ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

Glossar

246 Einträge im Glossar.

Alphabetisch

A

Abort Costs

Kosten, die entste­hen, wenn eine Transak­tion nicht zustande kommt; auch Broken-Deal Expenses genannt.

Accordion Feature

Option, die es dem Darlehen­snehmer ermöglicht, den maxi­malen Kred­it­be­trag zu erhöhen oder zusät­zliche Schulden unter den im Kred­itver­trag fest­gelegten Bedin­gun­gen aufzunehmen.

Add-Ons

Erwerb von weit­eren Gesellschaften oder Vermö­gens­ge­gen­stän­den.

Added Value

Wertzuwachs, den der Beteili­gungs­ge­ber durch vorhan­dene Netzwerke,Wissen und Betreu­ung für den Beteili­gungsnehmer bewirkt.

AIFMD

Abkürzung für Alter­na­tive Invest­ment Fund Manager Direc­tive.

Akquisitionslinie

Zuge­sagte und mit Eigenkap­i­tal der Banken gemäss CRD IV zu unter­legen­der Rahmenkredit für Zukäufe.

Amend and Extend-Lösung

Änderungs- und Erweiterungs-Lösung

Anti-Dilution Regelung

Um sicher zu gehen, dass die Venture Capi­tal-Gesellschaft ihren Einfluss nicht verliert, kann bei einer Folge­fi­nanzierung durch eine Kapi­taler­höhung ein Verwässerungss­chutz vere­in­bart werden. Dieser Schutz garantiert dem Fonds eine propor­tionale Erhöhung im Verhält­nis zum gegen­wär­ti­gen Anteil.

Appraisal

Bewer­tung (von Unternehmens­be­standteilen).

Asset Deal

Firmenüber­nahme durch Erwerb der einzel­nen Wirtschafts­güter (anstelle der Firmenan­teile). Gegen­teil: “Share Deal”.

Assets under Management (AUM)

Beze­ich­net eine finanzielle Kennz­if­fer, die das Volu­men an (Kunden-)Geldern angibt, welche von einem Unternehmen verwal­tet werden.

B

Back-to-Back-Finanzierung

Bei einer Back-to-Back-Finanzierung werden Darlehen(stranchen) zu vergle­ich­baren Kondi­tio­nen über mehrere Stufen z.B. von Konz­ern-Unternehmen gewährt. Beispiel­sweise begibt die Mutterge­sellschaft ein Darlehen an ihre Tochterge­sellschaft (etwa zur Finanzierung einer Akqui­si­tion) und beschafft sich die dafür erforder­lichen Mittel als Darlehen zu ähnlichen Kondi­tio­nen bei ihren Gesellschaftern und/oder am Kapi­tal­markt.

BaFin

Bunde­sanstalt für Finanz­di­en­stleis­tungsauf­sicht vere­inigt die Aufsicht über Banken und Finanz­di­en­stleis­ter, Versicherer und den Wert­pa­pier­han­del unter einem Dach.

Baskets

Insbeson­dere im Bere­ich der Distressed Debt Invest­ments anzutr­e­f­fende Forderungskörbe bzw. ‑pakete, die in Abgren­zung zu Port­fo­lios auf der einen und Single Names/Single Tick­ets auf der anderen Seite keinen zusam­men­hän­gen­den Bestand von homo­ge­nen Darlehen z. B. einer bestimmten Geschäft­sein­heit umfassen, sondern eine “teil­weise willkür­liche und hetero­gene“ Zusam­men­stel­lung von Einzelforderun­gen darstellen.

Break-even

Gewinnschwelle.

Bridge Financing

Brücken-Finanzierung. Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Über­brück­ung eines Finanzeng­passes im Vorfeld einer vorge­se­henen Kapi­taler­höhung zur Verfü­gung gestellt werden.

Broken-Deal Expenses

Siehe Abort Costs.

Business Angels

Vermö­gende Privat­per­so­nen, die junge Unternehmen, Forschung oder Erfind­un­gen finanzieren und teil­weise auch begleiten.

Business Plan

Geschäft­s­plan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, sowie Ziele und Wege zum Erre­ichen dieser, aufge­führt und quan­tifiziert werden.

Buy & Build (Buy-and-Build)

Kaufen und Ausbauen. Verfolgt eine Beteili­gungs­ge­sellschaft eine Buy-and-Build Strate­gie, so erwirbt sie auf Basis eines als Plat­tform erwor­be­nen Unternehmens weit­ere Beteili­gun­gen in dersel­ben Branche, welche häufig im Wettbe­werb zueinan­der standen und versucht, diese zu einer größeren Unternehmensgruppe zusam­men zu führen und Synergien zu nutzen.

Buy Back

Exit-Vari­ante: Anteile werden durch Altge­sellschafter zurück­gekauft.

C

Call Option

Kauf- bzw. Bezug­sop­tion für Unternehmen­san­teile

Capex

Dafür steht die angel­säch­sis­che Beze­ich­nung Capi­tal Expen­di­ture (Kapi­ta­laufwen­dun­gen). Das sind die Investi­tion­saus­gaben eines Unternehmens für länger­fristige Anlagegüter (wie bspw. neue Maschi­nen, neue Werk­shallen).

Carried Interest (Carry)

Gewinn­beteili­gung der Manage­ment­ge­sellschaft und deren Manager am Erfolg der verwal­teten Inve­storen­gelder.

Carve-Out

Ausgrün­dun­gen von Unternehmen­steilen in eigen­ständige Firmen. Entweder um den betr­e­f­fenden Geschäft­szweig zu verkaufen oder um diesen Unternehmen­steil eigen­ständig an die Börse zu brin­gen.

Cash Conversion Cycle

Der Geldum­schlag oder auch die Geldum­schlags­dauer beze­ich­net im betrieb­swirtschaftlichen Control­ling die Dauer der Bindung liquider Mittel (cash) im Umlaufver­mö­gen des Unternehmens. Sie errech­net sich aus der durch­schnit­tlichen Lager­dauer (stock days) zuzüglich der durch­schnit­tlichen Inkas­sope­ri­ode (Dauer des Forderung­seinzugs oder Kunden­ziels) abzüglich des durch­schnit­tlichen Zahlungsziels bei Liefer­an­ten (Liefer­an­ten­ziel).

Cash free and Debt free-Vereinbarung

Im Rahmen von Unternehmenskäufen/ ‑verkäufen wird im Kauf-/Verkaufsver­trag (engl. SPA bzw. Sales and Purchase Agree­ment) auch in Deutsch­land immer häufiger eine Cash free/Debt free Klausel einge­baut. Sie regelt die Finan­zausstat­tung mit der das Unternehmen zum vere­in­barten Kauf­preis übergeben wird. Ein Käufer bezahlt einen Kauf­preis X bei XY Barmit­tel-Bestand und XY Finanzverbindlichkeiten. Der Kauf­preis wird dadurch exak­ter definiert und vari­abel gestal­tet. Stellt sich heraus, dass der Bestand an Barmit­teln zum Stich­tag höher war als im SPA definiert, so erhöht sich der Kauf­preis um diese Differenz; stellt sich nachträglich heraus, dass die Finanzverbindlichkeiten zum Stich­tag höher waren als im SPA definiert, so verringert sich der Kauf­preis entsprechend. Anstatt der Beze­ichung Cash free and Debt free-Regelung wird auch von einer “Net Debt”-Klausel bzw. einer “Net Debt” Defi­n­i­tion gesprochen.

