Morpheus Space sammelt in Series A+ 15 Millionen USD ein
Dresden — Morpheus Space hat bei einer neue Finanzierungsrunde über 15 Millionen USD bei den Investoren Alpine Space Ventures, dem Europäischen Investitionsfonds, Lavrock, Morpheus Ventures, Pallas, Vsquared und weiteren eingesammelt. Damit soll die nächste Wachstums- und Innovationsphase des Unternehmens voran getrieben werden.
Da immer mehr Satelliten die Erdumlaufbahn bevölkern, benötigen Betreiber Antriebssysteme, mit denen sie Trümmer und andere Satelliten umfliegen können, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Morpheus Space löst dieses Problem mit elektrischen Triebwerken wie dem GO‑2, das für große Satellitenkonstellationen entwickelt wurde.
Morpheus hat kürzlich 15 Millionen US-Dollar an strategischen Finanzmitteln von Investoren wie Alpine Space Ventures, dem Europäischen Investitionsfonds, Lavrock, Morpheus Ventures, Pallas, Vsquared und anderen erhalten.
Dieses frische Kapital soll die Produktion am Hauptsitz in Dresden ankurbeln und mehr Talente an Bord holen, damit das Unternehmen noch schneller liefern kann.
Die Reloaded-Anlage in Dresden wird es uns ermöglichen, die Produktion auf 100 Einheiten pro Jahr zu skalieren, mit der Möglichkeit, auf 500 Einheiten zu erweitern, wenn die Kundennachfrage und die Konstellationsprogramme wachsen. Wir haben heute ein starkes Team und stellen weiterhin zusätzliches technisches Personal ein, um diese Produktionserweiterung zu unterstützen“, teilt CEO Kevin Lausten
Satelliten agil und sicher halten, während der Weltraum immer voller wird
Morpheus wurde 2021 an der Technischen Universität Dresden von Daniel Bock, István Lőrincz, Christian Schunk, Christian Boy und Philipp Laufer gegründet, allesamt Experten für deutsche Antriebstechnik.
Da das Team einen Bedarf an serienmäßig hergestellten Triebwerken sah, um mit den immer häufiger werdenden Starts Schritt zu halten, erweiterte es seine Aktivitäten und eröffnete eine Niederlassung in Kalifornien. Das GO‑2 und ähnliche Systeme liefern eine starke Schubkraft bei geringem Treibstoffverbrauch und eignen sich daher ideal für Manöver in stark frequentierten Umlaufbahnen.
Kevin Lausten: „GO‑2 zeichnet sich durch seine Zuverlässigkeit und Effizienz aus, die auf einem Design mit 40 vollständig unabhängigen Triebwerken basiert. Diese Redundanz verhindert die bei anderen elektrischen Antriebssystemen auftretenden Single-Point-Ausfälle. Jedes Triebwerk wird einzeln gesteuert und angetrieben und liefert über einen langen Zeitraum hinweg eine konstante, hocheffiziente Leistung. Das proprietäre metallische Treibmittel mit niedrigem Schmelzpunkt von GO‑2 reduziert die thermische Belastung und den Energiebedarf, und seine schnellere Aufheizzeit von 30 bis 45 Minuten im Vergleich zu bis zu 2 Stunden bei anderen Systemen bietet den Betreibern weitaus mehr Flexibilität.
Er fügt hinzu: „Das System ist außerdem einfach zu bedienen, da nur drei Schritte erforderlich sind, um den Antrieb zu starten, und es verwendet Kohlenstoffnanoröhren-Kaltkathoden, die den Stromverbrauch und die kurze Lebensdauer herkömmlicher thermischer Kathoden eliminieren.“
Während chemische Raketen ihren Treibstoff schnell verbrauchen, setzt Morpheus auf Elektroantriebe für eine länger anhaltende, nachhaltigere Leistung. Das Unternehmen hat bereits Konkurrenten wie ThrustMe, Exotrail und ArianeGroup bei der Produktion für Satellitenkonstellationen überholt.
Lausten fasst zusammen: „In einer Zukunft, die von autonomen, manövrierfähigen Satelliten-Konstellationen geprägt ist, sieht sich Morpheus Space als Rückgrat der Nachhaltigkeit im Orbit. Der hocheffiziente FEEP-Antrieb von GO‑2 liefert einen hohen Gesamtimpuls in einem kompakten Gehäuse, während seine 40 einzeln steuerbaren Triebwerke präzise, lang anhaltende Manöver ermöglichen, die die Konstellationen agil, reaktionsschnell und sicher halten.“
www.morpheus.space/company
Alpine Space Ventures
Alpine Space Ventures sammelte in seinem ersten Fonds 2024 insgesamt 170 Millionen Euro ein. Unter den Investoren waren der Europäische Innovationsfonds, der Investitionsfonds der Nato und einige Family Offices wie das Münchener Primepulse.
Der Risikokapitalgeber mit Sitz in München ist in seiner Ausrichtung bislang einmalig: Der Fonds investiert weltweit nur in Raumfahrt-Start-ups. Hinter dem Fonds stehen Bulent Altan und Joram Voelklein. — www.alpinespace.vc