Veridue startet KI-native Due-Diligence für Energie-Infrastruktur
London — In der Pre Seed-Runde Euro 4 Millionen für Veridue. — Veridue ist eine KI-native Plattform für Due Diligence und M&A die spezifisch für Energieinfrastruktur entwickelt wurde und ist jetzt offiziell verfügbar. Die Plattform beschleunigt Investitions- und Projektfinanzierungsprozesse. Vorausgegangen sind zwei Jahre Produktentwicklung und Validierung gemeinsam mit Entwicklern aus den Bereichen erneuerbare Energien und Rechenzentren, unabhängigen Stromerzeugern (IPPs) sowie Infrastruktur-Investoren.
Investoren verschafft die Plattform einen klaren Wettbewerbsvorteil: Sie prüfen ein Vielfaches an Opportunitäten, erkennen die attraktivsten Assets und schließen Transaktionen deutlich schneller ab. Mit unveränderter Teamgröße realisieren sie so mehr Transaktionen und handeln mit größerer Sicherheit im Entscheidungsprozess. Entwicklern verkürzt Veridue den Weg zur Investitionsreife und Finanzierbarkeit. Beide Seiten können damit zugleich schneller und sorgfältiger agieren.
Unterstützt wird der Launch von einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 4 Millionen US-Dollar – eine der größten europäischen Pre-Seed-Runden eines Energiesoftware-Unternehmens. Angeführt wurde die Runde von Episode 1 Ventures. Beteiligt waren zudem der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Pi Labs sowie namhafte Persönlichkeiten aus der Energie- und Technologiebranche, darunter Cameron Hepburn, Mitgründer von Aurora Energy Research, und Jeremy Palmer, ehemaliger CEO von QuantumBlack.
Marktumfeld
In Europa und den USA steigt die Nachfrage nach Energie weiter stark – getrieben von Rechenzentren, der Elektrifizierung und dem Fokus auf Energiesicherheit. Kapital ist ausreichend vorhanden. Ausgebremst wird der Ausbau jedoch durch langsame, kostenintensive und weitgehend manuelle Prozesse.
Immer mehr Energieinfrastruktur-Projekte suchen Kapital, unabhängige Stromerzeuger verlagern ihren Fokus von der Greenfield-Entwicklung auf Akquisitionen, und Investoren prüfen eine wachsende Zahl von Projekten, – von denen ein steigender Anteil wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Attraktive Opportunitäten zu erkennen und behebbare Probleme von grundlegenden Risiken zu unterscheiden, wird dadurch immer schwieriger.
Längere Wartezeiten bei Netzanschlüssen, Planungsrisiken und lange Vorlaufzeiten machen baureife und bereits in Betrieb befindliche Assets attraktiver als Greenfield-Projektentwicklung.
Gleichzeitig erhöhen hybride Assets – etwa Solar-PV- oder Windkraftanlagen in Kombination mit Batteriespeichern (BESS) – sowie regulatorische Veränderungen die Komplexität von Transaktionen erheblich. Co-located Storage, die Abhängigkeit von Merchant-Erlösen und kombinierte Erlösmodelle führen zu anspruchsvolleren Deals, die sich mit klassischen Due-Diligence-Ansätzen kaum noch bewerten lassen.
„Die Infrastruktur, die Europa braucht – erneuerbare Energien, Rechenzentren und Netzkapazitäten – ist eines der kritischsten Ausbauvorhaben unserer Generation. Das Kapital ist da, die Projekte sind in der Pipeline. Gefehlt hat bislang die Fähigkeit, Transaktionen in der Geschwindigkeit voranzutreiben, die dieser Moment verlangt. Genau diese Herausforderung adressiert Veridue“, sagt Timo Bertsch, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds.
Die Lösung von Veridue
„Wir haben Veridue als die Lösung entwickelt, die wir uns selbst gewünscht haben, als wir das Risiko solcher Entscheidungen selbst getragen haben. Veridue ist kein Chatbot, den man auf einen Datenraum ansetzt. Es handelt sich um eine KI, die auf einem proprietären Datensatz aus realen Transaktionen und deren Due-Diligence-Ergebnissen trainiert wurde und auf einer von uns selbst entwickelten Agentenschicht läuft, die deterministische Ergebnisse mit vollständiger Nachvollziehbarkeit liefert. Wir kombinieren die leistungsfähigsten und neuesten KI-Modelle mit unserer eigenen Technologie und menschlicher Expertise. Darüber hinaus arbeiten bei uns führende Energieexperten, die die KI-Ergebnisse validieren und ihr Urteilsvermögen einbringen – geprägt von jahrzehntelanger Erfahrung auf allen Seiten solcher Transaktionen. Deal-Teams erhalten so die Skalierbarkeit und Geschwindigkeit von KI, ohne Abstriche bei der Sorgfalt, für die sie verantwortlich sind“, sagt Daniel Csonth, CEO und Gründer von Veridue.