Cashflow

Eine betrieb­swirtschaftliche Kenn­zahl, bei der Einzahlun­gen und Auszahlun­gen inner­halb eines bestimmten Zeitraums einan­der gegenübergestellt (saldiert) werden und dadurch Aussagen zur Innen­fi­nanzierung oder Liquid­ität eines Unternehmens ermöglichen.

Chinese Walls

(o. a. “ethi­cal walls”) nennt man Vorkehrun­gen der Banken, die darauf ausgerichtet sind, den Infor­ma­tions­fluss zwis­chen Kred­it­ge­ber­seite und dem Handel mit börsen­zuge­lasse­nen Papieren (inner­halb der Bank) zu verhin­dern.

Closing

Der Vollzug einer zuvor unterze­ich­neten Transak­tion. Häufig steht eine Transak­tion nach der Unterze­ich­nung (sog. “Sign­ing”) noch unter aufschieben­den Bedin­gun­gen. Der Vollzug, z.B. die Über­tra­gung oder Emis­sion der Aktien, folgt erst einige Zeit später beim “Clos­ing”.

Closing Accounts

Vere­in­baren die Parteien Zwis­chen­ab­schüsse zum Clos­ing, dienen diese insbeson­dere dem Abgle­ich von Netto­fi­nanzverbindlichkeiten sowie eines angemesse­nen Work­ing Capi­tals zum Vollzugsstich­tag. Vere­inzelt erfolgt auch eine Über­prü­fung des Nettover­mö­gens (Net Equity). Clos­ing Accounts bezwecken die flex­i­ble Anpas­sung des Kauf­preises an die konkrete Finanzierungssi­t­u­a­tion im Zeit­punkt der Über­nahme des Unternehmens durch den Käufer.

Co-Venturing

Beteili­gung an einem Unternehmen durch mehrere VC-Inve­storen, von denen einer als „Lead-Investor“ auftritt. Siehe auch Lead Investor.

COGS

Engl. Abk. für Cost of Goods Sold. Damit sind die Kosten gemeint, die in einem unmit­tel­baren Zusam­men­hang mit den produzierten Waren bzw. Dien­stleis­tun­gen stehen. Es handelt sich dabei um die Herstel­lungskosten im Umsatzkosten­ver­fahren.

Commitment Fee

Bere­it­stel­lungs­ge­bühr.

Completion Accounts-Mechanismus

Mech­a­nis­men für Kauf­preisan­pas­sun­gen. Sie schützen den Käufer gegen nega­tive Werten­twick­lun­gen der Zielge­sellschaft vor dem Clos­ing. Ander­er­seits honori­eren sie den Verkäufer für eine gute Unternehmensführung und gener­ierte Cash­flows zwis­chen dem Stich­tag und dem Clos­ing. In der Praxis gibt es eine Vielzahl von Preisan­pas­sungsmech­a­nis­men.

Compliance

Handeln in Übere­in­stim­mung mit den geltenden Vorschriften.

Compliance Certificate

Übere­in­stim­mungsz­er­ti­fikat (-nach­weis).

Compliance Management System (CMS)

Gesamtheit der in einer Organ­i­sa­tion (z. B. in einem Unternehmen) eingerichteten Maßnah­men, Struk­turen und Prozesse, um Regelkon­for­mität sicherzustellen, worunter rechtsverbindliche und ethis­che Regeln fallen können. Eine Art inner­be­triebliches Kontroll­sys­tem. Ein CMS kann eine vielfältige rechtliche Bedeu­tung erlan­gen.

Confirmatory Due Diligence

Zeitlich beschränkte Exklu­siv­ität für etwaige weit­ere Prüfun­gen und die abschließen­den Vertragsver­hand­lun­gen, die einem favorisierten Bieter vom Verkäufer vom Verkäufer eingeräumt wird.

Cornerstone Investoren

Inve­storen eines Unternehmens, die neben dem Kapi­tal für die Beteili­gung noch andere Faktoren mit einbrin­gen, die für die Geschäft­spoli­tik bedeu­tend sein können. In der Regel treten vor allem namhafte Perso­nen, Firmen oder auch staatliche Stellen als Corner­stone Investors auf. Sie liefern neben dem Kapi­tal Faktoren wie Mark­tken­nt­nisse, ausländis­che Kontakte oder auch schlicht ihr Anse­hen auf dem Markt.

Corporate Bonds

siehe Unternehmen­san­lei­hen.

Corporate Finance

Der Begriff Corpo­rate Finance beze­ich­net ein Spezial­ge­biet der Finanzwirtschaft, das sich mit Fragen zur opti­malen Kapi­tal­struk­tur, zur Divi­den­den­poli­tik des Unternehmens sowie der Bewer­tung von Investi­tion­sentschei­dun­gen und der Ermit­tlung des Unternehmenswertes auseinan­der­setzt. In der deutschen Liter­atur wird der Begriff Unternehmens­fi­nanzierung als Synonym verwen­det. Dieser aus der englis­chsprachi­gen Lehre stam­mende Begriff umfasst die im deutschsprachi­gen Raum tradi­tionell gelehrten Fächer Investi­tion­srech­nung, Unternehmens­fi­nanzierung, Unternehmens­be­w­er­tung und Kapi­tal­markt-Theo­rie.

Corporate Governance

(Dt. Grund­sätze der Unternehmensführung) beze­ich­net den Ordnungsrah­men für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Der Ordnungsrah­men wird maßge­blich durch Geset­zge­ber und Eigen­tümer bestimmt. Unvoll­ständige Verträge und unter­schiedliche Inter­essen­la­gen bieten den Stake­hold­ern prinzip­iell Gele­gen­heiten wie auch Motive zu oppor­tunis­tis­chem Verhal­ten. Regelun­gen zur Corpo­rate Gover­nance haben die Aufgabe, durch geeignete rechtliche und faktis­che Arrange­ments die Spiel­räume und Moti­va­tio­nen der Akteure für oppor­tunis­tis­ches Verhal­ten einzuschränken.

Corporate Lab

Über ein organ­i­sa­tion­sin­ternes Labor können Start-ups gegründet/ finanziert werden und erfol­gsrel­e­vante Geschäftsmod­elle über Shared-Services und Stage-Gate-Prozesse zum Erfolg gebracht werden.

Covenant Light Loans

Vertragliche Vere­in­barung von Darlehen, bei denen der Darlehens­ge­ber meist in Phasen niedriger Kred­itzin­sen in starkem Maße auf Sicher­heiten und Rück­griff­s­rechte bzw. allge­mein Sank­tio­nen bei Nichter­re­ichen bestimmter betrieb­swirtschaftlicher Kenn­zahlen verzichtet.

Covenant-Bruch

Eine zu starke nega­tive Abwe­ichung von einem vorher gemein­sam mit den Banken fest­gelegten Busi­ness-Plan.

Covenants

Bedin­gun­gen in Unternehmenskreditverträgen, die vom Kred­it­nehmer einzuhal­tende Kenn­zahlen festschreiben. Eine häufig verwen­dete Kenn­zahl ist z.B. Netto-Finanzver­schul­dung geteilt durch EBITDA. Kann ein Kred­it­nehmer diese Kenn­zahl nicht einhal­ten, so ist dies ein ‘Covenant-Bruch’, der den Kred­it­ge­ber dazu berechtigt, die Rückzahlung des Kred­its zu verlan­gen.

CPECs (Convertible Preferred Equity Certificates)

CPECs sind (hybride) Finanzierungsin­stru­mente, die häufig nach Wahl des Schuld­ners  in bar oder Gesellschaft­san­teilen rück­zahlbar sind. CPECs können fest oder vari­abel verzinst sein.

