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Foto: Das Team von mbiomics (v.l.n.r.): Kristin Torre Vinuesa, Dr. Johannes B. Woehrstein und Dr. Christopher Weidenmaier © mbiomics

mbiomics sichert sich € 30 Mio. für mikrobiombasierte Therapeutika

Foto: Das Team von mbio­mics (v.l.n.r.): Kris­tin Torre Vinuesa, Dr. Johan­nes B. Woehr­stein und Dr. Chris­to­pher Weiden­maier © mbiomics
30. April 2026

München — Das Münch­ner Tech­­Bio-Unter­­neh­­men mbio­mics hat seine Series A‑Finanzierungsrunde erfolg­reich auf insge­samt 30 Millio­nen Euro erwei­tert. Mit dem Kapi­tal will das Unter­neh­men die klini­sche Entwick­lung seines Leit­kan­di­da­ten voran­trei­ben und seine skalier­bare Platt­form für mikro­biom­ba­sierte Thera­pien weiter ausbauen. Zu den Inves­to­ren zählen unter ande­rem die bestehen­den Geld­ge­ber MIG Fonds und Bayern Kapital.

Die mbio­mics GmbH aus München/Neuried hat das dritte Closing ihrer Series-A-Finan­­zie­rungs­­runde in Höhe von 12 Millio­nen Euro abge­schlos­sen und damit insge­samt 30 Millio­nen Euro eingesammelt.

Mit den zusätz­li­chen Mitteln plant das Unter­neh­men, seine präkli­ni­schen Daten­pa­kete zur Vorbe­rei­tung einer IND-Einrei­chung weiter auszu­bauen sowie die GMP-Entwick­­lung und Produk­tion zu beschleu­ni­gen. Im Fokus steht dabei die Vorbe­rei­tung der klini­schen Prüfung des Leit­kan­di­da­ten MBX-116, der als Co-Thera­pie zu Immun-Check­­point-Inhi­­bi­­to­­ren bei fort­ge­schrit­te­nem Mela­nom einge­setzt werden soll. Der Start einer Phase-1b-Studie ist für 2027 vorgesehen.

mbio­mics entwi­ckelt soge­nannte Live Biothe­ra­peu­tic Products (LBPs) – orale Thera­peu­tika auf Basis leben­der bakte­ri­el­ler Stämme. Ziel ist es, das funk­tio­nelle und meta­bo­li­sche Poten­zial des Darm­mi­kro­bi­oms in einem stan­dar­di­sier­ten, phar­ma­zeu­ti­schen Format nutz­bar zu machen. Während fäkale Mikro­­biota-Tran­s­­plan­­ta­­tio­­nen bereits die Wirk­sam­keit mikro­biom­ba­sier­ter Ansätze gezeigt haben, gelten sie als schwer skalier­bar. Hier setzt mbio­mics mit einer eige­nen Tech­no­lo­gie­platt­form an, die das Design, die Analyse und die Herstel­lung komple­xer mikro­biel­ler Konsor­tien ermöglicht.

Die Platt­form kombi­niert KI- und Machine-Lear­­ning-gestützte Verfah­ren mit proprie­tä­ren Analyse-Tech­­no­­lo­­gien sowie skalier­ba­ren Co-Kulti­­vie­rungs- und Scree­­ning-Ansä­t­­zen. Damit will das Unter­neh­men die Entwick­lung defi­nier­ter mikro­biel­ler Gemein­schaf­ten voran­trei­ben und diese gezielt für thera­peu­ti­sche Anwen­dun­gen einsetzen.

„Während das klini­sche Poten­zial des Darm­mi­kro­bi­oms gut verstan­den ist, stellte die Entwick­lung mikro­biom­ba­sier­ter Thera­peu­tika zu skalier­ba­ren Produk­ten bislang eine erheb­li­che tech­ni­sche Heraus­for­de­rung dar. Bei mbio­mics lösen wir dieses Problem durch den Aufbau eines voll­stän­di­gen Tech­­no­­lo­­gie-Stacks für Design, Analyse, Scree­ning und Herstel­lung komple­xer mikro­biel­ler Konsor­tien. Unser Fokus liegt nun darauf, unse­ren Leit­kan­di­da­ten MBX-116 in die klini­sche Prüfung zu brin­gen“, sagt Dr. Johan­nes B. Wöhr­stein, CEO und Co-Foun­­der von mbio­mics.

Neben der Onko­lo­gie arbei­tet mbio­mics an einer brei­te­ren Pipe­line mikro­biom­ba­sier­ter Thera­peu­tika. Perspek­ti­visch sollen weitere Indi­ka­tio­nen adres­siert werden, bei denen das Darm­mi­kro­biom eine zentrale Rolle spielt, darun­ter Auto­im­­mun- und neuro­de­ge­nera­tive Erkrankungen.

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