ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN
3 Fragen an kluge Köpfe
Foto: H. Brandis | Earlybird Venture Capital

Deutsches Venture Capital performt

Dazu 3 Fragen an H. Brandis

Early­bird Venture Capital
Foto: H. Bran­dis | Early­bird Venture Capital
2. Februar 2011

Die Erträge deut­sche Venture Capi­­tal-Firmen sind offen­bar erheb­lich höher als die ihrer ameri­ka­ni­schen Kolle­gen. Neueste Auswer­tun­gen (495 VC-Inves­t­­ments in Dtl., 6940 Venture-Inves­t­­ments in USA) verdeut­li­chen das Poten­tial der dt. VC-Industrie.


Dazu 3 Fragen an Mana­ging Part­ner von Early­bird Venture Capi­tal, München; Board member EVCA and Chair­man of the EVCA VC Plat­form Council

1. Die jüngs­ten Auswer­tun­gen über die Perfor­mance deut­scher Venture Capi­tal-Firmen hat erge­ben, daß deut­sche VC-Unter­neh­men in der Zeit von 1998 bis 2010 ein Brut­to­er­geb­nis von 11,4 Prozent erwirt­schaf­ten konn­ten. Im Gegen­satz dazu erreich­ten amerikanisch
“Nach dem Plat­zen der Inter­net­blase im Jahr 2000 hat die Deut­sche VC-Indus­trie, anders als die in den USA, stark konso­li­diert. Im Zeit­raum bis 2009 hat sich die Anzahl der akti­ven VC-Fonds in Deutsch­land um mehr als drei­vier­tel redu­ziert. Nach­dem die VC-Fonds aus dem Jahre 2000 ab 2004/2005 in der Breite ausin­ves­tiert waren, hat dies nach dem Prin­zip von Ange­bot und Nach­frage zu sehr nied­ri­gen Einstiegs­be­wer­tun­gen geführt.”
2. Wie beur­tei­len Sie die Wachs­tums­chan­cen der Venture Capi­tal-Indus­trie in Deutsch­land in der Zukunft?
“Sobald die Port­fo­lien der ab 2005/2006 aufge­leg­ten Venture Capi­tal-Fonds zu einem größe­ren Anteil verkauft sein werden und sich damit die vermut­lich sehr guten Rendi­ten dieser Fonds­ge­ne­ra­tio­nen auf den Konten der Inves­to­ren nieder­ge­schla­gen haben, wird wieder deut­lich mehr Kapi­tal in deut­sche VC-Fonds flie­ßen und damit Wachs­tum ermög­li­chen. Bis dahin ist es aber noch ein paar Jahre hin, in denen unsere Indus­trie zwar hervor­ra­gende Inves­ti­ti­ons- aber eher weni­ger Wachs­tums­chan­cen in Form größe­rer Fonds haben wird.”
3. Welche Rat geben Sie jungen Unter­neh­men, die ein Finan­zie­rung suchen? 
“Der rela­tiv ausge­trock­nete VC-Markt bietet für junge Unter­neh­men leider nur wenige Alter­na­ti­ven, was poten­ti­elle Kapi­tal­ge­ber anbe­langt. Je mehr Kapi­tal benö­tigt wird, umso schwie­ri­ger wird es. Daher rate ich jungen Firmen einen star­ken Fokus auf Kapi­tal­ef­fi­zi­enz zu legen. Da die Finan­zie­rung auch bei Folge­run­den schwie­rig bleibt, rate ich zudem auf die Repu­ta­tion und die Vernet­zung des oder der Inves­to­ren zu achten, um sicher­zu­stel­len, dass diese bei der Zusam­men­stel­lung weite­rer Finan­zie­rungs­run­den nicht nur selber einen wesent­li­chen Kapi­tal­bei­trag leis­ten, sondern auch noch weitere Kapi­tal­ge­ber mit an Tisch brin­gen können.”

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