CRD IV

CRD IV ist ein Legisla­tiv-Paket der Europäis­chen Union, beste­hend aus der Eigenkap­i­tal­richtlinie (2013/36/EU) und der Eigenkap­i­talverord­nung (575/2013), die Regeln für Banken, Baus­parkassen und Wert­pa­pier­fir­men enthält, ausre­ichende finanzielle Mittel vorzuhal­ten, um die mit ihrem Geschäft verbun­de­nen Risiken abzudecken und ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu decken. Die CRD IV stärkt den beste­hen­den Rahmen als Antwort auf die Bedenken hinsichtlich der Finanzsta­bil­ität, die während der jüng­sten Finanzkrise entstanden sind.

Cross-Default-Klausel

In inter­na­tionalen Kred­itverträ­gen übliche Vertragsklausel, die den Gläu­bigern (im Regelfall Banken) die Möglichkeit der sofor­ti­gen und frist­losen Kred­itkündi­gung einräumt, wenn der Kred­it­nehmer seinen Verpflich­tun­gen aus anderen Kred­itverträ­gen nicht frist­gerecht und im vollen Umfang nachkommt.

D

DD-Prozess

Due Dili­gence-Prozess.

DDQ

Due Dili­gence Ques­tion­naire nennt man den Due Dili­gence-Fragenkat­a­log bei einer Transak­tion.

Dealbreaker

K.O.-Kriterium.

Dealflow

Gesamtheit der einge­hen­den Finanzierungsan­fra­gen von Unternehmen bei einer Private Equity- und Venture Capi­tal-Gesellschaft.

Debt Buy-Back

Der Gesellschafter des Kred­it­nehmers erwirbt Kred­it­forderun­gen des Kred­it­ge­bers gegen den Kred­it­nehmer (möglichst unter par) und reduziert anschließend durch Einbringung der Forderun­gen an den Kred­it­nehmer dessen Verbindlichkeiten.

Debt Service Reserve Account

Sper­rkonto, auf welches der Kred­it­nehmer in guten Zeiten Excess Cash (‘über­schüs­siges Geld’) einzuzahlen hat, das dann als Reserve im Fall eines Verstoßes gegen die Finanzkenn­zahl des Cash­flow Cover dient.

Debt-Equity Swap

Erwerb der Darlehens­forderung gegen ein Unternehmen mit anschließen­der Einbringung dieser Forderung als Sachein­lage in das Unternehmen. Hier­für werden Unternehmen­san­teile gewährt. Der Sachein­lage geht regelmäßig eine Kapi­tal­her­ab­set­zung voraus, um dem Investor einen höheren Eigenkap­i­ta­lanteil zu gewähren. Prob­lema­tisch bei einer solchen Transak­tion ist regelmäßig die Bewer­tung der einzubrin­gen­den Forderung, da eine Einbringung nur zum “ggf. stark geschmälerten“ Wiederbeschaf­fungswert möglich ist. Dies insbeson­dere, da der Nennwert der zu gewähren­den Anteile dem Wiederbeschaf­fungswert der Forderung entsprechen muss.

Debt-to-Hold

Ein solcher Kauf von Kred­iten erfordert in der Regel einen längeren Investi­tion­szeitraum von bis zu acht Jahren; die Beteili­gung wird länger gehal­ten. Hier werden die mit Abschlag gekauften Kred­ite erst nach erfol­gre­icher oper­a­tiver Restruk­turierung verkauft.

Debt-to-Trade

Eine Vorge­hensweise im Rahmen der Non-Control-Strate­gie, die sich auf den Kauf von Kred­iten zum Zwecke des Weit­er­verkaufs an spezial­isierte Finanz­in­ve­storen fokussiert. Diese Strate­gie ist für Handelsabteilun­gen großer Banken typisch.

Definitivbesteuerung

Eine Steuer, die defin­i­tiv bezahlt werden muss und bei keiner anderen Steuer wieder angerech­net werden darf.

Deleveraging

Häufig erhöhen Gesellschaften den Fremd­kap­i­ta­lanteil, um stärk­eres Wach­s­tum zu gener­ieren (Lever­age). Diese zusät­zliche Fremd­kap­i­ta­lauf­nahme erhöht im Gegen­zug das Risiko, den Verpflich­tun­gen nicht mehr nachkom­men zu können. Delever­ag­ing beze­ich­net die Substi­tu­tion von Fremd­kap­i­tal durch Eigenkap­i­tal, wodurch eine Vermin­derung der Lever­age und damit des einge­gan­genen Risikos herbeige­führt wird.

Delisting

Delist­ing nennt man einen Vorgang in der Börsen­welt, bei dem eine börsen­notierte Aktienge­sellschaft (AG) den Rück­zug aus dem börsen­mäßi­gen Handel anstrebt, d.h. sie will ihre Aktien vom Markt nehmen und ihre Börsen­notierung einstellen.

Delkredererisiko

Auch Zahlungsaus­fall­risiko oder Inkas­sorisiko genannt. Das Delkred­ererisiko stellt die Gefahr dar, dass ein Käufer den vere­in­barten Preis für eine Ware nicht frist­gerecht bezahlt.

Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF-Methode)

Die DCF-Meth­ode ist eine Vari­ante des Ertragswertver­fahrens. Sie eignet sich vor allem für die Bewer­tung von Gesellschaften, die in ihrem Rech­nungswe­sen eine Cash Flow-Betra­ch­tung imple­men­tiert haben. Dies dürfte insbeson­dere bei abschlussgeprüften Unternehmen der Regelfall sein. Die DCF-Meth­ode ist mit einem hohen Rechenaufwand verbun­den. Für nicht börsen­notierte Unternehmen kann es schwierig werden, Vergle­ich­swerte anderer Unternehmen dersel­ben Branche zu ermit­teln.

Disintermediation

(Wirtschaftswis­senschaften) beschreibt den Wegfall einzel­ner Stufen der Wertschöp­fungs­kette. So den Bedeu­tungsver­lust von Inter­mediären der Infor­ma­tion­s­ge­sellschaft die Disin­ter­me­di­a­tion digi­tal­isier­barer und nicht digi­tal­isier­barer Güter im glob­alen Infor­ma­tion­s­markt.

Distressed Debt

Der Begriff umfasst notlei­dende Verbindlichkeiten, deren voll­ständige Rück­zahlung durch den Schuld­ner gefährdet ist; man unter­schei­det hier­bei Non-Perform­ing Loans und Sub-Perform­ing Loans.

Distressed Debt Investments

Der Erwerb notlei­den­der Verbindlichkeiten durch Inve­storen, die entweder an der Darlehens­forderung festhal­ten, die Sicher­heiten verw­erten oder mittels eines Debt-Equity Swap im Fall von Unternehmen­skred­iten Anteile am schulden­den Unternehmen erwer­ben wollen.

Divestment

Beze­ich­net das Gegen­teil von Invest­ment. Verkauf von Vermö­gens­be­standteilen und Unternehmens­beteili­gun­gen eines Unternehmens.

Divestment bei IPO

Verkauf von Anteilen bei der ersten Einführung des Unternehmens an der Börse.

Divestment durch Abschreibung

Vergle­ich­bar mit Totalver­lust.

Double Dip

Dreht die Konjunk­tur nach einer kurzen Aufschwung­phase noch einmal ins Minus, so spricht man von einem Double-Dip. Analog wird dieser Begriff auch auf andere geschäftliche Risikosi­t­u­a­tio­nen ange­wandt.

