ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN
3 Fragen an kluge Köpfe
Foto: M. Völker | VR Equitypartner

Mit Minderheitsbeteiligungen auf Wachstumskurs

Dazu 3 Fragen an M. Völker

VR Equi­typ­art­ner
Foto: M. Völker | VR Equitypartner
21. Novem­ber 2012

Eine Finan­zie­rung durch priva­tes Betei­li­gungs­ka­pi­tal kann mittel­stän­di­sche Unter­neh­men in vielen Situa­tio­nen in ihrem Wachs­tum deut­lich voran­brin­gen. Wie erhält man eine maßge­schnei­derte Eigen­ka­pi­tal­fi­nan­zie­rung, die den Belan­gen eines Unter­neh­mens gerecht wird? Wie werden Wachs­tums­ziele geplant, welche Fakto­ren sind hier ausschlag­ge­bend sind, wann macht eine Minder­heits­be­tei­li­gung und wann eine Mehr­heits­be­tei­li­gung Sinn?


Dazu 3 Fragen an Geschäfts­füh­rer bei VR Equi­typ­art­ner GmbH in Frank­furt a. Main

1. In welchen Situa­tio­nen suchen mittel­stän­di­sche Unter­neh­men vor allem eine Eigenkapitalfinanzierung?

Für mittel­stän­di­sche Unter­neh­mer gibt es viele Situa­tio­nen, in denen die Aufnahme von zusätz­li­chem Eigen­ka­pi­tal sehr sinn­voll sein kann: Bevor­ste­hende Wachs­tums­sprünge und Expan­si­ons­pläne, ein Wech­sel im Gesell­schaf­ter­kreis oder die erfolg­rei­che Reali­sie­rung einer Unter­neh­mer­nach­folge sind häufige Themen. Ein Beispiel: Muss ein Gesell­schaf­ter ausge­zahlt werden, sprengt das in der Regel schnell den Kredit­rah­men, den die Haus­bank dem Unter­neh­men zur Verfü­gung stellt. Eine maßge­schnei­derte Eigen­ka­pi­tal­fi­nan­zie­rung kann hier eine gute Alter­na­tive sein. Spätes­tens dann ist zudem zu über­le­gen, wohin sich das Unter­neh­men entwi­ckeln soll. Das gilt vor allem, wenn bishe­rige Mitge­sell­schaf­ter oder auch das Manage­ment die frei werden­den Anteile über­neh­men und das Unter­neh­men weiter­füh­ren wollen. Ziel ist es für uns immer, die Eigen­ka­pi­tal­fi­nan­zie­rung so indi­vi­du­ell zu schnei­dern, dass wir damit die Unab­hän­gig­keit und den Hand­lungs­spiel­raum des mittel­stän­di­schen Unter­neh­mens stär­ken. Mit der erhöh­ten Eigen­ka­pi­tal­quote erwei­tert sich wiederum der Finan­zie­rungs­rah­men. Das ermög­licht dem Unter­neh­mer, sich noch besser auf die Reali­sie­rung seiner Ziele und Visio­nen zu konzentrieren. 

2. Wie werden die Wachs­tums­ziele eines Unter­neh­mens im Zusam­men­hang mit Betei­li­gungs­ka­pi­tal geplant? Welche Produkte kommen dafür in Betracht?

Mittel­stän­di­sche Unter­neh­men bewe­gen sich viel­fach in einem Span­nungs­feld: Einer­seits sind sie der Tradi­tion verpflich­tet und auf lang­fris­ti­ges, mode­ra­tes Wachs­tum ausge­rich­tet, ande­rer­seits verlangt der Wett­be­werb immer stär­kere Orien­tie­rung an den globa­li­sier­ten Märk­ten, fordert Flexi­bi­li­tät und stär­kere Inter­na­tio­na­li­sie­rung. Das kostet Geld, bedeu­tet erhöh­tes Risiko und ist über eine Fremd­ka­pi­tal­fi­nan­zie­rung allein meist nicht zu stem­men. Häufig liegt der Finan­zie­rungs­be­darf für bedeu­tende Wachs­tums­vor­ha­ben zwischen 1,5 und 15 Millio­nen Euro. Beson­ders geeig­net sind dafür Inves­to­ren mit einer Palette von mitein­an­der kombi­nier­ba­ren Finan­zie­rungs­in­stru­men­ten. Zu einem solchen Finan­zie­rungs­pa­ket zählt die klas­si­sche Minder­heits­be­tei­li­gung, in Einzel­fäl­len auch eine direkte Mehr­heits­be­tei­li­gung. VR Equi­typ­art­ner bietet zusätz­lich Vari­an­ten der Mezza­ni­ne­fi­nan­zie­rung an – zum Beispiel stille Betei­li­gun­gen oder Genuss­scheine – und kann diese bei Bedarf auch mit einer Direkt­be­tei­li­gung kombi­nie­ren. Falls erfor­der­lich, können zudem Syndi­zie­run­gen für Eigen- und Fremd­ka­pi­tal arran­giert werden. 

3. Kann und/oder will der Inves­tor die stra­te­gi­sche Entwick­lung eines Unter­neh­mens beeinflussen?

Der Wunsch nach star­ker Einfluss­nahme auf die stra­te­gi­sche Entwick­lung ihrer Port­fo­lio­un­ter­neh­men ist für viele Private Equity-Gesell­schaf­ten ein wich­ti­ger Grund, um vor allem Mehr­heits­be­tei­li­gun­gen zu erwer­ben. VR Equi­typ­art­ner geht hier einen eige­nen Weg: Wir haben uns aufMinder­heits­be­tei­li­gun­gen spezia­li­siert und arbei­ten als akti­ver Gesell­schaf­ter mit dem bestehen­den Manage­ment gemein­sam daran, das Unter­neh­men weiter­zu­ent­wi­ckeln. Eine wich­tige Voraus­set­zung für das Gelin­gen ist grund­sätz­lich, dass Unter­neh­mer und Inves­tor die glei­chen Werte und Vorstel­lun­gen teilen, beide Part­ner sich auf die glei­chen Ziele eini­gen und die „Chemie“ zwischen den handeln­den Perso­nen stimmt.

Großer Vorteil für die Unter­neh­mer bei der Ausge­stal­tung einer Minder­heits­be­tei­li­gung: Sie profi­tie­ren nicht nur vom Kapi­tal, sondern auch von objek­ti­ve­ren Entschei­dun­gen und vom Know-how des Inves­tors, ohne das Steuer aus der Hand geben zu müssen. Dazu gehört auch die Einrich­tung eines Beirats, der dem Manage­ment als Spar­rings­part­ner zur Verfü­gung steht. Auch die Einfüh­rung oder Opti­mie­rung profes­sio­nel­ler Control­ling- und Moni­to­ring-Systeme ist ein Teil dieser Zusam­men­ar­beit. Solche Instru­mente können wesent­lich dazu beitra­gen, dass sich Unter­neh­mens­ab­läufe wie Produk­ti­ons­pro­zesse, Kapa­zi­täts­aus­las­tun­gen sowie Lager­hal­tungs­be­stände und Working- Capi­tal-Manage­ment besser steu­ern lassen – wich­tige Bausteine im Rahmen einer auf lang­fris­ti­gen Erfolg ange­leg­ten Unternehmensentwicklung.

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