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First Closing bei Medtech-Investor SHS: über 90 Mio. Euro für Fonds V

Kate­go­rie: Venture Capi­tal
20. Juli 2018

Tübingen – Die SHS Gesell­schaft für Betei­li­gungs­ma­nage­ment hat für ihren mitt­ler­weile fünften Fonds zum soge­nann­ten „First Closing“ Kapi­tal­zu­sa­gen in Höhe von über 90 Mio. Euro erhal­ten. Schnel­ler als erwar­tet hat der Tübinger Medi­­zin­­tech­­nik-Inves­­tor damit fast zwei Drit­tel der Ziel­marke von 150 Mio. Euro erreicht.

Auch die fünfte SHS-Fonds­­­ge­­ne­ra­­tion zielt auf die Life-Scien­ces- und Medi­­zin­­tech­­nik-Bran­che und damit auf den global wach­sen­den Gesund­heits­markt mit inno­va­ti­ven und star­ken Unter­neh­men, vor allem in Deutsch­land und der Schweiz. Geplant sind 12–15 Enga­ge­ments. Mit dem „First Closing“ schlie­ßen Fonds­ge­sell­schaf­ten eine erste Kapi­­tal-Sammel­­phase ab – in der Regel, wenn die Hälfte des gesam­ten Ziel­vo­lu­mens erreicht ist. Mit dem formel­len Abschluss dieser ersten Phase kann das einge­sam­melte Kapi­tal bereits in Unter­neh­men inves­tiert werden. Bis zum „Final Closing“ können sich Inves­to­ren noch am SHS V betei­li­gen. Rund die Hälfte der Inves­to­ren in SHS V hatten sich bereits an Vorgänger-Fonds der Tübinger beteiligt.

Die starke Nach­frage von insti­tu­tio­nel­len Inves­to­ren und Family Offices führt man bei SHS auf die Posi­tio­nie­rung als Sektor-Spezia­­list zurück. „Den Inves­to­ren möchten wir für ihr Vertrauen danken. Seit 25 Jahren am Markt konzen­trie­ren wir uns auf Betei­li­gun­gen an Unter­neh­men aus dem Medi­­zin­­tech­­nik- und Diagnos­­tik-Bereich. Wir haben große Bran­chen­er­fah­rung und viel Vertrauen aufge­baut, verfügen zudem über das notwen­dige Gespür für mach­bare Inno­va­tio­nen. Unsere Port­­fo­­lio-Unter­­neh­­men können auf ein etablier­tes Netz­werk von Indus­­trie-Exper­­ten, Kran­ken­kas­sen und medi­zi­ni­schen Meinungs­bild­nern bauen. Zudem unterstützen wir die Wert­ent­wick­lung der Unter­neh­men mit Inter­na­­tio­na­­li­­sie­rungs-Know-how sowie Exper­tise bei Fragen der Erstat­tung und der Regu­la­to­rik sowie bei der Anbah­nung von stra­te­gi­schen Part­ner­schaf­ten“, sagt Huber­tus Leon­hardt, SHS-Part­­ner und Geschäftsführer, der für das Fund­rai­sing verant­wort­lich zeichnet.

Expan­si­ons­fi­nan­zie­run­gen und Unter­­neh­­mens-Nach­­fol­­gen im Fokus
Mini­mal­in­va­sive Opera­ti­ons­ver­fah­ren, Robotik-gestützte Thera­pie­for­men oder digi­tale Lösungen für den Gesund­heits­be­reich sieht man in Tübingen als beson­ders inno­­va­­ti­ons- und wachs­tums­starke Felder. Die indus­tri­elle Kompe­tenz, die Verfügbarkeit gut ausge­bil­de­ter Inge­nieure, vor allem aber die enge Verzah­nung der Hoch­­­schul- und Forschungs­land­schaft mit der Wirt­schaft haben in Deutsch­land und der Schweiz ein gutes Klima in der Bran­che geschaffen.

