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Foto: Guy Ward Thomas, Partner bei DN Capital (Foto: DN Capital)

Wissensinfrastruktur: Seed-Runde für Interloom über € 14,2 Mio.

Foto: Guy Ward Thomas, Part­ner bei DN Capi­tal (Foto: DN Capital)
25. März 2026

München/ Berlin — Interloom, eine in München ansäs­sige Platt­form­für eine Wissens­in­fra­struk­tur für KI-Agen­­ten, die Exper­ten­wis­sen erfasst und in ein dauer­haf­tes Gedächt­nis für KI-Agen­­ten umwan­delt, sammelt Seed-Finan­­zie­rungs­­runde in Höhe von 14,2 Millio­nen Euro ein. Die Inves­ti­tion wurde von DN Capi­tal ange­führt, unter Betei­li­gung von Bek Ventures und dem bestehen­den Inves­tor Air Street Capital.

„KI-Agen­­ten rücken rasch an die Front, aber ohne das spezi­fi­sche Unter­neh­mens­wis­sen eines Unter­neh­mens werden sie weder die Antwor­ten noch die Fähig­keit haben, irgend­et­was zu auto­ma­ti­sie­ren“, sagt Fabian Jakobi, Grün­der und CEO von Interloom. „Wir stüt­zen ihre Entschei­dun­gen auf erfolg­rei­che Lösun­gen aus der Vergan­gen­heit – und stel­len so sicher, dass ihre Arbeit von echter opera­ti­ver Erfah­rung gelei­tet und durch fach­li­che Aufsicht gesteu­ert wird – wodurch ein Gedächt­nis entsteht, das dem Unter­neh­men für immer erhal­ten bleibt.“

Aktu­elle Berichte von EU-Star­t­ups heben mehrere vergleich­bare Trans­ak­tio­nen in diesem Segment hervor, darun­ter happy­ho­tel (Deutsch­land, 6,5 Millio­nen Euro für die Entwick­lung von KI-Agen­­ten für das Hotel-Reve­­nue-Mana­ge­­ment), Equixly (Italien, 10 Millio­nen Euro zur Skalie­rung KI-gesteu­er­­ter API-Sicher­heits­­­tests), Contents (Italien, 5,9 Millio­nen Euro zur Erwei­te­rung seiner KI-Work­f­low-Plat­t­­form), Rapi­data (Schweiz, 7,2 Millio­nen Euro zur Skalie­rung der Infra­struk­tur für mensch­li­ches Feed­back für KI) , Block­brain (Deutsch­land, 17,5 Millio­nen Euro zur Weiter­ent­wick­lung von KI-Agen­­ten für Unter­neh­men), Elyos AI (Groß­bri­tan­nien, 11,1 Millio­nen Euro zur Auto­ma­ti­sie­rung von Außen­­dienst-Work­f­lows), Toyo (Groß­bri­tan­nien, 3,6 Millio­nen Euro zur Entwick­lung siche­rer KI-Agen­­ten) und Plato (Deutsch­land, 12,2 Millio­nen Euro zur Auto­ma­ti­sie­rung von Vertriebs- und ERP-Workflows).

Zusam­men belau­fen sich diese Finan­zie­rungs­run­den auf rund 74 Millio­nen Euro, was den steti­gen Kapi­tal­zu­fluss in die Infra­struk­tur und Anwen­dun­gen für Unter­­neh­­mens-KI wider­spie­gelt. Deutsch­land sticht als beson­ders akti­ver Markt hervor, auf dem mehrere Finan­zie­rungs­run­den in dersel­ben Kate­go­rie stattfanden.

In diesem Umfeld steht Interlooms Fokus auf der Erfas­sung impli­zi­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Wissens und dessen Umwand­lung in ein bestän­di­ges opera­ti­ves Gedächt­nis im Einklang mit einem brei­te­ren Trend zur Verbes­se­rung der Zuver­läs­sig­keit und Kontext-Bewuss­t­­sein bei KI-Imple­­men­­tie­run­­gen in Unternehmen.

Unsere Erfah­rung mit Platt­for­men für Unter­­neh­­mens-KI-Agen­­ten wie Cognigy hat uns gezeigt, wie wich­tig der Kontext ist. Ein Agent ist nur so gut wie das spezi­fi­sche Wissen, auf das er sich stüt­zen kann. Das Problem ist, dass der Kontext dyna­misch und schlecht doku­men­tiert ist und in den tägli­chen Entschei­dun­gen der fach­kun­di­gen Mitar­bei­ter an vorders­ter Front lebt. Interloom zeich­nete sich dadurch aus, dass es einen Unter­neh­mens­kon­text­gra­phen aufbaute, der konti­nu­ier­lich reale Entschei­dun­gen und die tatsäch­li­che Arbeits­weise von Orga­ni­sa­tio­nen erfasst,“ fügt Guy Ward Thomas, Part­ner bei DN Capi­tal (Foto: DN Capi­tal), hinzu.

Interloom wurde 2024 gegrün­det und hilft Unter­neh­men dabei, das opera­tive Wissen ihrer Exper­ten zu erfas­sen und in eine Gedächt­nis­ebene für KI-Agen­­ten umzu­wan­deln. Durch die Analyse, wie reale Arbeit system- und team­über­grei­fend ausge­führt wird, baut die Platt­form ein Unter­neh­mens­ge­dächt­nis auf, das es Orga­ni­sa­tio­nen ermög­licht, komplexe Arbeits­ab­läufe zu auto­ma­ti­sie­ren und konti­nu­ier­lich zu verbessern.

Während KI-Agen­­ten rasante Fort­schritte machen, ist Interloom der Ansicht, dass Unter­neh­men Schwie­rig­kei­ten haben, sie im realen Betrieb einzu­set­zen, da diesen Syste­men eine grund­le­gende Kompo­nente fehlt: das Wissen darüber, wie die Arbeit tatsäch­lich erle­digt wird.

Diese entschei­den­den Erfah­run­gen blei­ben in den Köpfen der Mitar­bei­ter gespei­chert und gehen in Millio­nen von E‑Mails, Tickets und Gesprächs­pro­to­kol­len unter. — Interloom möchte diese fehlende Spei­cher­ebene bereit­stel­len.  Komplexe Probleme lösen Betriebs­exper­ten gemein­sam mit KI. Sobald ein Experte einen Fall gelöst hat, stellt Interloom sicher, dass zukünf­tige Mitar­bei­ter und KI-Agen­­ten Zugriff auf diese Infor­ma­tio­nen haben.

Interloom löst dieses Problem bereits für führende Unter­neh­men wie Zurich Insu­rance, JLL und Fiege und verar­bei­tet Millio­nen von Fällen, um diese „Kontext­lü­cke“ zu schließen.

Bera­ter DN Capi­tal und Bek Ventures bei Finan­zie­rung von Interloom: V 14

Alexis von Krue­de­ner, Simo­nié Schlombs, Lasse Rambow, Dr. Simon Pfefferle

Über V14

V14 ist eine auf Wachs­tums­ka­pi­tal, Tech­no­lo­gie und Medien spezia­li­sierte Rechts­an­walts­kanz­lei mit Sitz in Berlin.

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