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2,6 Mio. Euro für Medtech-Unternehmen Fasciotens

Kate­go­rie: Venture Capi­tal
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18. Juni 2018

Essen — Der gemein­sam von NRW.BANK und Initia­tiv­kreis Ruhr initi­ierte Grün­der­fonds Ruhr hat sein erstes Invest­ment getä­tigt. Im Rahmen einer Serie-A-Finan­­zie­­rung hat er gemein­sam mit dem VC-Inves­­tor copa­rion rund 2,6 Millio­nen Euro in die Fascio­tens GmbH inves­tiert. Das Esse­ner Medi­­­zin­­tech­­nik-Unter­­neh­­men hat eine inno­va­tive Thera­pie bei offe­nen Abdo­men entwickelt.

„Fascio­tens ist das erste Invest­ment des Grün­der­fonds Ruhr und ein perfek­tes Beispiel für junge und inno­va­tive Geschäfts­ideen aus der Medi­zin­tech­nik, die im Ruhr­ge­biet gedei­hen können“, sagt Dr. Aris­to­te­lis Nastos, einer der beiden Geschäfts­füh­rer des Grün­der­fonds Ruhr.

Dr. Sebas­tian Pünze­ler, Invest­ment Mana­ger bei copa­rion, ergänzt: „Fascio­tens wurde von prak­ti­zie­ren­den Chir­ur­gen für Chir­ur­gen entwi­ckelt und wird die medi­zi­ni­sche Versor­gung der Hoch­ri­si­ko­pa­ti­en­ten mit offe­nem Abdo­men signi­fi­kant verbes­sern, womit gleich­zei­tig die Aufent­halts­dauer der Pati­en­ten auf der Inten­siv­sta­tion redu­ziert werden kann.“

Entwi­ckelt wurde die neue Thera­pie „Fascio­tens Abdo­men“ von den Grün­dern und Geschäfts­füh­rern der Fascio­tens GmbH, den Chir­ur­gen Dr. Gereon Lill und Dr. Frank Beyer. Sie haben eine Vorrich­tung entwi­ckelt, die extern auf der Bauch­de­cke ange­bracht wird und die Bauch­wand­fas­zien in einem Span­nungs­zu­stand hält. Damit bieten sie eine Lösung für das chir­ur­gi­sche Problem des Bauch­ver­schlus­ses nach einem offe­nen Abdo­men. Lebens­be­droh­lich erkrankte Pati­en­ten können so mit gutem Erfolg behan­delt werden. Neben einer besse­ren Pati­en­ten­ver­sor­gung führt die Anwen­dung dieser neuar­ti­gen Thera­pie dazu, dass die Behand­lungs­kos­ten deut­lich sinken.
Zukünf­tig soll das Verfah­ren auch bei Säug­lin­gen mit einem ange­bo­re­nen Bauch­wand­de­fekt ange­wen­det werden.

Für die beiden Geschäfts­füh­rer ist die Betei­li­gung ein Glücksfall.
„Die Betei­li­gung von Grün­der­fonds Ruhr und copa­rion in Höhe von rund 2,6 Millio­nen Euro ermög­licht uns, die CE-Zulas­­sung und die erste klini­sche Anwen­dungs­stu­die zügig voran­zu­trei­ben, und den Markt­ein­tritt des ersten Produk­tes vorzu­be­rei­ten“, sagt Dr. Frank Beyer. „Zusätz­lich werden auch Mittel für die Entwick­lung weite­rer Produkte zur Verfü­gung gestellt.“

„Zusam­men mit den Inves­to­ren haben wir konkrete Meilen­steine etabliert und profi­tie­ren in der noch jungen Phase unse­res Unter­neh­mens von der Erfah­rung und dem Netz­werk unse­rer Inves­to­ren“, ergänzt Dr. Gereon Lill.

Die neue Thera­pie kommt auch in der Praxis gut an.
Prof. Dr. Kriegl­stein, Chef­arzt der chir­ur­gi­schen Klinik des St. Elisa­beth Kran­ken­hau­ses Köln-Hohen­­lind, erläu­tert: „Die Idee stammt aus der chir­ur­gi­schen Praxis und über­zeugt durch ihre Einfach­heit. Auf Grund der Erkran­kungs­schwere der Betrof­fe­nen trifft die Behand­lungs­form auf einen immensen medi­zi­ni­schen Bedarf.“

Foto (von links): Dr. Sebas­tian Pünze­ler (copa­rion), Dr. Gereon Lill und Dr. Frank Beyer (beide Fascio­tens), Dr. Aris­to­te­lis Nastos (Grün­der­fonds Ruhr).
Quelle: Initia­tiv­kreis Ruhr/Abdruck honorarfrei

Über den Grün­der­fonds Ruhr
Der Grün­der­fonds wurde gemein­sam von Initia­tiv­kreis Ruhr und NRW.BANK initi­iert und ist der erste durch regio­nale Indus­­trie- und Finanz­un­ter­neh­men finan­zierte, privat­wirt­schaft­li­che Früh­pha­sen­fonds des Ruhr­ge­biets. Der Fonds betei­ligt sich an inno­va­ti­ven und tech­no­lo­gie­ori­en­tier­ten Unter­neh­men aus den Bran­chen Life Science & Gesund­heit, Digi­tale Wirt­schaft, Chemie & neue Werk­stoffe, Ener­gie & Indus­trie sowie Logis­tik & Handel. Voraus­set­zun­gen sind gute Wachs­­tums- und Exit­per­spek­ti­ven sowie ein kompe­ten­tes Manage­ment. Als Multi-Corpo­­rate-Früh­­pha­­sen­­fonds eröff­net er zudem wich­tige Indus­trie­zu­gänge für die jewei­li­gen Port­fo­li­oun­ter­neh­men. www.gruenderfonds-ruhr.com

Über copa­rion
copa­rion ist ein Venture Capi­tal Inves­tor für junge, deut­sche Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men. Mit einem Fonds­vo­lu­men von 225 Mio. Euro trägt copa­rion signi­fi­kant zum schnel­len und nach­hal­ti­gen Wachs­tum bei. copa­rion unter­stützt unter­neh­me­ri­schen Weit­blick mit Know-how, ohne in das opera­tive Geschäft einzu­grei­fen. Durch die lang­jäh­rige Erfah­rung im Venture Capi­tal und im Aufbau von Unter­neh­men erkennt das copa­­r­ion-Team Poten­ziale und eröff­net neue Perspek­ti­ven. copa­rion bringt die Substanz, Ausdauer und Krea­ti­vi­tät mit, um auch schwie­rige Situa­tio­nen gemein­sam erfolg­reich zu meis­tern. copa­rion finan­ziert ausschließ­lich gemein­sam mit Co-Inves­­to­­ren. Der Fokus liegt auf der Start-Up- und jungen Wachs­tums­phase. Pro Unter­neh­men inves­tiert der Fonds bis zu 10 Millio­nen Euro, übli­cher­weise in mehre­ren Finan­zie­rungs­run­den zu je 0,5–5 Millio­nen Euro. Copa­rion hat Büros in Köln und Berlin.

Über Fascio­tens
Die Fascio­tens GmbH mit Sitz in Essen wurde 2016 von Dr. Gereon Lill und Dr. Frank Beyer gegrün­det. Sie entwi­ckelt inno­va­tive Produkte für die Chir­ur­gie. Dabei legen die Grün­der beson­de­ren Wert auf den direk­ten Kontakt zu den Anwen­dern in den Klini­ken, der aufgrund ihrer lang­jäh­ri­gen ärzt­li­chen Tätig­keit auf Augen­höhe erfolgt.

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