ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN
3 Fragen an kluge Köpfe
Foto: And Klein

Building Better Businesses – durch Management von ESG-Faktoren

Dazu 3 Fragen an Andi Klein

TRITON Part­ners in Frank­furt a. M.
Foto: And Klein
23. Novem­ber 2022

Von Unter­neh­men erwar­tet man heute, daß sie nach­hal­tig wirt­schaf­ten und ihre ökologischen und sozia­len Auswir­kun­gen auf Umwelt, Wirt­schaft und Gesell­schaft analy­sie­ren, thema­ti­sie­ren – und trans­pa­rent kommu­ni­zie­ren. Den Rahmen hierfür bildet ESG und steht für Envi­ron­men­tal, Social, Gover­nance, also Umwelt, Sozia­les und Unternehmensführung. Bei mitt­le­ren und klei­nen Unter­neh­men fehlen oft finan­zi­elle Mittel, Exper­tise und Ressour­cen, um diesen Kraft­akt zu stem­men. – Was kann die Lösung sein?


Dazu 3 Fragen an Andi Klein, Part­ner bei TRITON Part­ners in Frank­furt a. M.

1. Inwie­fern können Finanz­in­ves­to­ren bei der Umset­zung der ESG-Verord­nun­gen unterstützen?
Finanz­in­ves­to­ren, die sowohl Kapi­tal als auch Exper­tise zur Verfügung stel­len können, sind hier oft der rich­tige Part­ner für unternehmergeführte, kleine oder mittelständische Unter­neh­men, da sie bei der Imple­men­tie­rung von ESG-Fakto­ren unterstützen und deren nach­hal­tige Entwick­lung stra­te­gisch stark fördern können. Auch heute noch ist fehlen­des Kapi­tal ein wesent­li­cher Grund dafür, warum viele ESG-Projekte nicht an den Start gehen bzw. nur schlep­pend vorankommen.
2. Woran fehlt es bei den Unter­neh­men meistens?
Nicht zu unterschätzen ist der kultu­relle Wandel, der hier vonstat­ten geht. Die Erar­bei­tung und Umset­zung einer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ist für Unter­neh­men gleich­zei­tig eine wirk­lich große Change Manage­ment-Aufgabe, die erheb­li­che Kapazitäten und auch Erfah­rung erfor­dert, die intern oft nicht vorhan­den sind. Dennoch: Das Thema Nach­hal­tig­keit ist alter­na­tiv­los, um als Unter­neh­men im Wett­be­werb und in der Gesell­schaft zu bestehen. Natürlich gibt es auch profes­sio­nelle Anbie­ter, die eine ESG-Stra­te­gie erar­bei­ten und bei der Umset­zung unterstützen können. Doch auch diese Lösung verlangt Kapi­tal und Ressourcen.
3. Wie sieht der Ansatz für ESG bei TRITON aus?
Für Triton ist ESG ein entschei­den­des Element für die Entwick­lung von Unter­neh­men. Aus diesem Grund werden ESG-Fakto­ren als Wertschöpfungshebel über den gesam­ten Inves­ti­ti­ons­zy­klus hinweg einge­bun­den. Der erste Schritt für die Entwick­lung einer ESG-Stra­te­gie sollte bei allen Unter­neh­men eine gründliche Analyse sein. Mögliche Themen könnten hier Klima-Risi­ken, Umwelt­ver­schmut­zung, Ressour­cen­ef­fi­zi­enz, Gesund­heit und Sicher­heit, Arbeits­nor­men und Liefer­kette aber auch Korruptionsbekämpfung, ethi­sches Verhal­ten oder Daten­si­cher­heit sein, um nur einige zu nennen. Zu Beginn unse­rer Eigentümerschaft arbei­ten wir mit unse­ren Unter­neh­men zunächst daran, Verant­wort­lich­kei­ten für das ESG-Manage­ment zuzu­wei­sen, die opera­tiv nicht zwangsläufig beim CEO liegen, sondern entspre­chend dele­giert werden zum Beispiel an eine dedi­zierte Nach­hal­tig­keits­funk­tion, den CFO, die Rechts­ab­tei­lung, die Perso­nal­ab­tei­lung oder Verant­wort­li­che für Qualität, Gesund­heit und Sicher­heit. – Etwa ein Nach­hal­tig­keits­be­richt ist für viele ein notwen­di­ges Übel. Er kann jedoch maßgeb­lich dazu beitra­gen, durch die Schaf­fung von Trans­pa­renz, Vertrauen bei wich­ti­gen Inter­es­sens­grup­pen aufzu­bauen und einzelne Ziel­grup­pen, wie zum Beispiel Mitar­bei­ter, zu inspi­rie­ren. Die Imple­men­tie­rung von ESG bedeu­tet nicht nur Risi­ken, sondern auch Chan­cen zu iden­ti­fi­zie­ren, Wert zu erhal­ten und Wert zu schaf­fen.   Über Andi Klein  Andi Klein ist Mana­ging Part­ner bei Triton und verant­wor­tet die Smal­ler Mid- Cap-Stra­te­gie der 1997 gegründeten Betei­li­gungs­ge­sell­schaft. Bevor er 2009 zu Triton kam, hielt er elf Jahre lang verschie­dene Führungspositionen bei Proc­ter & Gamble in Deutsch­land, der Schweiz, Belgien und den USA. 

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