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3 Fragen an kluge Köpfe

Infrastruktur-Investments sind gefragt

Dazu 3 Fragen an R. von Kollmann

Solu­tio
Foto: R. von Koll­mann | Solutio
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11. Januar 2012

Die Bedeu­tung der Anla­ge­klasse Infra­struk­tur hat sich vielen Inves­to­ren noch nicht erschlos­sen. Insbe­son­dere, welche Rendi­ten und Risi­ken damit verbun­den sind und welche regio­na­len Beson­der­hei­ten in die Über­le­gun­gen mit einzu­be­zie­hen sind.


Dazu 3 Fragen an Vorstand bei der Solu­tio AG in München

1. Warum sind Invest­ments im Bereich Infra­struk­tur so attrak­tiv geworden?

Welt­weit gibt es einen enor­men Bedarf an Inves­ti­tio­nen in Trans­port­wege, Ener­gie­an­la­gen, Kommu­ni­ka­ti­ons­netze, Kran­ken­häu­ser usw. Nach Exper­ten­schät­zun­gen werden bis 2030 mehr als 41 Billio­nen US-Dollar in den Infra­struk­tur­be­reich flie­ßen. Die Staa­ten ziehen sich, nicht zuletzt wegen der Staats­schul­den­krise, aus der Finan­zie­rung immer mehr zurück, private Inves­ti­tio­nen oder Public-Private-Part­ners­hip sind gefragt. Die Anla­ge­klasse rückt immer stär­ker in den Fokus von insti­tu­tio­nel­len Anle­gern, weil sie sichere, konstante und weit­ge­hend konjunk­tur-unab­hän­gige Cash-flows ermöglicht.

Mit Infra­struk­tur-Invest­ments können Anle­ger im Vergleich zum Risiko attrak­tive Rendi­ten erzie­len. Das Port­fo­li­o­ri­siko lässt sich durch die Beimi­schung von Infra­struk­tur um bis zu 13,6 Prozent redu­zie­ren, wie eine von uns unter­stützte Studie der Inter­na­tio­nal Real Estate Busi­ness School (IREBS) an der Univer­si­tät Regens­burg ergab. Dabei wurden rund 800 nord­ame­ri­ka­ni­sche Infra­struk­tur-Trans­ak­tio­nen analy­siert. Eine weitere Studie zur Situa­tion in Europa ist in Arbeit.

2. Wer inves­tiert heute in Infrastruktur-Projekte?

Aufgrund der hohen Inves­ti­ti­ons­vo­lu­mina über­wie­gend insti­tu­tio­nelle Anle­ger wie Pensi­ons­fonds, Versi­che­run­gen, Stif­tun­gen und Banken. Kana­di­sche und austra­li­sche Pensi­ons­fonds haben die Attrak­ti­vi­tät der Asset­klasse als erste erkannt und inves­tie­ren heute schon bis zu zehn Prozent ihrer Gelder in Infra­struk­tur­pro­jekte. Insti­tu­tio­nelle Anle­ger in Europa holen auf, das spüren wir bei unse­rem aktu­el­len Infra­struk­tur-Dach­fonds APPIA – Global Infra­st­ruc­ture Port­fo­lio. Lead-Inves­to­ren sind hier eine deut­sche Versi­che­rung und die Pensi­ons­kasse eines Dax-Konzerns. Die Nach­frage war auch für uns über­ra­schend hoch; deshalb haben wir die Ziel­marke des Fonds von 200 auf 300 Millio­nen Euro erhöht. 

3. Was zeich­net Infra­struk­tur-Invest­ments im Vergleich zu Rohstof­fen, Aktien, Anlei­hen Real Estate oder Private Equity aus?

Neben einer attrak­ti­ven Gesamt­ver­zin­sung, die ein Inves­tor unter ande­rem durch die Illi­qui­di­täts­prä­mie erwar­ten kann, gene­rie­ren viele Infra­struk­tur-Assets laufende Erträge. Diese stehen Inves­to­ren als Divi­den­den­aus­zah­lun­gen zur Verfü­gung und liefern so einen Beitrag zur Deckung der laufen­den Auszah­lungs­ver­pflich­tun­gen (zum Beispiel eines Vorsorgevermögens).

Die laufen­den Erträge bei regu­lier­ten Assets sind in der Regel infla­ti­ons­in­de­xiert und stei­gen daher mit dem allge­mei­nen Preis­ni­veau. Die Anla­gen bieten auch durch ihren „Real Estate“-Charakter Schutz vor Infla­tion. Nicht zuletzt weist Infra­struk­tur eine geringe bzw. nega­tive Korre­la­tion mit herkömm­li­chen Anla­ge­klas­sen auf, was in einem Multi-Asset-Port­fo­lio zu sehr vorteil­haf­ten Effek­ten führen kann.

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