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Management-Buy-out: DBAG investiert in Karl Eugen Fischer

Kate­go­rie: Private Equity
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13. Juni 2018

Frank­furt am Main — Die Deut­sche Betei­li­gungs AG (DBAG) betei­ligt sich an der Karl Eugen Fischer GmbH (KEF), dem welt­weit führen­den Unter­neh­men für die Entwick­lung und die Herstel­lung von Schneid­an­la­gen für die Reifen­in­dus­trie. Im Rahmen eines Mana­ge­­ment-Buy-outs wird der von der Deut­schen Betei­li­gungs AG bera­tene DBAG Fund VII die Mehr­heit der Anteile erwer­ben; sie werden von Fonds veräu­ßert, die von Equi­stone Part­ners Europe bera­ten werden. Die DBAG wird für ihre Co-Inves­­ti­­tion zunächst bis zu 23,5 Millio­nen Euro inves­tie­ren. Auf sie entfal­len in der Ziel­struk­tur künf­tig durch­ge­rech­net rund 20 Prozent der Anteile an dem Unter­neh­men. Weitere Anteile neben dem DBAG Fund VII wird das Manage­ment des Unter­neh­mens halten. Der Voll­zug des gestern unter­zeich­ne­ten Kauf­ver­trags ist für Ende dieses Monats vorge­se­hen. Über den Kauf­preis wurde Still­schwei­gen vereinbart.

Mit dem jüngs­ten Erwerb struk­tu­riert der DBAG Fund VII das vierte MBO seit Beginn der Inves­ti­ti­ons­pe­ri­ode des Fonds im Dezem­ber 2016. Mit einem Volu­men von gut einer Milli­arde Euro ist er der größte Private-Equity-Fonds, den eine deut­sche Private-Equity-Gesel­l­­schaft initi­iert hat und berät. Nach vier Trans­ak­tio­nen ist nun rund ein Drit­tel der Inves­ti­ti­ons­zu­sa­gen gebunden.

Reifen­her­stel­ler konfek­tio­nie­ren mit den von KEF (www.kefischer.de) produ­zier­ten Maschi­nen haupt­säch­lich mit Gummi beschich­tete Stahl­­draht- und Gewe­be­schich­ten (soge­nann­tes kalan­drier­tes Cord­ma­te­rial) für Reifen­kar­kas­sen und Reifen­gür­tel. Diese Schich­ten bilden das tragende Gerüst des Reifens und verlei­hen ihm Form und Fahr­sta­bi­li­tät. Sie werden mit Anla­gen aus KEF-Maschi­­nen präzise geschnit­ten. Seit der Entwick­lung der ersten Stahl­­cord-Schnei­­de­an­lage 1970 ist eine „Fischer­an­lage“ zu einem Gattungs­na­men gewor­den: Neun der zehn erfolg­reichs­ten Reifen­her­stel­ler welt­weit vertrauen inzwi­schen auf die Maschi­nen des Unter­neh­mens, dessen globa­ler Markt­an­teil rund 70 Prozent beträgt. Produ­ziert wird am Firmen­sitz in Burg­kunst­adt (Ober­fran­ken), wo mehr als 500 der insge­samt 545 Mitar­bei­ter beschäf­tigt sind. In den USA und in China gibt es jeweils eine Vertriebs- und Service­ge­sell­schaft. 2017 wurden 83 Millio­nen Euro umgesetzt.

Schneid­an­la­gen sind entschei­dend für den reibungs­lo­sen Produk­ti­ons­ab­lauf. KEF-Maschi­­nen sind dabei tech­no­lo­gisch führend: Sie zeich­nen sich etwa durch hohe Präzi­sion und geringe Mate­ri­al­ver­luste aus, beides wich­tige Erfolgs­fak­to­ren. Mit einer hohen Wert­schöp­fungs­tiefe stellt KEF sicher, dass die jeweils auf die Kunden­be­dürf­nisse ange­pass­ten Maschi­nen in der gewünsch­ten Quali­tät und im Zeit­rah­men gelie­fert werden können. Das Unter­neh­men arbei­tet mit seinen Kunden seit Jahr­zehn­ten in der Entwick­lung der Maschi­nen zusam­men und ist für etli­che Reifen­her­stel­ler bevor­zug­ter Liefe­rant. Auf Basis der heraus­ra­gen­den tech­no­lo­gi­schen Posi­tion soll KEF von der stei­gen­den Nach­frage nach Reifen und damit nach entspre­chen­den Produk­ti­ons­an­la­gen profi­tie­ren. Dazu wird im kommen­den Jahr in den Ausbau der Kapa­zi­tä­ten inves­tiert, zum Beispiel mit dem Bau einer weite­ren Monta­ge­halle in Burgkunstadt.

