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Mittelstandsanleihen boomen – Stehen sie in Konkurrenz zu Private Equity?

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Beschreibung

Mittelstandsanleihen boomen – Stehen sie in Konkurrenz zu Private Equity?

Dr. Sven Jans­sen — Head of Capi­tal Markets Close Brothers Seyd­ler Bank AG, Frankfurt/Main

Kleineren mittelständischen Unternehmen war der Zugang zum Kapitalmarkt durch die Begebung einer Anleihe lange Zeit nur schwer möglich. Dies hat sich interessanterweise ausgerechnet im Zuge der Finanzmarktkrise verändert. Die Krise hat bei vielen Unternehmen die Beziehungen zu ihrer Hausbank stark belastet. In Folge der Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe sind in den letzten Jahren vermehrt Mittelständler direkt an den Kapitalmarkt herangetreten. Diese, für einige Emittenten aus der Not heraus geborene Lösung, hat sich inzwischen zu einem viel genutzten und etablierten Instrument der Unternehmensfinanzierung entwickelt. Parallel wurden an allen großen deutschen Börsen spezielle Segmente für Mittelstandsanleihen geschaffen.

Eigen- oder Fremdkapital?

Auch bei der Finanzierung mittelständischer Unternehmen muss grundsätzlich zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten unterschieden werden. Das Eigenkapital, welches im Mittelstand häufig in den Händen einer Familie liegt, steht voll in der Haftung für eventuelle Verluste des Unternehmens, partizipiert aber auch in Gänze am Gewinn.

Vereinfacht betrachtet ist das Eigenkapital der Teil der Passivseite der Bilanz, der nach Anrechnung sämtlicher Forderungen und Schulden übrig bleibt. Abstrahiert stellt es die einzubringende Leistung der Eigentümer der Gesellschaft dar. Die Eigenkapitalgeber besitzen das Unternehmen und sind auch für dessen Führung bzw. die Einsetzung von kompetenten Managern verantwortlich. Hierbei ist unter anderem die Eigentümerstruktur des Eigenkapitals entscheidend. Während im Fall einer polypolen Struktur mit großer Wahrscheinlichkeit externe Manager das Unternehmen führen, ist im Fall eines Einzeleigentümers bzw. einer zahlen- mäßig kleineren Eigentümerfamilie häufig ein Familienmitglied Geschäftsführer der Firma.

Fremdkapital ist grundsätzlich befristet und kündbar. Es begründet einen Vergütungsanspruch des Kapitalgebers gegenüber dem Emittenten und ist demgemäß nicht haftend. Im Gegensatz zum Eigenkapital fällt das Ausfallrisiko hier deutlich geringer aus, während zugleich kein Eigentum an der Firma besteht. Auf der Fremdkapitalseite standen dem Mittelstand klassischerweise als Finanzierungsinstrumente Bankdarlehen und juniore Darlehen, arrondiert von Invoice und Factoring Produkten zur Verfügung. Dazu kamen in den letzten Jahren vermehrt Schuldscheine und auch Unternehmensanleihen. Diese Instrumente können vor allem in ihrer Seniorität und damit dem Ausfallrisiko unterschieden werden.

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