Bosch Business Innovations entwickelt mit € 200 Millionen neue Geschäftsideen in Start-ups
Innovationen und der Aufbau von neuen Geschäftsfeldern haben Bosch zum heutigen Technologieführer gemacht. Um seine Innovationslandschaft weiter auszubauen, investiert das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in seine Tochtergesellschaft Bosch Business Innovations. Als Corporate Venture Builder entwickelt die Einheit neue Geschäftsideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts und baut daraus Start-ups von der Frühphase an auf. — Ziel ist es, diese systematisch zur Marktreife zu führen und auch neue führende Geschäftsmodelle für Bosch zu entwickeln.
Bosch Business Innovations hat in Übereinstimmung mit der Bosch-Strategie Geschäftsfelder definiert, in die vorrangig investiert werden soll und bei denen die Marktdynamik sowie die Kompetenzen und technologische Expertise von Bosch optimal zusammenpassen. Dies sind zu Beginn die softwaregesteuerte Fertigung, medizinische Fernüberwachung sowie die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Treibhausgasen. Weitere Geschäftsfelder sind in den kommenden vier Jahren geplant. Ziel ist es, bis 2030 rund 20 erfolgreiche Start-ups operativ tätig zu haben.
Unser Ziel ist es, systematisch neue Ideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts aufzubauen. Hierzu setzen wir auf die Stärken von Bosch, insbesondere die technologische Expertise und die Patentkraft. Diesen strukturellen Vorteil eines Großunternehmens kombinieren wir mit der Schnelligkeit und Flexibilität aus der Start-up-Welt.
Wir setzen bei Bosch Business Innovations auf ein partnerschaftliches Modell. Gemeinsam mit erfahrenen (externen) Venture Studios baut Bosch neue Geschäftsideen von Grund auf und führt sie schnell zur Marktreife. Dabei kombiniert Bosch gezielt seine eigenen Stärken – von technologischer Expertise und Patentkraft bis hin zu industrieller Skalierung – mit der Umsetzungsgeschwindigkeit und Venture-Building-Expertise externer Partner. So entsteht ein Modell, in dem Chancen und Risiken bewusst geteilt werden und Innovation konsequent in die Umsetzung kommt.
Im Zentrum stehen dabei die Gründerinnen und Gründer: Bosch Business Innovations steht gezielt auch externen Unternehmerpersönlichkeiten offen und ermöglicht ihnen einen entscheidenden Vorsprung. Sie werden frühzeitig am Unternehmen beteiligt, übernehmen Verantwortung und gestalten von Anfang an aktiv mit. Ergänzend werden externe Investoren frühzeitig eingebunden, um zusätzliches Kapital und Marktzugang zu erschließen. Flankiert wird der Ansatz durch spezialisierte Partner, die Markt- und Technologietrends einbringen und den Zugang zu internationalen Gründer-Ökosystemen ermöglichen.
Ein wichtiger Meilenstein gelang beispielsweise Ende 2025 mit Bosch Advanced Ceramics: Der Spezialist für keramischen 3D-Druck wurde erfolgreich an Sintokogio, einen führenden Anbieter von Industrieanlagen und Fertigungslösungen, veräußert.
Axel Deniz ist Geschäftsführer von Bosch Business Innovations, Stuttgart/ Böblingen. Vor seiner Tätigkeit bei Bosch Business Innovations war Axel Deniz bei PwC Deutschland als Director Corporate Development & Innovation und Head of Strategy tätig, wo er die unternehmensweiten Open-Innovation-Programme aufbaute und die Strategie für das globale Ökosystemprogramm des weltweiten PwC-Netzwerks leitete.
Axel Deniz gründete und leitete mehrere Start-ups, darunter Europas ersten Factory-to-Consumer-Marktplatz für Möbel und Wohnaccessoires. Außerdem war er Mitbegründer mehrerer Boutique-Beratungsunternehmen für digitale Produktentwicklung, digitale Transformation und Unternehmensberatung. — Seine akademische Laufbahn umfasst ein Diplom in Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam, ein Studium im Bereich Arts, Entertainment & Media Management am Columbia College Chicago sowie ein Programm im Bereich Digital Product Management an der Stanford Continuing Studies.