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Buy & Build-Aktivität: im 1. Halbjahr 2019 Höchststand seit 20 Jahren

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4. Dezem­ber 2019

München, London, Paris — Laut dem aktu­el­len euro­päi­schen Buy & Build-Moni­­tor der Private Equity Gesell­schaft Silver­fleet Capi­tal hat die euro­päi­sche Buy & Build-Akti­­vi­­tät im ersten Halb­jahr 2019 ihren bisher höchs­ten Stand erreicht; dies ist größ­ten­teils auf die erhöhte Akti­vi­tät in den skan­di­na­vi­schen Ländern zurück­zu­füh­ren. Der Buy & Build-Moni­­tor zählt für das erste Halb­jahr 2019 368 Add-on-Akqui­­si­­ti­o­­nen; im ersten Halb­jahr 2018 waren es 338 Zukäufe. Die Buy & Build-Akti­­vi­­tät über­stieg sowohl Mid-Market‑M&A- als auch euro­päi­sche Buy-Out-Indi­­zes. Skan­di­na­vien war die aktivste Region und erholt sich damit von einem schwa­chen Jahr 2018. Das Verei­nigte König­reich und Irland verzeich­ne­ten eine gedämpfte Perfor­mance im Vergleich zu einem akti­ve­ren Gesamt­markt. Die Perfor­mance der DACH-Region war im Vergleich zum ersten Halb­jahr 2018 schwach

Der Buy & Build-Moni­­tor misst die welt­wei­ten Add-on-Akti­­vi­­tä­­ten von durch Private Equity-finan­­zier­­ten Unter­neh­men mit Haupt­sitz in Europa. Für das erste Halb­jahr 2019 wurde eine vorläu­fige Zahl1 von insge­samt 368 Add-ons mit einem Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men von 2,4 Milli­ar­den Euro ermit­telt, was gegen­über 338 Zukäu­fen im ersten Halb­jahr 2018 einen Anstieg von 9% bedeu­tet. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeich­nung durch Silver­fleet im Jahr 1998.

Acht Add-ons mit einem Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men von mehr als 65 Millio­nen Euro wurden im ersten Halb­jahr 2019 verzeich­net, im Vergleich zu neun Add-ons dieser Größen­ord­nung im ersten Halb­jahr 2018. Aller­dings gingen sowohl das gesamte Volu­men aller Trans­ak­tio­nen (auf 2,4 Milli­ar­den Euro) als auch das durch­schnitt­li­che Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men (auf 70 Millio­nen Euro) zurück2.

Buy & Build-Akti­­vi­­tät über­steigt Mid-Market‑M&A- und euro­päi­sche Buy-Out-Indizes
In den vergan­ge­nen Jahren lag das Volu­men der euro­päi­schen Add-on-Akqui­­si­­ti­o­­nen regel­mä­ßig hinter den Mid-Market‑M&A- sowie den euro­päi­schen Buy-Out-Indi­­zes zurück. Aller­dings gab es im ersten Halb­jahr 2019 mehrere Anzei­chen dafür, dass dieser Trend enden könnte, da die Anzahl der Add-ons beide Indi­zes überstieg.

Geogra­phi­sche­Trends
Die aktivste Region im ersten Halb­jahr 2019 war Skan­di­na­vien mit 72 Add-ons – was einem Wert entspricht, der zuletzt im ersten Halb­jahr 2017 verzeich­net wurde. Das Verei­nigte König­reich und Irland beleg­ten den zwei­ten Platz mit 58 Add-ons. Dies markiert einen star­ken Rück­gang gegen­über den Vorjah­ren und lässt sich unter Umstän­den auf Brexit-Beden­­ken zurück­füh­ren, die manche Unter­neh­men davon abhal­ten könn­ten, eine Buy & Build-Stra­­te­­gie in dieser Region zu verfolgen.

In Osteu­ropa, Südost­eu­ropa, Nord­ame­rika und den Bene­­lux-Ländern gab es einen merk­li­chen Anstieg der Add-on-Akti­­vi­­tät. Im Vergleich dazu verzeich­nete die DACH-Region – norma­ler­weise eine der Regio­nen mit der höchs­ten Buy & Build-Akti­­vi­­tät – eine schlech­tere Perfor­mance im Vergleich zum ersten Halb­jahr 2018, mögli­cher­weise aufgrund einer schwie­ri­ge­ren Gesamt­wirt­schafts­lage. Die iberi­sche Halb­in­sel und der Rest der Welt (mit Ausnahme von Nord­ame­rika) zeig­ten eben­falls einen Rück­gang der Aktivität.

