Maritime Infra­struc­­ture-Fonds wird von Idin­vest Part­ners, einer Tochterge­sellschaft von Eurazeo, verwal­tet. Als Leas­ing­fonds bietet er seinen Anlegern ein beson­ders sicheres Risiko­pro­fil, da die Invest­ments durch die finanzierten Investi­tion­s­güter besichert sind. Durch das Asset Finance-Modell gener­iert er vierteljährliche Auss­chüt­tun­gen aus den erhal­te­nen Leas­ingzahlun­gen und verfügt über eine vorteil­hafte Solv­a­bil­ität­skap­i­­tal-Anforderung von weniger als zehn Prozent.

Seit dem 1. Januar 2020 müssen Schiff­fahrt­sun­ternehmen ihre Emis­sio­nen gemäß der neuen Verord­nung der Inter­na­tionalen Seeschif­f­­fahrts-Organ­i­sa­­tion (Inter­na­tional Maritime Organ­i­sa­tion, IMO) zur Reduzierung des Schwe­fel­ge­halts von Kraft­stof­fen (von 3,5 auf 0,5 Prozent) deut­lich verringern. Diese Regelung ist Teil einer weltweiten Strate­gie der IMO und zielt darauf ab, die gesamten Treib­haus­gase­mis­sio­nen der Schiff­fahrtsin­dus­trie bis 2050 um mindestens 50 Prozent im Vergle­ich zum Jahr 2008 zu reduzieren. Der Fonds wird sowohl zur Verringerung der Treib­haus­gase­mis­sio­nen als auch der beson­ders luftschädlichen Emis­sio­nen von Schwe­felox­i­den (Sox) und Stick­ox­i­den (NOx) beitra­gen.

Die mith­ilfe der Fonds-Invest­­ments erziel­ten Emis­sion­s­min­derun­gen werden anhand von quan­ti­ta­tiven Indika­toren gemessen, deren Mess­methodik von unab­hängi­gen Experten über­prüft wurde und die im Rahmen einer jährlichen exter­nen Erhe­bung kontrol­liert werden.

Im Januar 2020 erhielt der Eurazeo Sustain­able Maritime Infra­struc­ture das LuxFLAG-Label („Appli­cant Fund Status“). Das Label bescheinigt Fonds, ESG-Krite­rien in jeder Phase des Invest­ment­prozesses zu berück­sichti­gen.

Christophe Bavière, Mitglied des Exec­u­tive Board von Eurazeo, sagte: „Wir freuen uns sehr, unseren Anlegern mit dem Eurazeo Sustain­able Maritime Infra­struc­ture eine Option zu bieten, die die ‚Artikel 9‘-Kriterien erfüllt. Viele Inve­storen sind auf der Suche nach Invest­ments, die einen mess­baren Beitrag zur Dekar­bon­isierung und zum ökol­o­gis­chen Wandel leis­ten. Darüber hinaus zeich­net sich der Fonds durch einen beson­ders hohen Kapi­talschutz aus.“

Daniel Emer­sleben, der als Invest­ment Direc­tor für den Fonds tätig ist, ergänzte:
„Unser neuer Fonds ist ein Finanzierungsin­stru­ment, das zur Reduk­tion von Treib­haus­gasen und Schwe­fel beitra­gen wird. Die erzielte Emis­sion­s­min­derung messen wir, lassen die Werte von unab­hängi­gen Experten prüfen und legen sie unseren Inve­storen offen. Die Umset­zung dieses Prozesses, der in einem trans­par­enten Verfahren gemein­sam mit unab­hängi­gen Organ­i­sa­tio­nen entwick­elt wurde, belegt unseren Anspruch, Kapi­tal so einzuset­zen, dass es einen mess­baren Beitrag zur Bewäl­ti­gung der ökol­o­gis­chen und klima­tis­chen Heraus­forderun­gen unserer Zeit leis­tet.“