„Wir sehen schon jetzt eine Viel­zahl stark wach­sen­der, junger wie etablier­ter Heal­th­­care- Unter­neh­men, an denen sich unser fünfter Fonds betei­li­gen könnte. Eine verschärfte Regu­lie­rung sowie hoher Inno­­va­­ti­ons- und Inter­na­tio­na­li­sie­rungs­druck führen in der Bran­che zu stei­gen­dem Kapi­tal­be­darf. Die zuneh­mende Komplexität im Gesund­heits­markt befördert Konzen­tra­ti­ons­pro­zesse. Zudem geht es bei eini­gen Unter­neh­men um eine gelin­gende Übergabe an die nächste Gene­ra­tion. Wir können hier als erfah­re­ner Part­ner Unter­neh­men ziel­ge­rich­tet und kompe­tent unterstützen“, sagt Leonhardt.

Laut SHS liegt die maxi­male Investitionshöhe des fünften Fonds pro Betei­li­gung bei 30 Mio. Euro. Gemein­sam mit Koope­ra­ti­ons­part­nern können Eigen­ka­pi­tal­trans­ak­tio­nen von bis zu 60 Mio. Euro durchgeführt werden. Dabei sind Mehr­heits- und Minder­heits­be­tei­li­gun­gen möglich. Expan­­si­ons- und Inno­­va­­ti­ons-Finan­­zie­run­­gen, Nach­fol­ge­si­tua­tio­nen und Gesell­schaf­ter­wech­sel stehen im Fokus. Den bishe­ri­gen Länder- Schwer­punkt auf Deutsch­land, Österreich und die Schweiz erwei­tert SHS um Skan­di­na­vien und die Benelux-Länder. Kapi­tal, langjährige Exper­tise, Markt­kennt­nisse sowie sein Netz­werk hatte SHS bei den Fonds-IV-Betei­­li­­gun­­gen einge­bracht – etwa bei EIT, einem 3D-Druck-Spezia­­lis­­ten für den Orthopädie-Bereich, beim österreichischen Robo­tik­un­ter­neh­men Tyro­mo­tion, das im Reha­bi­li­ta­ti­ons­be­reich aktiv ist, sowie beim Schwei­zer Herstel­ler von Kardio­lo­gie­pro­duk­ten SIS Medical.

Mit Inves­ti­tio­nen des Fonds SHS III konnte beispiels­weise das Bochu­mer Unter­neh­men phenox, das auf Tech­no­lo­gien zur Behand­lung neurovaskulärer Krank­hei­ten spezia­li­siert ist, erfolg­reich entwi­ckelt werden. Erst kürzlich meldete SHS den Verkauf der SHS III-Betei­­li­­gung AMW, einem in Warn­gau ansässigen Spezia­lis­ten für Wirk­­stof­f­a­b­­gabe-Systeme, an einen inter­na­tio­na­len Strategen.

Über die SHS Gesell­schaft für Betei­li­gungs­ma­nage­ment mbH
Die Tübinger SHS Gesell­schaft für Betei­li­gungs­ma­nage­ment inves­tiert in Medi­­zin­­tech­­nik- und Life-Science-Unter­­neh­­men mit Fokus auf Expan­si­ons­fi­nan­zie­run­gen, Gesell­schaf­ter­wech­sel und Nach­fol­ge­si­tua­tio­nen. Dabei geht SHS sowohl Minder­heits- als auch Mehr­heits­be­tei­li­gun­gen ein. Als erfah­re­ner Bran­chen­in­ves­tor unterstützt die 1993 gegründete SHS das Wachs­tum ihrer Port­­fo­­lio-Gesel­l­­schaf­­ten durch ein Netz­werk an Koope­ra­tio­nen, zum Beispiel bei der Einführung neuer Produkte, bei regu­la­to­ri­schen Themen oder beim Eintritt in weitere Märkte.

Zu den deut­schen und inter­na­tio­na­len Inves­to­ren der SHS-Fonds gehören etwa der Euro­pean Invest­ment Fund, berufsständische Versor­gungs­werke, Pensi­ons­fonds, Dach­fonds, Family Offices, Unter­neh­mer und das SHS- Manage­ment­team. Das Eigen­­ka­pi­­tal-Inves­t­­ment der AIFM-regis­­trierte Gesell­schaft beträgt bis zu 30 Millio­nen Euro. Trans­ak­tio­nen im mitt­le­ren zwei­stel­li­gen Millio­nen­be­reich können gemein­sam mit einem Netz­werk von Ko-Inves­­to­­ren umge­setzt werden. Geschäftsführende Part­ner bei SHS sind Rein­hilde Spat­scheck, Dr. Bern­hard Schirm­ers, Huber­tus Leon­hardt und Uwe Steinbacher.

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