Maschi­­nen- und Anla­gen­bau und Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer sind zwei der vier Kern­sek­to­ren der Deut­schen Betei­li­gungs AG; allein in den vergan­ge­nen zehn Jahren hat die DBAG in zehn Unter­neh­men aus diesen beiden Sekto­ren inves­tiert. „Mit unse­rer Erfah­rung und unse­rem Fokus auf Betei­li­gun­gen an mittel­stän­di­schen Unter­neh­men sind wir der ideale Part­ner für das Unter­neh­men“, kommen­tiert Dr. Rolf Schef­fels, Vorstands­mit­glied der DBAG, die Trans­ak­tion. „Wir sehen ange­sichts der Inves­ti­ti­ons­pläne der Reifen­her­stel­ler und der Markt­ent­wick­lung weite­res Poten­zial für Karl Eugen Fischer“, so Dr. Schef­fels weiter.

„Unser Unter­neh­men profi­tiert seit der Veräu­ße­rung durch die Grün­der­fa­mi­lie vor mehr als zehn Jahren von der Beglei­tung durch Private Equity-Fonds – sie haben unser Geschäft unter­stützt“, erläu­tert Simone Thies. Die kauf­män­ni­sche Geschäfts­füh­re­rin verweist dazu auf das Wachs­tum von Umsatz und Zahl der Beschäf­tig­ten seit 2005 von durch­schnitt­lich fünf Prozent jähr­lich. Und weiter: „Wir sind sicher, dass wir auch mit der DBAG die Chan­cen nutzen können, die nicht nur im Markt­wachs­tum, sondern ange­sichts der großen Zahl instal­lier­ter Anla­gen auch in einem weite­ren Ausbau des Service­ge­schäfts liegen.“

Bera­ter DBAG: Gleiss Lutz
Für die Compli­ance-Bera­­tung der DBAG war ein Gleiss Lutz-Team um Dr. Eike Bicker (Feder­füh­rung, Part­ner) tätig, dem unter ande­rem die folgen­den Juris­ten ange­hör­ten: Marina Stoklasa, Domingo de Prada, Dr. Chris­toph Skou­pil (alle Compli­ance, Frank­furt), Dr. Moritz Holm-Hadulla (Part­ner), Dr. Domi­nik Braun, Dr. Vanessa Gehle (alle Kartell­recht, Stuttgart).
Bei der Deut­schen Betei­li­gungs AG hat Herr Florian Döring (Gene­ral Coun­sel) die Akqui­si­tion bera­ten und den Prozess koordiniert.

Gleiss Lutz berät die DBAG und andere inter­na­tio­na­len und natio­nale Private Equity-Inves­­to­­ren regel­mä­ßig bei der Betei­li­gung an zukunfts­träch­ti­gen Unter­neh­men, auch im Bereich des Venture Capital.

Über die DBAG
Die Deut­sche Betei­li­gungs AG ist eine börsen­no­tierte Private-Equity-Gesel­l­­schaft. Wir initi­ie­ren geschlos­sene Private-Equity-Fonds: Die DBAG-Fonds ermög­li­chen es insti­tu­tio­nel­len Anle­gern, in das Eigen­ka­pi­tal oder eigen­ka­pi­tal­ähn­li­che Instru­mente von nicht börsen­no­tier­ten Unter­neh­men zu inves­tie­ren. Die DBAG berät bezie­hungs­weise verwal­tet diese Fonds. Das heißt: Sie sucht, prüft und struk­tu­riert Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten. Wir verhan­deln Betei­li­gungs­ver­träge, beglei­ten die Port­­fo­­lio-Unter­­neh­­men während der Betei­li­gungs­zeit und gestal­ten den Veräu­ße­rungs­pro­zess. Mit den Mitteln aus unse­rer eige­nen Bilanz coin­ves­tie­ren wir an der Seite dieser DBAG-Fonds. Eine Aktie der DBAG verschafft damit den Zugang zu einem Port­fo­lio nicht börsen­no­tier­ter Unter­neh­men und zugleich zu einem erfolg­rei­chen Fonds-Beratungsgeschäft.

Unser Fokus liegt auf dem Mittel­stand. Ihre Geschäfts­mo­delle und Märkte sind es, mit denen wir uns seit Jahr­zehn­ten beschäftigen.

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