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Seed-Finanzierung für HQS Quantum Simulations

Kate­gorie: Venture Capi­tal
22. Okto­ber 2019

Karl­sruhe — HQS Quan­tum Simu­la­tions ermöglicht Chemie- und Mate­ri­al­wis­senschaftlern mit quan­ten­chemis­chen und fortschrit­tlichen Mate­ri­al­sim­u­la­tio­nen den Einsatz von mittel­fristig verfüg­baren NISQ-Prozes­­soren. UVC Part­ners, HTGF und btov führen die Seed-Finanzierungsrunde an.

Von der Entwick­lung leis­tungs­fähigerer Batte­rien bis hin zu hochef­fizien­ten Solarzellen ist die Suche nach neuen Mate­ri­alien mit spez­i­fisch vordefinierten Eigen­schaften von entschei­den­der Bedeu­tung. Bisher war unsere Fähigkeit, neue Mate­ri­alien mit Hilfe von Simu­la­tion­stools zu entwick­eln, durch den Mangel an ausre­ichen­der Rechen­leis­tung eingeschränkt. Die Entwick­lung neuer Mate­ri­alien erfordert das Verständ­nis der Mate­ri­aleigen­schaften auf der atom­aren Ebene, wo die Gesetze der Physik durch die Quan­ten­mechanik bestimmt werden. Selbst Super­­com­put­ing-Zentren können höch­stens winzige Quan­ten­prob­leme lösen. Mit dem Aufkom­men der Quan­ten­com­puter wird sich unsere Fähigkeit, völlig neue Mate­ri­alien zu entwick­eln, jedoch drastisch verän­dern.

HQS liefert die Soft­ware, um die kommende Revo­lu­tion in der rech­n­ergestützten Mate­ri­alkon­struk­tion zu erle­ichtern. HQS ist ein Spin-off des Karl­sruher Insti­tuts für Tech­nolo­gie und bietet Soft­ware für Quan­ten­com­puter an. Es wurde 2017 von Dr. Iris Schwenk, Dr. Sebas­t­ian Zanker, Dr. Jan Reiner und Dr. Michael Marthaler gegrün­det.

Die vier Grün­der hatten vier Jahre lang am KIT zusam­mengear­beitet und dann den Schritt gewagt, die Lücke zwis­chen Wissenschaft und Indus­trie zu schließen. Ursprünglich unter­stützt von den Angel-Inve­­s­toren Friedrich Hoepfner und Manfred Ziegler, hat HQS nun eine Seed-Runde von 2,3 Mio. € mit den erfahre­nen Deep-Tech-Inve­­s­toren UVC Part­ners, HTGF und btov abgeschlossen.

“Bei HQS treiben wir Inno­va­tio­nen voran, indem wir eine Gruppe von heraus­ra­gen­den Wissenschaftlern aus Physik, Chemie und Quan­ten­in­for­ma­tion in einem Arbeit­sum­feld zusam­men­brin­gen, das Kreativ­ität mit einem klaren Fokus auf die Produk­ten­twick­lung verbindet”, sagt COO Iris Schwenk. HQS strebt in den kommenden Quar­talen eine deut­liche Erweiterung des Teams an und lädt Top-Talente mit Fachkom­pe­tenz zur Bewer­bung ein.

“Die breite Exper­tise von HQS in den Bere­ichen Quan­ten-Deko­härenz, verrauschte Quan­ten­gat­ter und Festkör­per­physik macht sie ideal geeignet, um quan­ten­chemis­che und fortschrit­tliche Mate­ri­al­sim­u­la­tio­nen auf mittel­fristig verfüg­bare NISQ-Prozes­­soren zu über­tra­gen. Wir freuen uns darauf, wenn diese Simu­la­tio­nen schließlich zu über­lege­nen Ergeb­nis­sen führen, die einen Quan­ten­vorteil real­isieren”, sagt Chris­t­ian Reit­berger vom Team von btov Indus­trial Tech­nolo­gies.

