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Editorials

 

SPACs – Money Goes Public

 
FYB 2022

In Zeiten nied­ri­ger Zinsen suchen Inves­to­ren neue Anla­ge­for­men. Seit kurzer Zeit sind die Special Purpose Acqui­si­tion Compa­nies (im Folgen­den kurz: „SPAC“) sehr popu­lär gewor­den. Dabei handelt es sich um Börsengesellschaften, die ledig­lich Geld beinhal­ten und daher häufig auch als „BlankoscheckUnternehmen“ bezeich­net werden. Über­ei­nen Zeit­raum von 18 bis 24 Mona­ten wird ein Ziel­un­ter­neh­men gesucht, mit dem die SPAC fusio­niert.2Das Zielunternehmen kann dabei einen Sitz im In- oder Ausland haben. Im Jahr 2020 waren rund 250 SPACs mit einem Gesamt­wert von 79 Milli­ar­den US-Dollar an der Börse notiert; im Januar 2021 stieg ihr Wert um 40 Milli­ar­den Dollar.3 Das Interesse an SPACs steigt insbe­son­dere in den USA, während euro­päi­sche Inves­to­ren noch zurück­hal­tend sind. Hunderte von SPACs sind derzeit auf der Suche nach zu über­neh­men­den Unter­neh­men, in den USA ca. 400.4Der Gang eines später opera­tiv täti­gen Unter­neh­mens an den Kapi­tal­markt bringt aller­dings nicht nur Chan­cen mit sich, sondern auch Heraus­for­de­run­gen, insbe­son­dere für das Zielunternehmen. Die nach­fol­gen­den Ausfüh­run­gen beleuch­ten die Anfor­de­run­gen und Heraus­for­de­run­gen bei einer SPAC-Tran­s­ak­­tion und geben einen Über­blick über die Entwick­lun­gen im deut­schen Umfeld.

I. Gründe für die Entste­hung von SPACs

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