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DBAG Konzernergebnis: 12,6 Mio. Euro nach neun Monaten

Kate­gorie: Private Equity
9. August 2019

Frank­furt am Main — Die Deutsche Beteili­gungs AG (DBAG) schließt die ersten neun Monate des Geschäft­s­jahres 2018/2019 mit einem Konz­ern­ergeb­nis von 12,6 Millio­nen Euro ab. Grund für den deut­lichen Rück­gang im Vergle­ich zum entsprechen­den Vorjahreszeitraum, als das Konz­ern­ergeb­nis 27,7 Millio­nen Euro betrug, ist das niedrigere Ergeb­nis aus dem Beteili­gungs­geschäft: Ein niedrigeres Bewer­tungsergeb­nis konnte durch posi­tive Ergeb­nis­beiträge aus Veräußerun­gen nicht voll­ständig kompen­siert werden.

In ihrem Halb­jahres­bericht 2018/2019 hatte die DBAG berichtet, dass die meis­ten Port­­fo­lio-Unternehmen für 2019 höhere Umsätze und Ergeb­nisse budgetiert hatten und sich auf einem guten Weg sehen. Daran hat sich grund­sät­zlich nichts geän­dert. Mittler­weile haben sich allerd­ings die Anze­ichen für ein Nach­lassen der wirtschaftlichen Dynamik verstärkt – zum Teil auch durch die schwe­len­den glob­alen Handel­skon­flikte. Dies führt bei eini­gen Port­­fo­lio-Unternehmen zu niedrigeren Ergeb­nis­sen als erwartet und wirkt sich damit nega­tiv auf die Bewer­tung der Port­­fo­lio-Unternehmen und das Ergeb­nis aus dem Beteili­gungs­geschäft aus. Insbeson­dere im drit­ten Quar­tal des laufenden Geschäft­s­jahres ergab sich außer­dem ein nega­tiver Ergeb­nis­beitrag aus der Verän­derung der Verschul­dung der Port­­fo­lio-Unternehmen. Bei einem Port­­fo­lio-Unternehmen hatte sich zum Beispiel die Finanzierung eines Zukaufs auf seinen Verschul­dungs­grad und in der Folge auf seine Bewer­tung ausgewirkt.

Allerd­ings zahlt sich aus, dass das Port­fo­lio der DBAG diver­si­fiziert ist. „Der konjunk­turellen Eintrübung in verschiede­nen Branchen stehen posi­tive Entwick­lun­gen bei Port­­fo­lio-Unternehmen aus anderen Branchen gegenüber. So haben sich zuletzt zum Beispiel die Beteili­gun­gen im Telekom­mu­nika­tion­ssek­tor mit Fokus auf schnellem Inter­net sehr erfreulich entwick­elt“, heißt es in der heute veröf­fentlichten Quar­talsmit­teilung der DBAG. Im Saldo ergab sich in den ersten neun Monaten aus der oper­a­tiven Entwick­lung der Port­­fo­lio-Unternehmen, also aus der Ergeb­nisverän­derung und Verschul­dung, ein Ergeb­nis­beitrag in Höhe von 6,2 Millio­nen Euro, nach 13,3 Millio­nen im entsprechen­den Vorjahreszeitraum.

Die nach dem Stich­tag vere­in­barten Veräußerun­gen der Beteili­gun­gen an Infi­ana und Novo­press haben mit 13,7 Millio­nen Euro posi­tiv zum Konz­ern­ergeb­nis beige­tra­gen. In beiden Fällen über­stieg der erzielte Veräußerungser­lös den Wertansatz der Beteili­gun­gen zum 31. März 2019. Die entsprechen­den Wert­beiträge wurden in der Bewer­tung der beiden Beteili­gun­gen zum 30. Juni 2019 berück­sichtigt. „Die jüngst vermelde­ten Veräußerun­gen unter­stre­ichen einmal mehr den Erfolg unserer Investi­tion­stätigkeit“, kommen­tierte Susanne Zeidler, Finanzvor­stand der DBAG, im Rahmen der Veröf­fentlichung des Quar­talsab­schlusses. Und weiter: „Das einge­set­zte Kapi­tal haben wir in beiden Fällen vervielfacht. Unser Erfolg zeigt sich also nicht im Bewer­tungsergeb­nis eines einzel­nen Quar­tals, sondern steht erst nach mehreren Jahren fest, wenn wir eine Beteili­gung wieder veräußern.“

Zu Beginn des laufenden Geschäft­s­jahres hatte der teils massive Rück­gang der Ergeb­nis­mul­ti­p­lika­toren börsen­notierter Vergle­ich­sun­ternehmen, die die DBAG zur Bewer­tung ihrer Port­­fo­lio-Unternehmen heranzieht, das Konz­ern­ergeb­nis stark belastet. Nach einer deut­lichen Erhol­ung der Bewer­tungs­mul­ti­p­lika­toren im zweiten und drit­ten Quar­tal war dieser Kapi­tal­mark­t­ef­fekt zum 30. Juni 2019 wieder nahezu neutral.

