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3i und Meag erwerben Lokomotiv-Verleiher Nederlands Spoorwegen

Kate­gorie: Private Equity
10. Mai 2019

Der Infra­struk­tur­in­vestor 3i kauft dem staatlichen nieder­ländis­chen Bahn­be­treiber Neder­lands Spoor­we­gen das Leasin­gun­ternehmen für Schienen­fahrzeuge Disa Assets ab. Disa ist Eigen­tümerin von 54 Dieselzü­gen, die sie langfristig an Abel­lio vermi­etet. An den Kauf des Unternehmens hat 3i die Refi­nanzierung des Disa-Geschäfts mit dem Geld insti­tu­tioneller Inve­storen angeschlossen. Über den Wert der Transak­tion ist nichts bekannt.

Die Über­nahme von Disa im Bieter­ver­fahren war eng an die erfol­gre­iche Refi­nanzierung des Leas­ing-Unternehmens gebun­den. Zu den neuen Inve­storen gehören die Meag Munich Ergo Asset Manage­ment, der gemein­same Vermö­gens­man­ager der Münch­ener Rück und der Ergo-Gruppe, sowie die Sumit­omo Mitui Bank­ing Corpo­ra­tion (SMBC). Letztere trägt mit einem klas­sis­chen Bankdar­lehen zum Finanzierungsmix bei, während die Meag in Schuld­ver­schrei­bun­gen investiert, die Disa begibt. Die Refi­nanzierung löst eine Kfw-Ipex-Kred­it­­fi­­nanzierung frühzeitig ab.

Der Vermö­gensver­wal­ter ist angesichts der niedri­gen Zinsen, die am Kapi­tal­markt zu real­isieren sind, auf der Suche nach alter­na­tiven langfristi­gen Anla­gen. Zum wieder­holten Mal investiert die Tochter der beiden Versicherer in Schienen­fahrzeuge. Die risikobe­d­ingt höheren Zinsen dieser Anla­gen resul­tieren daraus, dass die Fahrzeuge 24 Jahre fahren können, die öffentlichen Verkehrsverträge, die ihren Einsatz gewährleis­ten, allerd­ings nur 12 Jahre laufen. Die Inve­storen spekulieren also darauf, dass die Fahrzeuge danach wieder einge­setzt werden.

Die Konzes­sion für den Betrieb des Netzes in Mitteldeutsch­land hatte Abel­lio 2015 erhal­ten, seit Ende 2018 betreibt sie es. Mit neun Millio­nen Zugk­ilo­me­tern ist der Vertrag einer der größten im deutschen Schienen­per­so­nen­nahverkehr (SPNV). Abel­lio ist eben­falls ein Tochterun­ternehmen der nieder­ländis­chen Staats­bahn.

Berater 3i Euro­pean Oper­a­tional Projects Funds: Ashurst (Frank­furt)
Dr. Benedikt von Schor­lemer (Corporate/M&A), Derk Opitz (Finanzierung; beide Feder­führung), Dr. Maxi­m­il­ian Uibeleisen (Infrastruktur/M&A), Holger Mlynek (Infrastruktur/Öffentliches Wirtschaft­srecht), Dr. Philip Cavail­lès; Asso­ciates: Jan van Kisfeld, Jan Ischreyt (alle Corporate/M&A)

Berater Neder­landse Spoorwegen/NS Finan­cial Services
Clif­ford Chance (München): Markus Muhs (Feder­führung; Corporate/Private Equity), Dr. Christof Häfner (Bankrecht), Thorsten Sauer­her­ing, Dr. Dominik Engl (beide Steuer­recht; letztere drei Frank­furt); Asso­ciates: Dr. Wenzel Richter, Konstan­tin Heil­mann (beide Corporate/Private Equity)

Inhouse Recht (Utrecht): Bart van Horssen, Michel Hoogen­dorn, Ronald Klein Wassink, Osman Aksoy­can

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