Drag Rechte

Um den Mark­twert ihrer Geschäft­san­teile zu erhöhen und sich eine (weit­ere) Exit-Strate­gie zu sich­ern, lassen sich Inve­storen regelmäßig von den Grün­dern ein soge­nan­ntes Drag Long-Recht einräu­men. Dabei handelt es sich um eine Mitverkauf­spflicht, aufgrund derer Inve­storen bei eigener Veräusserungsab­sicht Grün­der unter bestimmten Bedin­gun­gen zwin­gen können, ihre Geschäft­san­teile mit zu veräußern.

Dual Track-Verfahren

Bei diesem Verfahren wird ein Börsen­gang paral­lel zum Veräußerungsver­fahren vorbere­itet.

Due Diligence

Detail­lierte Prüfung und Bewer­tung eines poten­tiellen Beteili­gung­sun­ternehmens als Grund­lage für die Investi­tion­sentschei­dung.

E

Early Stage-Financing

Finanzierung der Früh­phase­nen­twick­lung eines Unternehmens von der Konzep­tion bis zum Start der Produk­tion und Vermark­tung.

Earn-out-Klausel

Bei Earn-Out-Klauseln handelt es sich um die Festle­gung vari­abler Kauf­preis­be­standteile, die zu einem bestimmten Zeit­punkt nach der Unternehmen­süber­tra­gung in Abhängigkeit von bestimmten Ergeb­niskom­po­nen­ten fällig werden. In der Praxis drohen Unternehmen­stransak­tio­nen daran zu scheit­ern, dass Käufer und Verkäufer sich nicht über die künfti­gen Ertragschan­cen des Unternehmens eini­gen können. Ziel von Earn-Out-Klauseln ist es, eine Transak­tion trotz abwe­ichen­der Kauf­preisvorstel­lun­gen erfol­gre­ich zum Abschluss zu brin­gen.

EBIT

Earn­ings Before Income and Taxes, ordentliches Betrieb­sergeb­nis vor Zinsen und Steuern. Dient zur Ertrags­be­w­er­tung auf schulden­freier Basis. Weit­ere Vari­ante, das EBITA, bei dem das Ergeb­nis zusät­zlich um Abschrei­bung (Depre­ci­a­tion) und Tilgun­gen (Amor­ti­sa­tion) bere­inigt wird.

EBITDA

Abk. für Earn­ings Before Inter­est, Taxes, Depre­ci­a­tion and Amor­ti­za­tion. Bedeutet “Betrieb­sergeb­nis vor Zinsen, Steuern, Abschrei­bung und Abschrei­bung auf imma­terielle Vermö­genswerte”.

Eigenkapitalquote

(englisch equity ratio) ist eine betrieb­swirtschaftliche Kenn­zahl, die das Verhält­nis von Eigenkap­i­tal zum Gesamtkap­i­tal  (= Bilanz­summe) eines Unternehmens wiedergibt. Die Eigenkap­i­talquote ist die bedeu­tend­ste vertikale Bilanzkenn­zahl, die Auskunft über die Kapi­tal­struk­tur eines Unternehmens gibt. Sie dient im Unternehmen selbst als Grund­lage für Finanzierungsentschei­dun­gen.

Entry Standard

Teil­bere­ich des Open Market der Frank­furter Wert­pa­pier­börse mit zusät­zlichen Trans­paren­zan­forderun­gen. Damit wird kleinen und mittleren Unternehmen ein kostengün­sti­gen Zugang zum Kapi­tal­markt eröffnet. Die Einbeziehung in den Entry Stan­dard ist keine Börsen­notierung an einem organ­isierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wert­pa­pier­han­dels­ge­set­zes (WpHG). In erster Linie richtet sich der Entry Stan­dard an qual­i­fizierte Anleger gemäß § 2 Nr. 6 Wert­pa­pier­prospek­t­ge­setz (WpPG), die in der Lage sind, etwaige erhöhte Risiken im Zusam­men­hang mit der Anlage in Aktien der hier notierten Gesellschaften einzuschätzen und zu übernehmen. Seit Juli 2012 müssen Unternehmen für die Einbeziehung in den Entry Stan­dard ein öffentliches Ange­bot mit einem Prospekt erstellen.

Equity Cure-Recht

Von den Gesellschaftern des Kred­it­nehmers zusät­zlich einge­brachtes Kapi­tal (z.B. in Form einer Kapi­taler­höhung, einer Zahlung in die Kapi­tal­rück­lage oder von Gesellschaf­ter­dar­lehen) darf unter bestimmten Voraus­set­zun­gen für die Berech­nung und Einhal­tung von Finan­cial Covenants mit einbe­zo­gen werden. Der Charme eines Equity Cure liegt insbeson­dere darin, dass durch eine Zahlung des Gesellschafters an den Kred­it­nehmer die Verlet­zung der Finan­cial Covenants im Nach­hinein vermieden werden kann, ohne dass der Gläu­biger irgendwelche Rechte hat und ohne dass die Banken etwaige Gebühren für den Covenant-Bruch in Rech­nung stellen.

Equity Sponsor

Eigenkap­i­tal­ge­ber

Equity Value

Eigenkap­i­tal­w­ert. Der Wert des Eigenkap­i­tals, ausge­drückt als Mark­twert; in einer Transak­tion entspricht dies dem Kauf­preis.

Equity-Kicker

Darunter versteht man die Möglichkeit der Teil­habe am Unternehmenser­folg. Diese kann z. B. in der Wand­lung von Mezza­nine-Kapi­tal in Eigenkap­i­tal, also einer „echten“ Beteili­gung beste­hen. Eben­falls ist bei einem angestrebten späteren Börsen­gang eine Aktien­beteili­gung denkbar. Fremd­kap­i­tal­ge­bern wird so die Möglichkeit eingeräumt, Anteile an der zu finanzieren­den Perso­nen- oder Kapi­talge­sellschaft zu einem späteren Zeit­punkt, oft zu Sonderkon­di­tio­nen, zu erwer­ben.

ERP-Sondervermögen

ERP = Euro­pean Recov­ery Program. Der Bund unter­stützt Exis­ten­z­grün­dun­gen sowie kleine und mittlere Unternehmen durch zins­gün­stige Kred­ite, Beteili­gungskap­i­tal, eigenkap­i­talähn­liche Mittel und Haftungs­freis­tel­lun­gen. Die Mittel dafür stam­men u.a. aus dem ERP-Sonderver­mö­gen. Die Ursprünge des ERP-Sonderver­mö­gens liegen gut 60 Jahre zurück. Damals gewährten die USA mit dem “Marshall-Plan” finanzielle Wieder­auf­bauhilfe für Deutsch­land. Aus dem damit gebilde­ten Sonderver­mö­gen werden seit­dem Gelder vergeben.

Escrow-Konto

Treuhand­konto.

ESG

Steht für Policy and Guide­lines im Hinblick auf Envi­ron­men­tal, Social and Gover­nance Issues.

Event of Default

Vertragsver­let­zung.

Evergreen Fund

Fonds eines Eigenkap­i­tal-Investors ohne begren­zte Laufzeit und der bei Bedarf durch den/die Gesellschafter mit weit­erem Kapi­tal ausges­tat­tet wird.

Exit

Ausstieg eines Investors aus einer Beteili­gung durch Veräußerung eines Anteils. Exit-Möglichkeiten: Buy Back, Trade Sale, Secondary Purchase, Going Public.

Expansion-Financing

Finanzierung von Unternehmenswach­s­tum, das durch vom Unternehmen erwirtschaftete Gewinne alleine nicht finanziert werden kann. Die Geld­mit­tel werden zur Finanzierung von zusät­zlichen Produk­tion­ska­paz­itäten, für Produk­t­di­ver­si­fika­tion oder zur Mark­tausweitung verwen­det.