In den Beob­ach­tungs­zeit­raum fällt auch eine Buy & Build-Tran­s­ak­­tion von Silver­fleet Capi­tal: Das Port­­fo­­lio-Unter­­neh­­men Prefere Resins kaufte die Mela­­min- und Para­­for­m­al­de­­hyd-Spar­­ten des Private-Equity-gestüt­z­­ten Chemie­kon­zerns INEOS zu. Damit konnte die Produkt­kom­pe­tenz der führen­den Gruppe rund um Phenol‑, Amino- und Mela­min­harze sowie hoch­wer­tige Deri­vate der Methanol-(C1)-Chemie noch einmal deut­lich gestei­gert werden.

Kürz­lich unter­stützte Silver­fleet die Fusion von Micro­gen und Touch­stone, um einen führen­den Tech­no­lo­gie­an­bie­ter für den Trust- und Corpo­rate Services-Markt zu schaf­fen. Der Zusam­men­schluss unter­liegt der Geneh­mi­gung der Wett­be­werbs­be­hörde. Der Deal wird im nächs­ten Buy & Build-Moni­­tor erscheinen.

Gareth Whiley, Mana­ging Part­ner von Silver­fleet Capi­tal, kommen­tiert die Ergeb­nisse: „Die Add-on-Akti­­vi­­tät in Europa im ersten Halb­jahr 2019 hat seit Beginn unse­rer Erhe­bung im Jahr 1998 ihren Höchst­stand erreicht. Inter­es­san­ter­weise zeigt sich auch, dass der bishe­rige Gleich­klang der Add-on-Akti­­vi­­tät mit der Betrieb­sam­keit am Private-Equity- und M&A‑Markt vorerst been­det sein könnte – denn für diese zeich­net sich in den ersten sechs Mona­ten 2019 ein Abschwung ab. Buy & Build ist deshalb aus unse­rer Sicht und gerade in einem unsi­che­ren Umfeld umso mehr ein beson­ders geeig­ne­tes Wert­stei­ge­rungs­mit­tel für Private-Equity-Investoren.“

Den voll­stän­di­gen Report finden Sie hier: https://www.silverfleetcapital.com/assets/filemanager/content/buy-and-build-monitor/2019H1_buy_and_build_report.pdf

Die Metho­dik
Die im Silver­fleet Buy & Build-Moni­­tor verwen­de­ten Daten werden von Merger­mar­ket aufbe­rei­tet. Sie umfas­sen ausschließ­lich Folge­ak­qui­si­tio­nen von Unter­neh­men, deren Eigen­ka­pi­tal zu mehr als 30% von einem oder mehre­ren Private-Equity-Fonds gehal­ten wird und deren Plat­t­­form-Unter­­neh­­men in Europa ansäs­sig ist. Der Wert der Zukäufe muss 5 Millio­nen Euro über­stei­gen oder das Ziel­un­ter­neh­men muss einen Umsatz von mindes­tens 10 Millio­nen Euro aufwei­sen, um in die Wertung aufge­nom­men zu werden. Daten­sätze, die von ande­ren Bericht­erstat­tern gemel­det wurden, schei­nen diese Mindest­grö­ßen­schwelle nicht zu haben und sind daher nicht direkt vergleichbar.

Eine Heraus­for­de­rung dabei ist stets, dass die Daten aus dem jüngs­ten Quar­tal oft nicht voll­stän­dig sind. Gerade klei­nere Zukäufe sind noch nicht komplett erfasst, Details werden mitun­ter erst nach Abschluss unse­rer Analyse bekannt. Daher wird für diesen Report ein Pro-Forma-Aufschlag von 20% für die Zahlen des ersten Halb­jah­res 2019 ange­wandt, um Trend­aus­sa­gen tref­fen zu können. Unsere Analyse für das zweite Halb­jahr 2018 ergibt, dass dies der Anpas­sung entspricht, die erfor­der­lich gewe­sen wäre, um die Add-on-Akti­­vi­­tä­­ten im ersten Halb­jahr akku­rat einzuschätzen.

