ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

3 Fragen an kluge Köpfe

Die helfende Hand des Investors

Dazu 3 Fragen an S. Zuschke

BC Part­ners
Foto: S. Zuschke | BC Partners
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24. Januar 2012

Unter­neh­men die einen Inves­tor suchen, wissen oft nicht genau, in welchen Berei­chen ein Private Equity-Unter­­neh­­men als Part­ner Unter­stüt­zung leis­ten kann und will. Das Spek­trum ist breit, die Private Equity-Firmen meist spezia­li­siert. – BC Part­ners ist ein inter­na­tio­na­les Private Equity-Haus, das seinen Fokus auf große und komplexe Trans­ak­tio­nen rich­tet. Seit über 25 Jahren arbei­tet BC Part­ners mit lokal etablier­ten Teams in Europa und Nord­ame­rika und hat seit­her 79 Akqui­si­tio­nen mit einem Gesamt­vo­lu­men von 74 Milli­ar­den Euro durchgeführt.


Dazu 3 Fragen an Deutsch­land­chef von BC Part­ners in Hamburg

1. Wie können Private Equity (PE)-Unternehmen zum Wachs­tum von Port­fo­lio-Unter­neh­men beitragen?

Die Antwort ist zunächst ganz simpel: Wir stel­len die erfor­der­li­chen Mittel bereit, damit die Unter­neh­men über Akqui­si­tio­nen und Inves­ti­tio­nen wach­sen können. Es ist ganz wich­tig, bei der Finan­zie­rung von Firmen­käu­fen genü­gend Spiel­raum für das Wachs­tum einzu­pla­nen. So haben wir beim Chemie­dis­tri­bu­teur Brenn­tag inner­halb von fünf Jahren rund 500 Millio­nen Euro in Zukäufe inves­tiert. Beim Trans­for­ma­to­ren­her­stel­ler SGB-SMIT waren es binnen drei Jahren  rund 80 Millio­nen Euro für die Erwei­te­rung der Produk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten. Hinzu kommt unsere stra­te­gi­sche Erfah­rung in vielen verschie­de­nen Bran­chen. Wir bera­ten das Manage­ment und dienen als Sparringspartner.

2. Und in welchen Berei­chen können PE-Unter­neh­men den größ­ten Beitrag leis­ten? Wo liegt Ihrer Erfah­rung nach das größte Potential?

Das größte Poten­zial für eine Wert­stei­ge­rung bieten meist Akqui­si­tio­nen. Wachs­tum durch Zukäufe ist unser Kern­ge­schäft, das wir sehr gut beherr­schen und das uns von den meis­ten Mitbe­wer­bern unter­schei­det. Wir wissen aus jahr­zehn­te­lan­ger Erfah­rung, wie man Akqui­si­tio­nen struk­tu­rie­ren und finan­zie­ren muss. Ein Beispiel ist der Labor­dienst­leis­tersynlab, den wir so von einem mittel­stän­di­schen deut­schen Unter­neh­men zur führen­den Labor­gruppe Euro­pas entwi­ckelt haben. Es geht aber nicht nur um das gegen­wär­tige Wachs­tum, sondern vor allem um die Zukunfts­per­spek­ti­ven. Ein poten­zi­el­ler Käufer inves­tiert nie in die Histo­rie, sondern er kauft die Zukunft. Inso­fern haben wir bei allem, was wir tun, nicht nur den Erfolg des Unter­neh­mens, sondern immer auch einen erfolg­rei­chen Exit vor Augen.

3. Es entwi­ckeln sich bekann­ter­ma­ßen nicht alle Port­fo­lio-Unter­neh­men wunsch­ge­mäß und posi­tiv. Wie kann es sein, dass Unter­neh­men, in die Sie inves­tiert haben, trotz Ihrer Due Dili­gnence, Ihres Beitrags und aller Bemü­hun­gen in Schief­lage geraten?

Das kommt vor, und es liegt fast nie an den Zahlen.. Der Wert eines Unter­neh­mens, sein Markt­po­ten­zial und die Bran­chen­si­tua­tion lassen sich objek­tiv bewer­ten. Darin sind wir sehr erfah­ren.. Was man nie hundert­pro­zen­tig im Vorfeld über­prü­fen kann, ist der mensch­li­che Faktor.

Steht das gesamte Manage­ment-Team für den Unter­neh­mens­er­folg ein? Bringt jede Führungs­kraft die nötige fach­li­che und persön­li­che Quali­tät, das Enga­ge­ment, unter­neh­me­ri­sche Denken und Commit­ment mit? Wenn wir fest­stel­len, dass es hier bei Einzel­nen im Führungs­team Schwä­chen gibt, kommen wir manch­mal um einen Manage­ment­wech­sel nicht herum. Wir haben die Erfah­rung gemacht, dass es dann oft sehr schnell besser läuft, weil die ande­ren im Manage­ment-Team aufblü­hen und ihre neu gewon­ne­nen Frei­räume ausschöpfen.

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