HQS verfügt über gut etablierte Koop­er­a­tio­nen mit BASF, Bosch und Merck. Diese Koop­er­a­tio­nen verbinden die seit mehr als einem Jahrhun­dert in Deutsch­land sehr erfol­gre­iche Chemiein­dus­trie mit einem hochin­no­v­a­tiven Zukun­fts­feld. Quan­ten­com­puter können die Geschwindigkeit der Mate­ri­alen­twick­lung massiv erhöhen und sind daher eine kritis­che Tech­nolo­gie für die Chemiebranche.

“Die Nähe der HQS zu starken inno­v­a­tiven Unternehmen der chemis­chen Indus­trie war von großem Nutzen. Es hat uns ermöglicht, unsere Produkte mit einem klaren Blick darauf zu entwick­eln, was unsere Kunden tatsäch­lich brauchen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Entwick­lung nun von drei Inve­storen unter­stützt wird, die die Geduld haben, die für ein komplexes Feld wie das Quan­ten­com­put­ing notwendig ist”, sagt CEO Michael Marthaler.

“Das Team von HQS vere­int führende tech­nis­che und unternehmerische Fähigkeiten und ist damit gut posi­tion­iert, um Quan­ten­com­put­ing für seine Indus­triekun­den zugänglich zu machen”, sagt Benjamin Erhart, Part­ner bei UVC Part­ners.

Yann Fiebig, Senior Invest­ment Manager vom HTGF fügt hinzu: „Die Entwick­lun­gen der letzten Jahre im Quan­tum Comput­ing Bere­ich, eröff­nen ungeah­nte Möglichkeiten in den unter­schiedlich­sten Indus­trien. Mit diesem starken Inve­storenkon­sor­tium, hat HQS die richti­gen Part­ner gefun­den, um Quan­ten­sim­u­la­tio­nen unternehmerisch zu erschließen.“

Über HQS Quan­tum Simu­la­tions
HQS Quan­tum Simu­la­tions prog­nos­tiziert Mate­ri­aleigen­schaften mit Hilfe von Quan­ten­com­put­ern. Wir beschle­u­ni­gen Entwick­lungszyklen in der Chemie- und Phar­main­dus­trie. Quan­ten­com­puter können selbst für die leis­tungsstärk­sten Super­com­puter unmögliche Berech­nun­gen durch­führen. Aktuelle Quan­ten­com­puter leiden unter intrin­sis­chen Fehlern, die ihre Leis­tung einschränken. Wir bei HQS entwick­eln Algo­rith­men für Quan­ten­com­puter, die mit diesen Fehlern umge­hen können und es unseren Kunden ermöglichen, vom Leis­tungsvorteil der Quan­ten­com­puter früher als ihre Wettbe­wer­ber zu prof­i­tieren. Darüber hinaus bieten wir indi­vidu­elle Simu­la­tion­slö­sun­gen für konven­tionelle Computer mit einer Inte­gra­tion von High-End-Simu­la­­tion­s­meth­o­­den und der Möglichkeit, die kommenden Quan­ten­com­puter zu nutzen.

Über btov Part­ners
btov Part­ners, gegrün­det im Jahr 2000, ist eine europäis­che Venture Capi­­tal-Gesellschaft, die von Serial Entre­pre­neurs und Busi­ness Angels gegrün­det und finanziert wird und die sich auf indus­trielle Tech­nolo­gien und digi­tale Mark­t­führer der europäis­chen Wirtschaft konzen­tri­ert. Das Unternehmen verwal­tet ein Invest­mentvol­u­men von 420 Millio­nen Euro und prüft jährlich über 3.000 Investi­tion­s­möglichkeiten. Das Team von btov Indus­trial Tech­nolo­gies unter­stützt indus­triell rele­vante Firmen von Hard­ware­un­ternehmen mit Embed­ded Soft­ware bis hin zu Anbi­etern von Anwen­­dungs- und Infra­struk­tur­soft­ware für verschiedene Indus­trieseg­mente. Die Schw­er­punkte liegen in den Bere­ichen Robotik & autonome Fahrzeuge, Indus­trie 4.0 und indus­trielles IoT, cyber­physikalis­che Sicher­heit, Elek­tronik & Photonik, Addi­tive Manu­fac­tur­ing, Energiewand­lung und ‑speicherung und Medi­zin- und Quan­ten­tech­nolo­gien. Zu den vergan­genen Investi­tio­nen gehören Black­lane, Data Arti­sans, DeepL, Dyeman­sion, Effect Photon­ics, Elec­trochaea, ORCAM, Quanta, Raisin, SumUp, Volo­copter und XING. Weit­ere Infor­ma­tio­nen unter www.btov.vc/industrial-technologies.