Das Ergeb­nis vor Steuern des Segments Private Equity-Invest­­ments erre­ichte nach den ersten neun Monaten des Geschäft­s­jahres 11,0 Millio­nen Euro und lag damit 12,5 Millio­nen Euro unter dem Segmentergeb­nis des vergle­ich­baren Vorjahreszeitraums. Grund dafür war das deut­lich niedrigere Ergeb­nis aus dem Beteili­gungs­geschäft. Das Segment Fonds­ber­atung entwick­elte sich mit einem Ergeb­nis vor Steuern von 1,6 Millio­nen Euro, nach 4,2 Millio­nen Euro im entsprechen­den Vorjahreszeitraum, schlechter als geplant. Die Erträge aus der Verwal­tung und Beratung des DBAG Fund VI, DBAG Fund V und DBAG ECF waren wie erwartet rück­läu­fig. Hinzu kamen allerd­ings nicht geplante Aufwen­dun­gen, höhere Aufwen­dun­gen für nicht abgeschlossene Transak­tio­nen und ein höherer Person­alaufwand durch vari­able Vergü­tun­gen für Mitar­beiter der DBAG nach erfol­gre­ichen Veräußerun­gen und neuen Beteili­gun­gen. Das Konz­ern­ergeb­nis in Höhe von 12,6 Millio­nen Euro führte in den ersten neun Monaten zu einer Eigenkap­i­tal­ren­dite von 3,1 Prozent.

Angesichts zunehmender makroökonomis­cher Unsicher­heiten hat die DBAG am 10. Juli 2019 ihre Prog­nose für das laufende Geschäft­s­jahr reduziert. Sie erwartet für das Geschäft­s­jahr 2018/2019 – unter der Prämisse stabiler Bewer­tungsver­hält­nisse am Kapi­tal­markt – ein zumin­d­est posi­tives Konz­ern­ergeb­nis.

Die DBAG hat auch im drit­ten Quar­tal 2018/2019 an der Seite des DBAG Fund VII investiert. Das MBO des IT-Dien­stleis­­tung­­sun­ternehmens Cloud­flight war die siebte Beteili­gung des Fonds. Mit der Erfül­lung der rechtlichen Voraus­set­zun­gen konnte im drit­ten Quar­tal auch die Beteili­gung an der Radi­olo­gie-Gruppe blikk voll­zo­gen werden. Damit sind rund 65 Prozent der Investi­tion­szusagen des DBAG Fund VII gebun­den, der seit Dezem­ber 2016 in mittel­ständis­che Unternehmen investiert. „Deshalb blicken wir auch unverän­dert zuver­sichtlich in die Zukunft“, bekräftigte Finanzvor­stand Susanne Zeidler. „Mit den Investi­tio­nen haben wir die Grund­lage für zukün­ftige Erfolge geschaf­fen.“

Über die DBAG
Die börsen­notierte Deutsche Beteili­gungs AG initi­iert geschlossene Private-Equity-Fonds und investiert an der Seite der DBAG-Fonds in gut posi­tion­ierte mittel­ständis­che Unternehmen mit Entwick­lungspoten­zial. Einen Schw­er­punkt legt die DBAG auf die Indus­triesek­toren, in denen der deutsche Mittel­stand im inter­na­tionalen Vergle­ich beson­ders stark ist. Mit dieser Erfahrung, mit Know-how und Eigenkap­i­tal stärkt sie die Port­­fo­lio-Unternehmen darin, eine langfristige und wert­steigernde Unternehmensstrate­gie umzuset­zen. Der unternehmerische Investi­tion­sansatz macht die DBAG zu einem begehrten Beteili­gungspart­ner im deutschsprachi­gen Raum. Das vom DBAG-Konz­ern verwal­tete und beratene Kapi­tal beträgt rund 1,7 Milliar­den Euro.

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