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Foto: Die Gründer der B&L Gruppe, v.l.:  Albert H. K. Büll  Dr. Cornelius Liedtke (Foto © B&L Gruppe)

US-Finanzinvestor KKR beabsichtigt Encavis zu übernehmen

Foto: Die Grün­der der B&L Gruppe, v.l.: Albert H. K. Büll Dr. Corne­lius Liedtke (Foto © B&L Gruppe)
9. April 2024

New York/ Hamburg — Der ameri­ka­ni­sche Private Equity-Inves­­tor KKR hat ein Ange­bot in Höhe von 2,8 Mrd. € (3 Mrd. $) für die Über­nahme des deut­schen Herstel­lers von erneu­er­ba­ren Ener­gien Enca­vis unter­brei­tet. Enca­vis mit Sitz an der Großen Elbstraße in Hamburg betreibt mehr als 300 Wind- und Solar­parks in ganz Europa — die meis­ten davon in Deutschland.

Die KKR-Toch­­ter Blitz 21–823 (BidCo) hat eine Verein­ba­rung über ein frei­wil­li­ges öffent­li­ches Über­nah­me­an­ge­bot für alle im Umlauf befind­li­chen Aktien von Enca­vis zu einem Ange­bots­preis von 17,50 EUR je Aktie getroffen.

Der Ange­bots­preis liegt 33% über dem volu­men­ge­wich­te­ten 3‑Mo­­nats-Durch­­­schnitts­­kurs vom 5. März 2024 und 54% über dem Schluss­kurs der Enca­­vis-Aktie von 11,35 € am selben Tag.

Der ameri­ka­ni­sche Finanz­in­ves­tor glaubt einen größe­ren Teil bei Enca­vis bereits sicher zu haben, da Groß­ak­tio­näre um den Hambur­ger Milli­ar­där Albert Büll ihre Anteile verkau­fen wollen. Büll und sein Part­ner Corne­lius Liedke gehö­ren zu den größe­ren Immo­bi­li­en­in­ves­to­ren in Hamburg, haben unter ande­rem die Munds­burg Tower, das Mercado in Altona und das Musi­­cal-Thea­­ter Neue Flora errich­tet. Die Moti­va­tion für den Verkauf ihrer Enca­­vis-Anteile ist unklar.

Der Vorstand und der Aufsichts­rat von Enca­vis haben sich einstim­mig für die stra­te­gi­sche Part­ner­schaft ausge­spro­chen und planen, den Aktio­nä­ren die Annahme des Ange­bots zu empfehlen.

KKR hat das Ange­bot in einem Konsor­tium vorge­legt, dem auch die Viess­mann Group, ein deut­scher Herstel­ler von Heiz- und Kühl­sys­te­men, und der Private Equity-Inves­­tor Abacon Capi­tal angehören.

Voraus­set­zung für die Über­nahme ist das Errei­chen einer Mindest­an­nah­me­schwelle von 54,3 % aller ausste­hen­den Enca­­vis-Aktien sowie die Erfül­lung von Stan­­dard-Ange­­bots­­be­­din­­gun­­gen wie die Geneh­mi­gung durch Aufsichts­be­hör­den, Kartell­be­hör­den und auslän­di­sche Direktinvestoren.
Die Trans­ak­tion soll im vier­ten Quar­tal 2024 abge­schlos­sen werden.

Enca­vis wird dann von der Börse genom­men und in Privat­be­sitz überführt.

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