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E‑Bike-Hersteller VanMoof sammelt weitere € 108 Millionen ein

1. Septem­ber 2021

Amster­dam — Der nieder­ländis­che E‑Bike-Hersteller VanMoof hat weit­ere 128 Millio­nen US-Dollar von Inve­storen erhal­ten – umgerech­net rund 108,5 Millio­nen Euro. Laut dem Unternehmen handelt es sich um “die größte Serie C‑Investition, die jemals für eine europäis­che E‑Bike-Marke getätigt wurde”.

Zusam­men mit den zwei vorheri­gen Finanzierungsrun­den im vergan­genen Jahr kommt VanMoof inzwis­chen auf eine Gesamt­fi­nanzierung von 182 Millio­nen Dollar (rund 154 Millio­nen Euro). Die jetzige Finanzierungsrunde wurde von Hill­house Invest­ment, einer in Asien ansäs­si­gen Private-Equity-Firma, ange­führt. Weit­erer Neuin­vestor ist Gillian Tans, der ehema­lige CEO von Booking.com. Eben­falls im Boot waren die beste­hen­den Inve­storen Norwest Venture Part­ners, Felix Capi­tal, Balder­ton Capi­tal und Triple­Point Capi­tal.

Die neuen Mittel wollen die Nieder­län­der dazu nutzen, die Produk­tion­ska­paz­itäten zu erhöhen, die Entwick­lung neuer Tech­nolo­gien fortzuset­zen und die Fahrrad­spez­i­fika­tio­nen und die Zuver­läs­sigkeit zu verbessern. “Wir erfinden, gestal­ten und über­ar­beiten jede Kompo­nente des Fahrrads neu. Das hat es noch nie gegeben und wird die Art und Weise, wie ein Fahrrad hergestellt, verkauft und gewartet wird, für immer verän­dern”, lässt Taco Carlier (Foto), Mitbe­grün­der von VanMoof verlauten. Dies wird maßge­blich dafür sein, in den näch­sten fünf Jahren 10 Millio­nen Menschen auf unsere Fahrräder zu brin­gen.”

VanMoof wurde 2009 von den Brüdern Taco und Ties Carlier gegrün­det, das Unternehmen bietet zurzeit die beiden E‑Bike-Modelle S3 und X3 an. Beide verfü­gen unter anderem über eine automa­tis­che elek­tro­n­is­che Schal­tung, eine inte­gri­erte Anti-Dieb­s­tahl-Tech­nolo­gie und die Ortungs­funk­tion “Apple Find My Network”. Die Preise starten bei 2.198 Euro.

Die hochw­er­ti­gen Räder des Amster­damer Star­tups verkauften sich bere­its gut, die Corona-bedingten Lock­downs haben aber zusät­zlich für einen Auftrags-Boom gesorgt. Die Verkauf­szahlen sollen sich in 2020 mehr als verdreifacht haben. Die „weltweite Fahrerge­mein­schaft“ bezif­ferte das Unternehmen in diesem Früh­jahr auf „150.000 Fahrer – Tendenz steigend“. Zu diesem Zeit­punkt hatte VanMoof Präsen­zen in Amster­dam, Berlin, London, New York, Paris, San Fran­cisco, Seat­tle und Tokio. Inzwis­chen seien Einzel­han­dels­stan­dorte in 50 Städten aufge­baut worden, teilt das Unternehmen mit. Als größten Wach­s­tums­markt hat VanMoof die USA iden­ti­fiziert.

Im April gab VanMoof einige Produk­t­neuheiten bekannt. So brachte der nieder­ländis­che E‑Bike-Hersteller dieses Jahr eine abnehm­bare Power­bank in den Handel, die Fahrern bis zu 100 Kilo­me­ter zusät­zliche Reich­weite auf den VanMoof-Rädern ermöglichen soll und die einfach in Innen­räu­men aufge­laden werden kann. Daneben verfü­gen die Räder neuerd­ings über ein sicht­bar­eres Matrix-Display, neu gestal­tete Schutzblechk­lap­pen und Pedale sowie eine bessere interne Verk­a­belung. Als Zube­hör sind zudem VanMoofs Fahrrad­boxen nun kompak­ter gestal­tet und enthal­ten 70% weniger Plas­tik.

„Seit der Mark­te­in­führung des S3 & X3 haben wir genau zuge­hört. Das Feed­back der Fahrer ist der Schlüs­sel zu unserer neuen Tech­nolo­gie“, so Taco Carlier. „Unsere Fähigkeit, diese schnell einzubauen, ist das, was VanMoof einzi­gar­tig macht.“ Diese Schnel­ligkeit führen die Carlier-Brüder auf ihre vertikale Liefer­kette zurück, die vom Design über das Engi­neer­ing der Kompo­nen­ten bis hin zum Vertrieb alles vere­int. So könne man sein Produkt ständig aktu­al­isieren.

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