ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

3 Fragen an kluge Köpfe

Mehrwert schaffen durch unternehmerisches Denken

Dazu 3 Fragen an Robert L. Clausen

Beteili­gungs­ber­atungs­ge­sellschaft der Syngroh Capi­tal
Foto: Robert L. Clausen
12. Okto­ber 2021

Private Equity wird, auch durch die Auswirkun­gen der Corona-Pandemie, flex­i­bler bei der Struk­turierung und Haltedauer ihrer Invest­ments. Wir werfen einen Blick darauf, wie sich unternehmerisches Family Equity auch unter diesen Bedin­gun­gen noch von Fonds-Inve­­s­toren differen­zieren kann.


Dazu 3 Fragen an Robert L. Clausen, Geschäfts­führer der Beteili­gungs­ber­atungs­ge­sellschaft der Syngroh Capi­tal

1. Syngroh Capi­tal ist die Beteili­gungs­ge­sellschaft der Hans Grohe-Grün­der­fam­i­lie. Wie unter­schei­den Sie sich als „Hybrid” von Private Equity-Fonds und auch Family Offices?

In erster Linie dadurch, dass wir uns bemühen, die Vorzüge aus beiden Welten zu vere­inen. Wir sind organ­isiert wie ein Private Equity-Fonds, verfü­gen jedoch mit der Fami­lie Grohe über einen Kapi­tal­ge­ber, der über ein tiefes indus­trielles und unternehmerisches Know-how verfügt. Ein vordefinierter Invest­men­tho­r­i­zont oder auch andere Beschränkun­gen sind uns daher fremd und ermöglichen uns, flex­i­bel auf die Bedürfnisse von Unternehmern einzuge­hen. Gerade bei Gesellschafterkon­stel­la­tio­nen, bei denen keine homo­gene Entschei­dungslage vorliegt, können wir einzelne Gesellschafter ablösen, ohne gleich einen Gesamtverkauf des Unternehmens auslösen zu müssen. Auch in anderen Situ­a­tio­nen hat sich diese Flex­i­bil­ität eines „Maßanzuges“ für die jeweilige Situ­a­tion bewährt.

2. Welche Indus­trie-Sektoren bevorzu­gen Sie aktuell? Und wie schaf­fen Sie Mehrw­ert bei Ihren Port­fo­lio-Unternehmen?

Grund­sät­zlich sind wir nicht begrenzt auf einzelne Indus­trie-Segmente. Wichtig ist uns, dass die Unternehmen erfol­gre­ich sind, dass ihre Produkte und Dien­stleis­tun­gen Poten­zial für weit­eres Wach­s­tum haben und wir zu dieser Entwick­lung etwas beitra­gen können. Gerne unter­stützen wir Unternehmer und Manage­ment bei ambi­tion­ierten Wach­s­tum­splä­nen. Dies kann organ­isch erfol­gen oder auch durch die Unter­stützung bei Akqui­si­tio­nen. Sowohl bei der Finanzierung als auch bei der Iden­ti­fika­tion und Durch­führung von möglichen Akqui­si­tio­nen glauben wir, einen hilfre­ichen Beitrag leis­ten zu können.

3. Was hat sich durch die Corona-Krise für Inve­storen verän­dert?

Bei inhab­erge­führten Unternehmen sind nicht selten 80 Prozent des eige­nen Vermö­gens im Unternehmen gebun­den. Das ist vielen Unternehmern im vergan­genen Jahr sehr bewusst gewor­den. Sie sind plöt­zlich bereit, im Sinne der Risiko­di­ver­si­fizierung einen Teil oder sogar eine Mehrheit an ihrem Unternehmen zu veräußern. Ander­er­seits haben nicht wenige Eigen­tümer sehr erfol­gre­icher und krisen­re­sisten­ter Unternehmen laufende Verkauf­sprozesse auch gestoppt, weil sie die Situ­a­tion aufgrund der höheren Unsicher­heit ihrer Zukun­ft­saus­sichten neu über­denken möchten. Hier bieten wir uns als Gesprächspart­ner gern an, nicht immer mit dem Ziel einer unmit­tel­bar folgen­den Transak­tion.

Über Robert Clausen
Robert L. Clausen ist seit Anfang 2018 Geschäfts­führen­der Gesellschafter der Beteili­gungs­ber­atungs­ge­sellschaft der Syngroh Capi­tal, der Syngroh Advi­sory GmbH. Zuvor hat er – u.a. für Deloitte & Touche, BNP Paribas, Lincoln Inter­na­tional und Credit Suisse First Boston – Mandan­ten in mehr als 70 Transak­tio­nen beim Erwerb, Verkauf oder der Finanzierung von Unternehmen beraten. Die Fami­lie Klaus Grohe kennt er seit rund zwei Jahrzehn­ten und hat ihre Mitglieder bere­its in einer Vielzahl von strate­gis­chen Diskus­sio­nen und Transak­tio­nen begleitet.

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