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FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

3 Fragen an kluge Köpfe

Welche Entwicklung erwarten Sie für den PE-Markt in 2021?

Dazu 3 Fragen an Felix Homann

Novum Capi­tal
Foto: Felix Homann
23. März 2021

Man sieht wieder deut­lich mehr Aktiv­ität im Markt. Private Equity-Häuser können die Auswirkun­gen der Pandemie auf ihre Port­fo­lios inzwis­chen besser einschätzen und gegebe­nen­falls gegen­s­teuern. Es gibt nach wie vor viel Anlagekap­i­tal im Markt, weshalb Finanz­in­ve­storen wieder vermehrt Transak­tio­nen in Angriff nehmen. Wie wird sich der Markt in diesem Jahr entwick­eln?

1. Welche Entwick­lung erwarten Sie für den PE-Markt in 2021? Wie viele Deals streben Sie 2021 an?

Klas­sis­che Firmenkäufer – ob Private Equity-Fonds oder Konz­erne – haben nach wie vor sehr viel Geld. Vor allem deshalb erwarte ich weit­er­hin viele Transak­tio­nen in Deutsch­land. Vielle­icht nimmt der Deal Flow sogar zu, weil infolge der Wirtschaft­skrise mehr Firmen frisches Eigenkap­i­tal brauchen und Konz­erne die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft zählen­den Geschäfts­feldern beschle­u­ni­gen.

Allerd­ings ist die Zukunft vieler Kauf-Kandi­daten, insbeson­dere in zyklis­chen Branchen wegen der Corona-Krise deut­lich unsicherer, aber die Kauf­preise sind oft immer noch rela­tiv hoch. Wir hinter­fra­gen sehr kritisch, welche uns zum Kauf ange­bote­nen Unternehmen wir erwer­ben möchten. Doch es bleibt natür­lich dabei: Unser Auftrag ist, zu investieren – auch in schwieri­gen Zeiten.

Dieses Jahr haben wir schon zwei Verkäufe real­isiert: den Krefelder Schlack­en­ver­w­erter C.C. Umwelt und den Marzi­pan­her­steller Schluck­w­erder. Wenn 2021 noch zwei Käufe hinzukä­men, wären wir im Plan. Natür­lich würden wir diesen Plan gerne über­erfüllen. Mit unserem neuen Fonds stehen uns 150 Millio­nen Euro an Eigenkap­i­tal für vier bis sechs Transak­tio­nen zur Verfü­gung.

2. Wenn Private Equity-Unternehmen sehr viel Geld haben, wo ist dann das Prob­lem, wenn die Transak­tion­spreise hoch sind?

Je höher der Preis für ein Unternehmen ist, desto ambi­tion­ierter müssen die Busi­ness­pläne sein, mit denen das Unternehmen die Rendi­teer­wartun­gen der Inve­storen – zunächst theo­retisch – erfüllen kann. Doch wenn die Ambi­tio­nen über­hand­nehmen, steigt der Druck auf das Manage­ment und die gesamte Belegschaft enorm. Und wenn Busi­ness­pläne scheit­ern, weil sie über­am­bi­tion­iert waren, müssen das alle Beteiligten ausbaden: die Mitar­beiter, die Kred­it­ge­ber, die Fonds-Manager und deren Geldge­ber, Pensions­fonds und Versicherun­gen zum Beispiel.

3. Es heißt, Novum Capi­tal hätte schon lohnende Schnäp­pchen gemacht? Was zeich­net Sie aus?

Wir haben noch nie Schnäp­pchen gemacht – auch wenn es beim Verkauf eines Port­fo­lioun­ternehmens im Rück­blick für Außen­ste­hende vielle­icht so aussieht. In solche Beurteilun­gen fließt leider nur selten ein, welche unternehmerischen Risiken wir gemein­sam mit den Führungskräften unserer Port­fo­lioun­ternehmen einge­gan­gen sind, wie viele Nerven wir in Verän­derung­sprozessen gelassen und wie viel Kapi­tal wir in tech­nol­o­gis­che und betrieb­swirtschaftliche Verbesserun­gen investiert haben. Schnäp­pchen – das ist in unserem Geschäft wirk­lich ein ober­fläch­licher Begriff.

Wir suchen Unternehmen für das Novum Capi­tal-Port­fo­lio, die mindestens fünf Millio­nen Euro an EBITDA pro Jahr erwirtschaften. Wir sehen unser Poten­tial bei den Mid Caps. Dort sind hochk­las­sige Manager, hohe Beratungs­bud­gets, ausge­feilte Strate­gien und betriebliche Effizienz nicht allge­gen­wär­tig. Sonst wären die meis­ten zum Verkauf stehen­den Unternehmen wohl kaum im Ange­bot. In den genan­nten Defiziten liegt das Gestal­tungs- und Wert­steigerungspoten­zial, das wir suchen.

Novum Capi­tal ist erfahren darin, unter­schiedlich­ste Unternehmen­sprob­leme zu lösen und Erfol­gsstrate­gien mitzugestal­ten. Und wir haben die Kapaz­itäten, neben Kapi­tal auch Know-how einzubrin­gen. Gerade bei kleineren Unternehmen können wir sehr viel in rela­tiv kurzer Zeit beitra­gen, um diese Unternehmen zu erhal­ten, ihre Expan­sion zu fördern und letztlich ihren Wert nach­haltig zu steigern.

 

Über Novum Capi­tal

Novum Capi­tal investiert Kapi­tal von deutschen und inter­na­tionalen Pension­skassen, Versorgungswerken und Stiftun­gen in mittel­ständis­che Unternehmen mit bis zu 200 Millio­nen Euro Jahre­sum­satz. Damit trägt Novum Capi­tal dazu bei, dass die Kapi­tal­ge­ber ihre Begün­stigten weit­er­hin finanziell versor­gen und/oder ihrem Stiftungszweck umfänglich nachge­hen können.

Seine Port­fo­lioun­ternehmen unter­stützt Novum Capi­tal dabei, ihre Mark­t­po­si­tion zu verbessern, ihre Prof­itabil­ität zu erhöhen, den Nutzen ihrer Geschäftsmod­elle für die Gesellschaft zu erweit­ern – und den Unternehmenswert zu steigern. Dafür investiert Novum Capi­tal auch betrieb­swirtschaftliches Know-how – und Leiden­schaft.
www.novumcapital.com .

 

Über Felix Homann

Felix Homann ist seit 2012 bei Novum Capi­tal. Er hat das Unternehmen maßge­blich mitgestal­tet – insbeson­dere die Entwick­lung von Invest­ments auf Deal-by-Deal-Basis bis zu den ersten beiden insti­tu­tionellen Beteili­gungs­fonds (2017 und 2020) mit insge­samt 225 Mio. Euro Fondsvol­u­men. Intern koor­diniert er insbeson­dere Invest­ments in die Branchen: Dien­stleis­tun­gen,

Energie und Umwelt, Gesund­heitswirtschaft und Phar­mazie, Soft­ware und IT.

Vor seinem Eintritt bei Novum Capi­tal war er für die US-Invest­ment­bank Gold­man Sachs tätig. – Felix Homann hat einen Master of Engi­neer­ing in Elec­tri­cal and Elec­tronic Engi­neer­ing am Impe­r­ial College London erwor­ben und ist CFA® Char­ter­holder. Während seines Studi­ums war er Stipen­diat der Studi­en­s­tiftung des deutschen Volkes.

 

 

 

 

 

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