Veridue wurde 2024 von Daniel Csonth und Xander van den Eelaart gegründet. Csonth war zuvor als Investmentberater für den Energiesektor bei McKinsey tätig und begleitete Energie‑M&A‑Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 10 Milliarden US-Dollar in Europa, den USA und Asien. Van den Eelaart verantwortete zuvor als Head of Data Science bei SCOR unter anderem die Entwicklung agentenbasierter KI für das Underwriting von Versicherungen für Energie-Assets und für die Vertragsprüfung. Gegründet wurde Veridue um die komplexen Arbeitsabläufe hinter Transaktionen in der Energieinfrastruktur grundlegend neu zu denken.
Die Buy-side-Kunden von Veridue berichten von denselben Engpässen: Hohe Transaktionsvolumina, nicht realisierbare Projekte und ein zu optimistisch dargestellter Projektfortschritt erschweren es, mit begrenzten Teamkapazitäten gute Assets zu identifizieren und zu gewinnen. Spät entdeckte Probleme verursachen unnötige Beraterkosten und binden wertvolle Zeit. Die Folge sind hohe Opportunitätskosten und nicht investiertes Kapital. Auf der Sell-side wird es zunehmend schwieriger, komplexe Assets finanzierbar zu machen oder Projekte zu verkaufen.
Veridue ist speziell für die Energieinfrastruktur entwickelt und liefert Due Diligence auf institutionellem Niveau. Mit einem Klick macht die Plattform die Risiken, Chancen und Erkenntnisse sichtbar, die für Deal-Teams entscheidend sind. Kunden können damit:
mehr Opportunitäten prüfen und die besten Assets identifizieren, mit Überzeugung Wochen vor der Konkurrenz handeln – oder den Deal off-market sichern. mehr Deals gewinnen, mehr Kapital investieren, bessere Exits oder Finanzierungskonditionen für ihre Projekte erzielen.
Investoren, unabhängigen Stromerzeugern, Kreditgebern und Versicherern bietet Veridue ein Management ihrer Transaktionspipeline, priorisierte Deal-Empfehlungen auf Basis individueller Investitionskriterien sowie eine umfassende Due Diligence einschließlich einer Analyse der Projektentwicklung – in Stunden statt Wochen. Veridue liefert vertraute Formate wie Due-Diligence-Berichte oder Information Request Lists (IRLs).
„Teams, die ihre Due Diligence noch manuell durchführen, verlieren heute schon gegen präzisere und schnellere KI-gestützte Wettbewerber. Wir sehen ein hohes Transaktionsvolumen, und Veridue reduziert für uns Zeit und Kosten auf dem Weg zu Überzeugung und Exklusivität. So identifizieren wir bessere Opportunitäten und investieren mehr Kapital in qualitativ hochwertigere Assets“, sagt Daniel Szentirmai, CEO von Futureal Energy Partners.
Für Projektentwickler und Verkäufer bietet Veridue einen kostenlosen Datenraum von institutioneller Qualität, der sich automatisch in eine einheitliche Ordnerstruktur mit sauberer Dateibenennung sortiert – sowie einen Investment-Readiness-Report, eine Vendor Due Diligence (VDD) und einen Teaser nach höchstem Marktstandard. So können Verkäufer ihre Projekte schneller investitionsreif und bankfähig machen, ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Käufern und Kreditgebern stärken und letztlich bessere Angebote sichern.
Anstatt mehrere Einzellösungen kaufen zu müssen und den wichtige Deal-Informationen mühsam aus E‑Mails, Excel-Trackern, PDFs und isolierten KI-Chatverläufen zusammenzutragen, können mit Veridue alle Beteiligten einer Transaktion ihren gesamten Prozess in einer einzigen KI-nativen Lösung abwickeln – von der Origination und dem Deal-Screening über Datenraum, Q&A und Due Diligence bis zum Investment-Committee ‑Memos und darüber hinaus.