F

Fact Book

Contains a struc­tured and system­atic analy­sis and presen­ta­tion ofall essen­tial data of a company.

Failed Leveraged Buy-Out

Gescheit­erte, über­wiegend (und i.d.R. zu hoch) fremd­fi­nanzierte Unternehmens-Über­nahme durch Finanz­in­ve­storen. Eine solche bietet wiederum inter­es­sante Über­nah­meop­tio­nen für spezial­isierte Inve­storen, die größ­ten­teils die Darlehen und teil­weise auch Anteile erwer­ben. Diese Inve­storen führen über­mäßig oft einen Manage­ment-Wech­sel herbei. Aus ihrer Sicht handelt es sich deshalb um ein inter­es­santes Investi­tion­sseg­ment, da einer­seits selten Auktion­spreise zu zahlen sind und ander­er­seits gegenüber strate­gis­chen Inve­storen ein größeres Know-how im Bere­ich Restruk­turierung aufge­boten werden kann.

Family Office (FO)

Siehe Single Family Office.

FATCA

Engl. Foreign Account Tax Compli­ance Act. Mit FATCA greift die US-Steuer­be­hörde IRS direkt in alle Transak­tio­nen mit US-Quellen ein.

FFI

Engl. Foreign Finan­cial Insti­tu­tions. Als FFI qual­i­fizieren grund­sät­zlich alle Banken (einschließlich Baus­parkassen und Genossen­schafts­banken) und Insti­tu­tio­nen, die Finan­zan­la­gen für Rech­nung Drit­ter halten und verwal­ten (Broker, Depot- und Verwahrbanken).

Financial Covenants

Sammel­be­griff für verschiedene kred­itver­tragliche Klauseln, welche das kred­it­nehmende Unternehmen verpflichten, bestimmte Kenn­zahlen zu Eigenkap­i­tal, zur Verschul­dung, zum Ertrag und/oder Liquid­ität einzuhal­ten. Finan­cial Covenants sind Nebenbes­tim­mungen insbeson­dere zu Kred­itverträ­gen. Sie regeln Verhal­tungspflichten, d.h. keine Zahlungspflichten, und enthal­ten Rechts­fol­geklauseln in Form von Sank­tio­nen. Sie helfen den Banken, drohende Ausfälle früh zu erken­nen und gegen­zus­teuern und werden auf das jeweilige Unternehmen zugeschnit­ten. Beson­ders wichtig sind dabei Klauseln, die sich auf Ertrags- und Cash­flow-Kenn­zahlen beziehen. Diese werden vierteljährlich kontrolliert.Werden die Verpflich­tun­gen verletzt, führt das oft zu höheren Kred­itzin­sen und der Einbindung externer Berater beim Unternehmen.

Financial Engineering

Das Zerlegen von Finanztiteln in ihre Grun­dele­mente, um sie dann entsprechend den Anforderun­gen einer neuen Finanzierungsstruk­tur wieder zusam­men­zufü­gen. Bei Private Equity ist Kennze­ichen insbeson­dere die opti­male Ausnutzung von Fremd­kap­i­tal.

Finetrading

(Eine Wortzusam­menset­zung aus Finance und Trade). Beze­ich­net einen Vorgang der Vorfi­nanzierung von Wareneinkäufen im Mittel­stand.

Freebie Basket

Frei­be­trag

Fronting Bank

Der Begriff „Fronting“ kommt aus dem Kred­it­geschäft und hier insbeson­dere aus der Syndizierung von Kred­iten. Die Fronting Bank vertritt die unter­beteiligten Banken im eige­nen Namen, aber eben auf fremde Rech­nung. Die kred­i­taus­gebende Bank steht gegenüber dem Kred­it­nehmer also an der „Front“.

Fund of Funds

Dach­fond, der die ihm zufließen­den Mittel zum Zwecke der Risikostreu­ung über­wiegend in Beteili­gun­gen an anderen direkt investieren­den Invest­ment­ge­sellschaften anlegt, ohne sich direkt an Unternehmen zu beteili­gen.

Fundraising

Aufbrin­gen von Investi­tion­skap­i­tal zum Zweck der Grün­dung einer Beteili­gungs­ge­sellschaft.

G

GAFA-Analyse

Vergle­ich der Unternehmen­spo­si­tion­ierung mit Google, Amazon, Face­book und Apple.

General Partner (GP)

Die General Part­ner­ship ist die am weitesten verbre­it­ete Form der amerikanis­chen Perso­n­enge­sellschaften. Gebräuch­liche Beze­ich­nung für Venture Capi­tal- oder Private Equity-Gesellschaften.

Going Public

Einführung des Unternehmens an der Börse.

H

Hands On

Aktive Betreu­ung.

Headroom

Der mit den Fremd­kap­i­tal­ge­bern vere­in­barte Spiel­raum zwis­chen Plan­zahlen und Covenant, damit nicht bere­its normale oper­a­tive Schwankun­gen zu einem Verstoß gegen die Finanzkenn­zahlen führen.

High Yield-Anleihen

haben weit­ge­hend diesel­ben Anleger wie Lever­aged Loans, wenn auch weniger Pension­skassen und Banken und mehr Hedge-Fonds. Bei einer High Yield-Anleihe handelt es sich um einen von Kapi­talge­sellschaften ausgegebe­nen Schuldti­tel. Sowohl Lever­aged Loans als auch High Yield-Anlei­hen umfassen den Fixed Income-Markt mit einem Rating unter­halb von Invest­ment Grade und sind in der Regel schlechter als BBB- eingestuft.

Hurdle Rate

beze­ich­net eine bestimmte Mindestverzin­sung bzw. Gewinnschwelle, die ein Fonds erzie­len muss, damit das Fonds-Manage­ment am Gewinn des Fonds beteiligt wird. In der Regel findet die Hurdle Rate vor allem bei so genan­nten Private Equity oder Venture Capi­tal Fonds Anwen­dung.

I

ILPA Private Equity Principles

(ILPA = Insti­tu­tional Limited Part­ner Asso­ci­a­tion), um verbindliche Verfahren in Bezug auf Fonds-Part­ner­schaften zwis­chen Limited Part­ners und General Part­ners zu etablieren, hat ILPA die Private Equity Prin­ci­ples (Grund­sätze), das erste Doku­ment dieser Art für die Private Equity-Branche entwick­elt.

In-court Sale

Über­tra­gende Sanierung, bei der die den Geschäfts­be­trieb des Unternehmens ausmachen­den Vermö­genswerte und Rechtsver­hält­nisse an Strate­gen (z.B.Wettbewerber) oder Finanz­in­ve­storen über­tra­gen werden.

Incentivierung

Leis­tungsan­reiz, Leis­tungszuzahlung.

Investment Grade Rating

Unter Rating versteht man im Finanzwe­sen die ordi­nal skalierte Einstu­fung der Bonität eines Unternehmens oder Finanzin­stru­ments. Die Einstu­fung wird in der Regel von einer Ratin­ga­gen­tur oder einem Kred­itin­sti­tut vorgenom­men.

InvStG

Abk. für Invest­ments­teuerge­setz.

IoT

Das Inter­net der Dinge ist ein Sammel­be­griff für Tech­nolo­gien einer glob­alen Infra­struk­tur der Infor­ma­tion­s­ge­sellschaften, die es ermöglicht, physis­che und virtuelle Gegen­stände miteinan­der zu vernet­zen und sie durch Infor­ma­tions- und Kommu­nika­tions-tech­niken zusam­me­nar­beiten zu lassen.