Dementspre­chend haben wir für die Zahlen des ersten Halb­jah­res 2019 einen Pro-Forma-Aufschlag von 62 Trans­ak­tio­nen addiert. Aller­dings ist es kaum möglich, aus den Pro-Forma-Zahlen detail­lierte Schluss­fol­ge­run­gen wie beispiels­weise regio­nale Aufschlüs­se­lun­gen zu ziehen – dieser Report enthält deshalb keine solchen Zahlen. Eben­falls zu beach­ten ist, dass mehrere poten­ti­ell rele­vante Trans­ak­tio­nen nicht in die Analyse mit aufge­nom­men wurden, da bei ihnen der Prozent­an­teil der Kapi­tal­be­tei­li­gung der betei­lig­ten Platt­for­men bzw. der Add-on-Akqui­­si­­ti­o­­nen nicht veröf­fent­licht worden ist.

2 2,4 Milli­ar­den Euro Gesamt-Tran­s­ak­­ti­on­s­­wert bei nur 35 Trans­ak­tio­nen, bei denen konkrete Zahlen veröf­fent­licht wurden (entspricht einem Anteil von 11% der Trans­ak­tio­nen). Die im Schnitt schwan­ken­den Trans­ak­ti­ons­werte sind vermut­lich auf den Trend zurück­zu­füh­ren, entspre­chende Zahlen nicht zu veröffentlichen.

Über Silver­fleet Capital
Silver­fleet Capi­tal ist als Private Equity-Inves­­tor seit mehr als 30 Jahren im euro­päi­schen Mid-Market aktiv. Das 32-köpfige Inves­t­­ment-Team arbei­tet von München, London, Paris, Stock­holm und Amster­dam aus.

Aus dem zwei­ten, 2015 mit einem Volu­men von 870 Millio­nen Euro geschlos­se­nen unab­hän­gi­gen Fonds wurden bereits zehn Invest­ments getä­tigt: The Masai Clot­hing Company, ein Groß- und Einzel­händ­ler für Damen­mode mit Haupt­sitz in Däne­mark; Coventya, ein fran­zö­si­scher Entwick­ler von Spezi­al­che­mi­ka­lien; Sigma Compon­ents, ein Herstel­ler von Präzi­si­ons­bau­tei­len für die Zivil­luft­fahrt mit Sitz im Verei­nig­ten König­reich; Life­time Trai­ning, ein Anbie­ter von Trai­nings­pro­gram­men mit Sitz im Verei­nig­ten König­reich; Pumpen­fa­brik Wangen, ein Herstel­ler von Spezi­al­pum­pen mit Sitz in Deutsch­land; Riviera Travel, ein Veran­stal­ter von beglei­te­ten Grup­pen­rei­sen und Kreuz­fahr­ten mit Sitz im Verei­nig­ten König­reich; 7days, ein deut­scher Anbie­ter für medi­zi­ni­sche Berufs­klei­dung; Prefere Resins, ein in Europa führen­der Phenol- und Amino­h­arz-Herstel­­ler, CARE Ferti­lity, ein führen­der Betrei­ber von Frucht­bar­keits­kli­ni­ken im Verei­nig­ten König­reich, und BOA Puri­fied & Flexi­ble Solu­ti­ons, ein führen­der Entwick­ler und Herstel­ler von maßge­schnei­der­ten, hoch­rei­nen Metall­schläu­chen für kriti­sche indus­tri­elle Anwendungen.

Silver­fleet Capi­tal unter­hält zudem ein auf klei­nere Mittel­stands­un­ter­neh­men spezia­li­sier­tes Inves­t­­ment-Team, das bereits zwei erfolg­rei­che Invest­ments getä­tigt hat: STAXS Conta­mi­na­tion Control Experts, einen in den Bene­­lux-Ländern führen­den Liefe­ran­ten für Rein­­raum-Zube­­hör (abge­schlos­sen im Januar 2019), und Micro­gen Finan­cial Systems, einen führen­den Anbie­ter von Soft­ware zur Trust- und Fonds­ver­wal­tung für die Treu­hand- und Unternehmensdienstleistungs-Branche.

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