QuantumDiamonds sammelt € 91 Mio. ein für next gen Chip-Prüfung
München – Die QuantumDiamonds GmbH (QD), eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen für Halbleiterausrüstung in Europa, hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 91 Millionen Euro abgeschlossen, um die Produktion ihrer quantenbasierten Halbleiter-Prüftechnologie auszuweiten. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus einer Eigenkapitalrunde in Höhe von 15 Millionen Euro unter der Führung von World Fund sowie 76 Millionen Euro an nicht verwässernder Finanzierung, die auf EU-Ebene im Rahmen des European Chips Act bewilligt wurde.
„Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Quantensensorik weltweit in Halbleiterfabriken zu etablieren“, sagte Kevin Berghoff, CEO und Mitbegründer von QuantumDiamonds. „Die Resonanz führender Chiphersteller ist eindeutig: Sie betrachten unsere Technologie als unverzichtbar für die Lösung von Ausbeute-Herausforderungen, die mit heutigen Systemen nicht bewältigt werden können. Mit bereits laufenden Einsätzen in den USA und Taiwan sowie dem Hochfahren der Serienproduktion in München nimmt Europa nicht nur an der nächsten Chip-Ära teil, sondern trägt auch maßgeblich zu ihrer Gestaltung bei.“
Die nicht verwässernde Finanzierung wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Freistaat Bayern bereitgestellt. An der von World Fund angeführten Eigenkapitalrunde in Höhe von 15 Millionen Euro beteiligten sich neben den bestehenden Investoren von QD – IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM, Creator Fund, Onsight Ventures und Angel-Investoren – auch Bayern Kapital in nennenswertem Umfang.
Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Technologie skalieren
QD ist auf dem besten Weg, das einzige Start-up zu werden, das im Rahmen des Europäischen Chip-Gesetzes, das zur Stärkung der europäischen Halbleiter-Lieferkette geschaffen wurde, Fördermittel für die Fertigung erhält. Damit reiht sich das Unternehmen in die Riege etablierter Industrieakteure wie GlobalFoundries und Carl Zeiss ein.
Das Unternehmen wurde 2022 von Berghoff und Dr. Fleming Bruckmaier (CTO) als Spin-off der Technischen Universität München gegründet. Das Unternehmen wird die Finanzierung nutzen, um Laborsysteme an führende Chiphersteller zu liefern und die Fähigkeiten auf Wafer-Ebene für die Inspektion in Fertigungsanlagen mit hohem Durchsatz weiterzuentwickeln. QD, das derzeit 70 Mitarbeiter beschäftigt, plant, sein Ingenieurteam in den nächsten 12 Monaten mehr als zu verdoppeln.
Herkömmliche Halbleiter-Prüfgeräte verlangsamen Entwicklung und Produktion, da sie vergrabene Defekte in komplexen 3D-Chiparchitekturen nur schwer erkennen können, was die Produktionsausbeute senkt und die Kosten für Unternehmen und Verbraucher in die Höhe treibt. Es steht viel auf dem Spiel: Branchenanalysen zeigen, dass eine Verbesserung der Ausbeute um nur einen Prozentpunkt bei einem Massenprodukt einen Wert von mehreren Millionen Dollar pro Woche haben kann.
Die Technologie von QD bewältigt diese zentrale Herausforderung in der modernen Chipfertigung, indem sie Defekte im atomaren Maßstab in synthetischen Diamanten nutzt, um Magnetfelder mit äußerster Präzision zu erfassen: Im Grunde handelt es sich um ein Mikroskop, das den durch Chips fließenden Strom sichtbar macht. Das erste kommerzielle System des Unternehmens, das QDm.1, ermöglicht eine zerstörungsfreie 3D-Stromabbildung im Nano-Bereich und lokalisiert so den genauen Ort und die Tiefe von Chipdefekten. — www.qd-st.com