IPO

Beze­ich­nung für die öffentliche Erste­mis­sion von Anteilen junger und mittel­ständis­cher Unternehmen an einer Börse (siehe auch ‘Pre-IPO’).

IRR

Inter­nal Rate-of-Return; interner Zins­fuss einer Zahlungsreihe.

IRS

Abk. für Inter­nal Revenue Service (engl.), die Bundess­teuer­be­hörde der Vere­inigten Staaten die dem Finanzmin­is­terium unter­stellt ist.

J

JOBS Act

Abk. für Jump­start Our Busi­ness Star­tups Act, ein neues amerikanis­ches Bundes­ge­setz mit dem Ziel, durch eine Verbesserung des Zugangs zum öffentlichen Kapi­tal­markt der USA die Schaf­fung von Arbeitsplätzen und das Wirtschaftswach­s­tum in den USA zu erhöhen.

K

Kaduzierung

Auss­chluss von Mitgliedern einer Gesellschaft bei Verzug mit der Einzahlung ihres Kapi­ta­lanteils (ggf. der Nach­schüsse). Die säumi­gen Mitglieder werden ihres Anteils für verlustig erklärt: a) Bei der GmbH nach frucht­losem Ablauf der durch Einschreibebrief geset­zten Nach­frist von mind. einem Monat (§ 21 GmbHG), b) bei der AG nach dreima­liger frucht­loser Aufforderung; Nach­frist beträgt einen Monat von letzter Bekan­nt­machung oder Aufforderung an (§ 64 AktG).

KGV

Kurs-Gewinn-Verhält­nis.

KWG

Kred­itwe­sen-Gesetz.

Künstliche Intelligenz (KI)

Auch arti­fizielle Intel­li­genz (AI) genannt, ist ein Teil­ge­biet der Infor­matik, das sich mit der Automa­tisierung intel­li­gen­ten Verhal­tens befasst.

L

Large Cap

Aktien werden nach ihrer Mark­tkap­i­tal­isierung unter­schieden in Large Caps, Mid Caps und Small Caps, wobei der Begriff „Cap” die englis­che Kurz­form für die Kapi­tal­isierung (Capi­tal­iza­tion) darstellt. Die Mark­tkap­i­tal­isierung ergibt sich aus der Anzahl der an der Börse gehan­del­ten Aktien des Unternehmens multi­pliziert mit dem aktuellen Aktienkurs. Zu den Large Caps, den Unternehmen mit dem höch­sten Börsen­wert, zählen solche mit einer Mark­tkap­i­tal­isierung von über zwei Milliar­den Euro. Als Mid Caps gelten Unternehmen mit einem Börsen­wert zwis­chen 500 Millio­nen und zwei Milliar­den Euro, während die Small Caps eine Mark­tkap­i­tal­isierung unter einer halben Milliarde Euro aufweisen. Small Caps sind die Aktienkat­e­gorie mit den höch­sten Rendi­teer­wartun­gen.

Later Stage-Financing

Finanzierung von Expan­sio­nen, Über­nah­men, Über­brück­un­gen etc. bei etablierten mittel­ständis­chen Unternehmen.

LBO (Leveraged Buy-Out)

Über­wiegend fremd­kap­i­tal­fi­nanzierte Unternehmen­süber­nah­men.

Lead Investor

Die Inve­storen­partei, die in einem Syndikat von Inve­storen die Verhand­lungs­führung und Organ­i­sa­tion der Finanzierungsrunde übern­immt.

Legal Due Diligence

Rechtliche Unter­suchung aller beste­hen­den Verträge.

LegalTech

auch Legal Tech­nol­ogy, beschreibt den Einsatz von moder­nen, comput­ergestützten, digi­talen Tech­nolo­gien, um Rechts­find­ung, ‑anwen­dung, ‑zugang und ‑verwal­tung durch Inno­va­tio­nen zu automa­tisieren, zu vere­in­fachen und zu verbessern.

Leverage

Fremd­fi­nanzierungs­grad.

Leverage-Effekt

Beze­ich­nung für die Hebel­wirkung von Fremd­kap­i­tal, die dann entsteht, wenn die Gesamtkap­i­tal­rentabilit höher als der für das Fremd­kap­i­tal aufzuwen­dende Zinssatz ist, da auf die gleiche Summe an Fremd­kap­i­tal eine höhere Rendite entfüllt, als dies bei einer Investi­tion auss­chließlich mit Eigenkap­i­tal der Fall wäre. Die Differenz zwis­chen den Zinszahlun­gen und der auf das Fremd­kap­i­tal entfal­l­en­den Rendite stellt demnach den Lever­age-Effekt dar.

Leverage-Quote

Fremd­fi­nanzierungsan­teil einer Private-Equity-Transak­tion. Bei konser­v­a­tiven Finanzierun­gen liegt der Lever­age-Anteil bei 50–60 %, bei progres­siven Finanzierun­gen sind Lever­age-Anteile von über 90 % seltener als z. B. in den 80er Jahren.

Leveraged Buy-Out (LBO)

(engl.) Fremd(kapital)finanzierte über­nahme, beze­ich­net die Akqui­si­tion eines Unternehmens unter Einbezug eines großen Anteils an Fremd­kap­i­tal zur Begle­ichung des Kauf­preises. Ãœblicher­weise erfolgt die auss­chließiche oder über­wiegende Besicherung der Akqui­si­tions­fi­nanzierung durch die Zielge­sellschaft und deren Vermö­gens­ge­gen­stände.

Leveraged Loans

Unter­gruppe syndizierter, also auf mehrere Gläu­biger verteil­ter, Darlehen, welche i.d.R. senior secured sind (also vorrangig gegenüber den anderen, als junior bzw. subor­di­nated eingestuften   Verbindlichkeiten zu bedi­enen sind), ferner nach den verschiede­nen hetero­ge­nen Defi­n­i­tio­nen entweder (1) keinen Invest­ment Grade besitzen (also unter­halb von BBB+ liegen) oder (2) ein Verhält­nis von Debt-to-EBITDA von 3.0 oder mehr aufweisen oder (3) vom Pric­ing her mehr als 150 Basis­punkte über der London Inter­bank Offered Rate (LIBOR) anzusiedeln sind.

Limited Partner (LP)

Eine Limited Part­ner­ship (dt. Beschränkte Part­ner­schaft) ist eine angel­säch­sis­che Unternehmen­srechts­form, die mit einer deutschen Komman­dit­ge­sellschaft vergle­ich­bar ist und sich aus mindestens zwei Gesellschaftern zusam­mensetzt. Der Komple­men­tär einer Limited Part­ner­ship ist der General Part­ner (GP), der eben­falls die Geschäfts­führung und Vertre­tungs­macht der Gesellschaft innehält. Die Inve­storen beteili­gen sich ähnlich wie Aktionäre bzw. Komman­di­tis­ten als Limited Part­ner.

Liquidationspräferenzen

Anders als der Wort­laut nahelegt, wird hier nicht nur die Verteilung von Über­schüssen aus der Liqui­da­tion einer Gesellschaft geregelt, sondern die Erlösverteilung im Fall eines Exits oder vergle­ich­baren Maßnah­men.

Litigation

Rechtsstreit.