„Überzeugt hat uns das tiefe Verständnis des Teams für die Herausforderungen im Markt für erneuerbare Energien. Die Gründer haben zwei Jahre in eine fokussierte, speziell zugeschnittene Lösung investiert, die sich daran orientiert, wie Transaktionen in der Energieinfrastruktur tatsächlich ablaufen – und nicht in eine generische KI-Plattform, der Deal-Teams schlicht nicht vertrauen können. Veridue ist führend in einem Markt, der in den kommenden 15 Jahren voraussichtlich mindestens 15 Billionen US-Dollar an Investitionen anziehen wird. Deshalb investieren wir in diesen einzigartigen Ansatz“, sagt Adrian Lloyd, General Partner bei Episode 1.
Über Veridue
Veridue ist die KI-native Due-Diligence- und M&A‑Plattform, die speziell für Energieinfrastruktur und Rechenzentren entwickelt wurde. Sie beschleunigt Investitionen und Projektfinanzierungen für Investoren, unabhängige Stromerzeuger (IPPs), Projektentwickler, Kreditgeber und Versicherer: Käufer steigern ihre Renditen, indem sie hochwertigere Assets identifizieren und mehr Deals gewinnen; Eigentümer und Verkäufer bringen ihre Projekte schneller zur Bankfähigkeit oder zu einem besseren Exit.
Veridue überführt langsame, manuelle und kostenintensive Transaktionsprozesse, die mit steigendem Volumen und wachsender Komplexität nicht mehr Schritt halten, in das Zeitalter der KI. Über den gesamten Lebenszyklus einer Transaktion dient die Plattform als zentrale Informationsquelle – von der Origination und dem Deal-Screening über den virtuellen Datenraum und Q&A bis zur Due Diligence und darüber hinaus.
Veridue kombiniert die neuesten KI-Modelle mit einer proprietären, deterministischen Agentenschicht, die anhand tausender Risikofaktoren trainiert ist, und einer menschlichen Schicht, die das Urteilsvermögen eigener Spezialisten für Energietransaktionen einbringt. So entstehen strukturierte Datenräume, geprüfte Transaktionschancen und eine vollständige Due Diligence in Stunden statt Wochen. Das Ergebnis ist eine unabhängige, objektive Grundlage, um Kapital im großen Maßstab in finanzierbare Energieinfrastruktur zu lenken – und Deal-Teams, die zugleich schneller und sorgfältiger arbeiten. — www.veridue.ai
Über Episode 1 Ventures
Episode 1 ist eine in London ansässige Venture-Capital-Gesellschaft, die B2B-Software-Gründer in der Pre-Seed- und Seed-Phase in Großbritannien und Europa unterstützt – mit dem Ziel, sie erfolgreich bis zur Series A zu begleiten.
Seit 2013 hat Episode 1 ein Portfolio von mehr als 65 Unternehmen aufgebaut, darunter Carwow, Lawhive, Ori, Raft, FatMap, Touch Surgery, Fluidstack, CloudNC, Mimica, Passfort, Mantic, StackOne und Refute. 73 Prozent der Portfoliounternehmen haben anschließend eine Series-A-Runde realisiert.
Besonders ist der hybride Ansatz aus menschlicher Expertise und maschineller Analyse: Athena, die proprietäre KI-Datenplattform des Unternehmens, wurde über vier Jahre von General Partner Adam Shuaib, PhD, entwickelt. Sie analysiert den digitalen Fußabdruck junger Unternehmen auf Basis eines Trainingsdatensatzes mit mehr als 15.000 europäischen Start-ups. Episode 1 erkennt außergewöhnliche Gründer dadurch früher, reduziert Verzerrungen und trifft präzisere Portfolioentscheidungen.
Die Erkenntnisse von Athena bilden die Grundlage für den Outlier Quotient™ – den Ansatz von Episode 1, um Gründer zu identifizieren, die nicht dem Konsens entsprechen und nicht in das konventionelle Venture-Capital-Raster passen: geprägt von frühen Widrigkeiten, ungewöhnlichen Karrierewegen und eigenständigem Denken.
Mehr als 40 Prozent der Gründer im Episode-1-Portfolio wären über traditionelle Sourcing-Methoden nicht gefunden worden. Gründer mit einem hohen Outlier Quotient™ erreichen dreimal so häufig eine Series A wie im Branchendurchschnitt.