Über die O+ ESG-Strate­gie

Die „O+” genan­nte Nach­haltigkeitsstrate­gie von Eurazeo wurde 2020 ins Leben gerufen und hat zwei wesentliche Bestandteile:

Ein Kohlen­stoff-Emis­­sion­sziel von netto Null für Eurazeo ebenso wie seine Port­­fo­lio-Unternehmen bis zum Jahr 2040. Die Gesellschaft orien­tiert sich dabei an den Krite­rien der Science Based Targets-Initi­a­­tive. Erre­icht werden soll dieses Ziel durch Invest­ments in kohlen­stof­farme Unternehmen, die Reduk­tion von Kohlen­stoff-Kosten und ‑Risiken im Port­fo­lio sowie die Messung des Kohlen­stoff-Fußab­­drucks während des gesamten Invest­mentzyk­lus.
Die Förderung von mehr Inklu­sion und Soli­dar­ität durch die Erre­ichung eines Anteils von mindestens 40 Prozent Führungskräften des unter­repräsen­tierten Geschlechts bei Eurazeo sowie seinen Port­­fo­liou-Unternehmen, die Einführung von Syste­men, die sich­er­stellen, dass alle Stake­holder von der Wertschöp­fung durch die Invest­ments von Eurazeo prof­i­tieren sowie Initia­tiven zur Verbesserung des Zugangs zu Gesund­heitsver­sorgung und Förderung von Chan­cen­gle­ich­heit und Phil­an­thropie.

Eurazeo ist die einzige Private Equity-Gesellschaft, die in den Indizes der fünf führen­den Ratin­ga­gen­turen für nicht-finanzielle Krite­rien gelis­tet ist. Mit einem AA-Rating im ESG-Rank­ing von MSCI (Stand: März 2020) gehört Eurazeo zu den 20 Prozent der am besten bewerteten Unternehmen und liegt damit über dem Branchen­durch­schnitt. Im Jahr 2020 erre­ichte Eurazeo zudem die maxi­male Punk­tzahl (A+) in den vier Bewer­tungskat­e­gorien der PRI (Prin­ci­ples for Respon­si­ble Invest­ment), die für seine Geschäft­stätigkeit rele­vant sind: Strate­gie & Gover­nance, Private Equity (indi­rekt), Private Equity (direkt) und Fixed Income (direkt). In jeder dieser Kate­gorien liegen die Werte von Eurazeo damit über dem Median des Sektors.

Über Eurazeo

Eurazeo ist eine führende inter­na­tionale Invest­ment­ge­sellschaft, die ein Vermö­gen von 21,8 Milliar­den Euro in einem diver­si­fizierten Invest­­ment-Port­­fo­lio von mehr als 450 Unternehmen verwal­tet. 15,0 Milliar­den Euro des verwal­teten Vermö­gens stam­men dabei von Invest­ment­part­nern. Mit seiner umfassenden Exper­tise in den Bere­ichen Private Equity, Immo­bilien und Private Debt begleitet Eurazeo Unternehmen aller Größenord­nun­gen. Ein Team von fast 300 Profes­sion­als mit tief­greifender Sektor-Exper­­tise sowie Zugang zu glob­alen Märk­ten unter­stützt die Entwick­lung der Port­­fo­lio-Unternehmen und bietet ihnen eine verant­wor­tungs­be­wusste und stabile Wach­s­tum­splat­tform. Die solide Gesellschafter­struk­tur, beste­hend aus insti­tu­tionellen Inve­storen und Fami­lienge­sellschaftern, in Kombi­na­tion mit einer robusten Bilanz ohne struk­turelle Schulden und ein flex­i­bler Invest­men­tho­r­i­zont ermöglichen es Eurazeo, Port­­fo­lio-Unternehmen langfristig zu begleiten.

Eurazeo verfügt über Büros in Paris, New York, Sao Paulo, Seoul, Schang­hai, London, Luxem­burg, Frank­furt, Berlin und Madrid. Eurazeo ist an der Euronext Paris börsen­notiert.

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