Loan-to-own-Strategie

Spezial­isierte Inve­storen versuchen, den Wert von notlei­den­den Kred­iten durch einen Tausch gegen Unternehmen­san­teile zu real­isieren, meist ohne Abstim­mung mit dem Manage­ment oder den Altge­sellschaftern, um an der erwarteten Steigerung des Unternehmenswertes zu partizip­ieren. Diese Strate­gie kann bei erfol­gre­icher Umset­zung hohe Renditen brin­gen oder den Forderungsaus­fall bei drohen­der Insol­venz verhin­dern.

Locked Box-Prinzip

Alter­na­tiv zum Konzept der ‘Clos­ing Accounts’ hat sich in den letzten Jahren auch das sog. Locked Box-Prinzip etabliert. Bei diesem Prinzip geht es konzep­tionell nicht um eine Anpas­sung des Kaufver­trages, sondern darum, dass die Parteien auf einen möglichst zeit­na­hen Zwis­chen­ab­schluss Bezug nehmen, der i.d.R. vom Verkäufer garantiert wird. Der Verkäufer garantiert dann zusät­zlich dem Käufer, dass seit dem Stich­tag der Zwis­chen­bi­lanz keine direk­ten oder indi­rek­ten Abflüsse (in der Regel Liquid­itätsabflüsse, z.B. Divi­den­den) an den Verkäufer oder diesem naheste­hen­den Drit­ten erfolgt sind. Ein zwis­chen­zeitlich erwirtschafteter Gewinn fällt zu Gunsten, ein Verlust zu Ungun­sten des Käufers aus. Durch den festen Kauf­preis erre­icht der Verkäufer Preis­sicher­heit; nachträgliche Kauf­preisan­pas­sun­gen können sich allen­falls noch aus Gewährleis­tungs- oder Vertragsver­let­zun­gen ergeben. Zusät­zlich zum festen Kauf­preis wird vielfach eine Verzin­sung des Kauf­preises bis zum Vollzugstag vere­in­bart.

LP (Limited Partnership)

Eine in den USA häufig anzutr­e­f­fende Form der Perso­n­enge­sellschaft ist die sog. Limited Part­ner­ship. Ähnlich wie die deutsche Komman­dit­ge­sellschaft hat sie mindestens einen persön­lich haften­den Gesellschafter (General Part­ner) und einen beschränkt haften­den Gesellschafter (Limited Part­ner). Die Limited Part­ner­ship verbindet die Haftungs­beschränkung für die Mehrheit der Gesellschafter mit den Vorteilen einer Perso­n­enge­sellschaft im amerikanis­chen Steuer­recht. Equity Fonds sind normaler­weise als Komman­dit­ge­sellschaften organ­isiert mit einer festen Dauer von 10 Jahren.

M

M&A (Mergers and Acquisitions)

Fusio­nen und Unternehmen­süber­nah­men.

MAC-Klauseln (Material Adverse Change)

Werden den Finan­cial Covenants zugerech­net. Die Abkürzung für MAC steht für Mate­r­ial Adverse Change, über­setzt heißt das eine ‘wesentliche nachteilige Verän­derung’ der Grund­la­gen und Umstände einer Transak­tion. Bezugspunkt ist dabei regelmäßig die Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Zielge­sellschaft zum Zeit­punkt des Vertragss­chlusses.

Machine learning

bildet ein Teil­ge­biet der Erforschung von Künstlicher Intel­li­genz und zugle­ich einen Über­be­griff für weit­ere Tech­nolo­gien. Der Begriff beze­ich­net stark vere­in­facht einen Prozess, bei dem ein künstliches System mit Hilfe eines Algo­rith­mus anhand von Beispie­len trainiert wird, ohne diese jedoch einfach nur auswendig zu lernen und später abzu­gle­ichen. Vielmehr geht es darum, wiederkehrende Muster in den Beispie­len zu erken­nen und zu verall­ge­mein­ern, so dass das System anschließend in der Lage ist, auch unbekan­nte Daten zu analysieren, um daraus die gewün­schten Infor­ma­tio­nen auf Grund­lage von Wahrschein­lichkeiten zu extrahieren. Anwen­dun­gen gehören derzeit zu den gefragtesten KI-basierten Tech­nolo­gien.

Marketmaker

stellen Verkauf­spreise für Beteili­gun­gen, wick­eln Verkäufe ab und schaf­fen so Liquid­ität in einem Markt.

Material Adverse Effect-Klausel

(= MAC-Klausel).Wenn eine wesentliche Verschlechterung der Verhält­nisse beim Kred­it­nehmer eintritt, die mit einer gewis­sen Wahrschein­lichkeit dazu führt, dass der Kred­it­nehmer seinen Pflichten gemäß dem Kred­itver­trag nicht mehr nachkom­men kann, hat der Kred­it­ge­ber das Recht, den Kredit fällig zu stellen.

MBI (Management-Buy-In)

Über­nahme eines Unternehmens durch ein externes Manage­ment.

MBO (Management-Buy-Out)

Über­nahme des Unternehmens durch das vorhan­dene Manage­ment.

MENA-Investoren

Inve­storen aus der Region Middle East & North Africa.

MEP (Management Equity Participation)

Manage­ment-Unternehmens­beteili­gung

Mezzanine

Finanzierungsmit­tel, die die Finanzierungslücke zwis­chen Frem­dund Eigenkap­i­tal in der Kapi­tal­struk­tur fällen und sowohl Eigen- wie Fremd­kap­i­talcharak­ter haben. In Deutsch­land gebräuch­liche Formen: partiarische Darlehen, Gesellschaf­ter­dar­lehen, Vorzugsak­tien, Genusss­cheine, stille Beteili­gung, Seller’s‑Notes.

Mid Caps

siehe Large Caps.

MoRaKG

Deutsches Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbe­din­gun­gen für Kapi­tal­beteili­gun­gen.

Moral Hazard

Die englis­che Beze­ich­nung für moralis­ches Wagnis. Hierunter versteht man das Risiko, dass eine Person sich unmoralisch oder unacht­sam verhält, weil eine Versicherung, ein Gesetz oder eine andere Insti­tu­tion bei Verlus­ten schützt, die durch ihr Verhal­ten anson­sten entstän­den.

Mulligan-Klausel

Danach führt ein erster Verstoß gegen Finan­cial Covenants noch nicht zu den weitre­ichen­den Rechts­fol­gen eines Event of Default. Vielmehr wird dem Kred­it­nehmer eine Gnaden­frist eingeräumt, in der die Erfül­lung der Covenants in der Folgepe­ri­ode zur Heilung des Verstoßes führt. Mit anderen Worten: Ein Kred­itver­tragsver­stoß liegt bei der Mulli­gan-Klausel nur dann vor, wenn der Kred­it­nehmer in zwei aufeinan­der folgen­den Test­pe­ri­o­den gegen die Finanzkenn­zahlen verstoßen hat.

N

Net Debt-Abgleich

Es werden Barbestände und vergle­ich­bare Aktiva mit Finanzverbindlichkeiten, insbeson­dere mittel- und langfristi­gen Bankverbindlichkeiten, zum Teil aber auch „Quasi-Finanzverbindlichkeiten“, wie Steuern, Pensio­nen und gegebe­nen­falls weit­eren von den Parteien vere­in­barten Abzugspo­si­tio­nen saldiert.

Net Worth-Covenant

Ein bestimmtes Verhält­nis von Verbindlichkeiten zu Eigenkap­i­tal.

Non-Financial Covenants

Sie betr­e­f­fen vor allem die Sicher­heiten-Rangk­lauseln. Hier­bei sind Nega­tivk­lauseln, Posi­tiverk­lärun­gen und Gleich­stel­lungsverpflich­tun­gen zu unter­schei­den. Typis­cher­weise kennt die Praxis Kombi­na­tio­nen. Ein Verstoß gegen eine Nega­tivk­lausel führt bspw. häufig zur Pflicht eine entsprechen­den Sicher­heit zu stellen.