Über Unternehmer­tum Venture Capi­tal Part­ners
Unternehmer­tum Venture Capi­tal Part­ners (UVC Part­ners) ist eine early-stage Venture Capi­­tal-Gesellschaft, die gezielt in tech­nolo­giebasierte Star­tups in den Bere­ichen Indus­trial Tech­nolo­gies, Enter­prise Soft­ware und Mobil­ity investiert. Pro Investi­tion­srunde werden € 0,5 – 3 Mio. investiert und in erfol­gre­iche Beteili­gun­gen bis zu € 12 Mio. insge­samt.
Port­fo­lioun­ternehmen prof­i­tieren von der umfan­gre­ichen Investi­­tions- und Exiter­fahrung des Manage­ment Teams und von der engen Zusam­me­nar­beit mit der Unternehmer­TUM, dem führen­den Inno­­va­­tions- und Grün­derzen­trum Europas. Mit seinen über 180 Mitar­beit­ern und mehr als 100 Indus­triepart­nern verfügt die Unternehmer­TUM über langjährige Erfahrung beim Aufbau junger Unternehmen. Durch die Part­ner­schaft kann UVC Part­ners Star­tups einen einzi­gar­ti­gen Zugang zu Talen­ten, Kunden und Part­nern bieten. Zum Port­fo­lio gehören Invest­ments wie FlixBus, Carjump (Free2Move), KONUX, Blick­feld, 3YOURMIND und Vimcar.
www.uvcpartners.com

Über Hoepfner Bräu
Die 1798 als Haus­brauerei gegrün­dete Hoepfner Bräu arbeitet heute als Entwick­ler hochw­er­tiger Immo­bilien und als Busi­ness Angel für Hi-Tech Star­tups. Hoepfner grün­dete das Cyber­Fo­rum, heute Europas führen­des Netzw­erk für Hi-Tech Star­tups, und war der erste Part­ner des Euro­pean Invest­ment Fund beim Euro­pean Angel Fund (EAF). Hoepfner unter­stützt HQS seit Ende 2018. https://hoepfner-braeu.de/hoepfner-strategie/beteiligungen/

Über High-Tech Grün­der­fonds
Der Seed­in­vestor High-Tech Grün­der­fonds (HTGF) finanziert Tech­nolo­gie-Star­­tups mit Wach­s­tumspo­ten­tial. Mit einem Volu­men von insge­samt 895,5 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem inter­na­tionalen Part­ner-Netzw­erk hat der HTGF seit 2005 bere­its mehr als 550 Star­tups begleitet. Sein Team aus erfahre­nen Invest­ment Managern und Startup-Experten unter­stützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entre­pre­neur­ial-Spirit und Leiden­schaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Grün­dun­gen aus den Branchen Soft­ware, Medien und Inter­net sowie Hard­ware, Automa­tion, Health­care, Chemie und Life Sciences. Über 2 Milliar­den Euro Kapi­tal investierten externe Inve­storen bislang in mehr als 1.400 Folge­fi­nanzierungsrun­den in das HTGF-Port­­fo­lio. Außer­dem hat der Fonds Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfol­gre­ich verkauft.

Zu den Inve­storen der Public-Private-Part­n­er­­ship zählen das Bundesmin­is­terium für Wirtschaft und Energie, KfW Capi­tal, die Fraun­hofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaft­sun­ternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingel­heim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteili­gungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Post­bank, QIAGEN, RWE Gener­a­tion SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Infor­matik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

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