ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

3 Fragen an kluge Köpfe

Welche Trends sehen Sie im IT-Sektor? Wo liegen aktuell die größten Chancen und Herausforderungen?

Dazu 3 Fragen an M. Grychta

Neuhaus Part­ners
Foto: M. Grychta | Neuhaus Partners
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24. Juli 2013

Vor allem High­­tech-Unter­­neh­­men finden oft den Weg zur Finan­zie­rung durch Wagnis­ka­pi­tal. Gleich­zei­tig betei­li­gen sich Inves­to­ren an der Vorrei­ter­rolle Deutsch­lands auf zahl­rei­chen tech­no­lo­gi­schen Gebie­ten, was auf lange Sicht die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men stei­gert und auch noch für die Siche­rung und Schaf­fung von Arbeits­plät­zen in Deutsch­land sorgt. – Wohing gehen die Trends? Welche Inno­va­tio­nen sind gefragt?


Dazu 3 Fragen an Mana­ging Part­ner bei Neuhaus Part­ners in Hamburg

1. Welche Trends sehen Sie derzeit im IT-Sektor?

Ein klarer Trend ist für mich derzeit nicht erkenn­bar. Die Entwick­lung in Sachen Inter­net geht nicht nur in eine Rich­tung. Nichts desto trotz passiert nach wie vor viel im Bereich „Mobile“, insbe­son­dere was die Entwick­lung neuer Apps für mobile Endge­räte betrifft.

Auch Enter­prise-Appli­ka­tio­nen und Enter­tain­ment-Anwen­dun­gen haben großes Poten­zial. Online Marke­ting und Werbung — spezi­ell im mobi­len Umfeld — sind ebenso große Themen. Wir sehen hier aber auch viele junge Unter­neh­men, die auf Basis einer SaaS-Platt­form Lösun­gen anbie­ten, die aus großen Daten­men­gen wich­tige und verwert­bare Erkennt­nisse für ihre Kunden schöp­fen – Stich­wort „Big Data“. Content Marke­ting ist ein weite­rer Bereich, der für Unter­neh­men immer wich­ti­ger wird – hier werden neben den Such­ma­schi­nen mehr und mehr die Social Media-Kanäle mit einzu­be­zie­hen sein. Und last but not least gibt es da ja noch das „Inter­net of Things“, in dessen Umfeld sich viele neue Geschäfts­ideen finden lassen.

2. Welche Heraus­for­de­run­gen und/oder Chan­cen sind damit verbunden?

Deutsch­land, allen voran Berlin, hat sich zu einer viel verspre­chen­den und star­ken Grün­der­szene im digi­ta­len Bereich entwi­ckelt. Missen die Geschäfts­ideen aber wirk­li­che Inno­va­tio­nen, lang­fris­tige Konzepte und skalier­bare Tech­no­lo­gien, werden sie es schwer haben Inves­to­ren zu über­zeu­gen und dauer­haft zu bestehen. 

3. Haben die USA im IT-Sektor die Nase vorne?

Die USA sind uns sicher­lich einen Schritt voraus, was das Ausschöp­fen von Chan­cen und Poten­zia­len der digi­ta­len Wirt­schaft betrifft. Allein die Größe und Homo­ge­ni­tät des US-ameri­ka­ni­schen Mark­tes macht es einem US-Startup erheb­lich einfa­cher, von Anfang an global zu agie­ren. Die Barrie­ren eines deut­schen bzw. euro­päi­schen Star­tups liegen hier auf der Hand. Hinzu kommen größere Finan­zie­rungs­run­den im US-Markt für junge Unter­neh­men, die damit schnel­ler durch­star­ten können, als ihre euro­päi­schen Pendants. Auch schei­nen tech­ni­sche Inno­va­tio­nen von der ameri­ka­ni­schen Bevöl­ke­rung schnel­ler ange­nom­men zu werden als bei uns. Und in der Debatte um ‚Copy­cats‘ dienen in der Regel US-Star­tups als Vorbil­der der so genann­ten deut­schen Kopien. Nichts desto trotz schauen ameri­ka­ni­sche Unter­neh­men und Inves­to­ren auch gern auf den euro­päi­schen und damit auch auf den deut­schen Markt, weil inno­va­tive Unter­neh­men hier güns­ti­ger zu erwer­ben sind.

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