Non-Performing Loans

Leis­tungs­gestörte Kred­ite. Eine Leis­tungsstörung liegt vor, sobald es zu einem Ausfall des Schuld­ners kommt oder dieser seinen Zahlungsverpflich­tun­gen nur noch eingeschränkt nachkommt. Von Non- Perform­ing Loans ist insbeson­dere die Rede, sobald der Schuld­ner drei (so eine Empfehlung der Bank für Inter­na­tionalen Zahlungsaus­gle­ich) bis sechs Monate in Verzug geraten ist.

Notar-Anderkonto

Allge­mein Anderkonto, ist ein treuhän­derisch verwal­tetes aber in eigenem Namen (im Namen des Notars also) geführtes Konto.

P

Pari-passu Verbindlichkeiten

Gleichrangige Forderun­gen (lateinisch pari passu – „im gleichen Schritt“)

Payment in Kind (PIK)

Anlei­hen, die ihrem Emit­ten­ten für einen definierten Zeitraum die Option einräu­men, zum Coupon­ter­min entweder die fälli­gen Zinszahlun­gen in bar zu leis­ten oder den Anlei­hegläu­bigern eine Anleihe im Gegen­wert der fälli­gen Zinsleis­tun­gen zu übereignen.

PECs (Preferred Equity Certificates)

PECs sind (hybride) Finanzierungsin­stru­mente, die beim luxem­bur­gis­chen Darlehen­snehmer als steuer­liches und bilanzielles Fremd­kap­i­tal qual­i­fizieren. PECs können fest o. vari­abel verzinst sein.

Penalty

Geld­buße.

PIPE

Private Invest­ment in Public Equity (private Invest­ments in öffentlich kotierten Beteili­gun­gen).

Playing the yield curve

Einschätzung der Ertrags-/Risiko-Kurve, d.h. Inve­storen verlan­gen für höheres Risiko einen höheren Ertrag.

Pledge Funds

Pledge-Fonds oder auch Koin­vest­ment-Clubs sind grund­sät­zlich maßgeschnei­derte Anlage­mod­elle, die als alter­na­tive Struk­tur zum klas­sis­chen Private Equity-Fonds von Managern genutzt werden.

Post-Money-Bewertung

Beze­ich­net den Unternehmenswert, der bere­its das einge­brachte Kapi­tal des VC/PE-Investors enthält. Diese Meth­ode wird ange­wandt, wenn das Invest­ment nicht wert­er­höhend, sondern lediglich wert­er­hal­tend ist.

PPP (Public Private Partnership)

Abkürzung für Public Private Part­ner­ship, zu deutsch öffentlich-Private Part­ner­schaft (ÖPP) wird über­wiegend als Koop­er­a­tion von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft verstanden.

Pre-IPO

Unternehmen­sphase unmit­tel­bar vor der Börsene­in­führung.

Pre-Money-Bewertung

Damit ist der Unternehmenswert vor einer Finanzierungsrunde gemeint.

Prepayment

Vorauszahlung.

Pricing

Preis­gestal­tung bzw. Preis­poli­tik befasst sich mit der Analyse, Festle­gung und Überwachung von Preisen und Kondi­tio­nen von Produk­tion oder Dien­stleis­tun­gen und ist Teil der Distri­b­u­tions-poli­tik eines Unternehmens.

Primärmarkt

Finanz­markt für die erst­ma­lige Ausgabe von Wert­pa­pieren (Emis­sion) und deren Verkauf (Platzierung). Synonym: Emis­sion­s­markt; Gegen­sätze: Sekundär­markt, Umlauf­markt

Private Debt

umfasst Fremd­mit­tel, die vorwiegend von insti­tu­tionellen Inve­storen i.d.R. ausser­halb des Bankensek­tors zur Verfü­gung gestellt werden. Als Private Debt wird hier die Bere­it­stel­lung von Fremd­kap­i­tal vorwiegend durch insti­tu­tionelle Inve­storen außer­halb des Kapi­tal­mark­tes an Unternehmen beze­ich­net. Fremd­kap­i­tal- und Mezza­nine-Titel, die zumeist kein Invest­ment­grade-Rating haben.

Private Equity (PE)

 Eigenkap­i­tal. Firmen­beteili­gun­gen, die nur privat gehan­delt werden können, nicht in öffentlich geregel­ten Märk­ten.
 

Private High-Yield-Bonds

Privat platzierte Hochzin­san­leihe.

Private Placement Memorandum (PPM)

Über eine Privat­platzierung als “Public Place­ment” kann mit einem Private Place­ment Memo­ran­dum (Inve­storen-Memo­ran­dum) oder in Kurz­form als Beteili­gungs-Fact-Sheet eine Kapi­talbeschaf­fung zur Liquid­itätsverbesserung im Unternehmen durchge­führt werden.

Privatplatzierung

Sonder­form eines Börsen­gangs: Wert­pa­piere eines Unternehmens werden nur einem ausgewählten Inve­storenkreis und nicht öffentlich über die Börse ange­boten. Wenn ein Unternehmen seine Aktien an der Börse notieren lassen möchte, kann entweder das Unternehmen selbst (Selb­ste­mis­sion) oder die Emis­sions­bank (Fremde­mis­sion) die Aktien an ausgewählte Inve­storen verkaufen. Handelt es sich bei den Anteil­seign­ern auss­chließlich um sog. qual­i­fizierte Anleger (z.B. Banken, Fonds) oder sind es inner­halb der gesamten EU weniger als 100 nicht qual­i­fizierte Anleger, unter­liegt das Unternehmen nicht der Prospek­tpflicht (siehe Art. 2 Abs. 1e EU-PR Europäis­che Prospek­trichtlinie).

Public to private

Ein börsen­notiertes Unternehmen wird aus dem Handel genom­men, um Akquisitionen/ Veräußerun­gen von Betrieb­steilen, Umstruk­turierun­gen etc. durchzuführen.

Purchase Multiple

Kauf­preis eines Port­fo­lio-Unternehmens als Multi­p­lika­tor des EBITDA.

Purchase Price

Kauf­preis.

Q

QI (Qualified Intermediary)

Engl. qual­i­fied inter­me­di­ary, ist eine von der IRS als qual­i­fizierter Mittler einge­ord­nete Insti­tu­tion, wobei ein amerikanis­cher Rech­nung­sprüfer die Compli­ance von ausländis­chen Banken, etc. über­prüft.

Quantitative Lockerung

(oder QE von englisch quan­ti­ta­tive easing) beze­ich­net eine unkon­ven­tionelle Form der Ausweitung der Geld­ba­sis (expan­sive Geld­poli­tik) durch eine Zentral­bank. Dabei kauft die Zentral­bank meist langfristige private oder öffentliche Wert­pa­piere, in der Regel Staat­san­lei­hen, von Geschäfts­banken auf.

R

Request for Proposal (RfP)

Aufforderung zur Ange­botsab­gabe.

Reset Deals

Transak­tio­nen, die eine Preisan­pas­sung vorse­hen. Der Ausgabe­be­trag der Aktien oder das Umtauschver­hält­nis einer Wande­lan­leihe kann je nach Vere­in­barung in Abhängigkeit von verschiede­nen Krite­rien nach unten (oder nach oben) angepasst werden. Zu diesen Krite­rien kann z. B. der Aktienkurs des Emit­ten­ten zu einem bestimmten Zeit­punkt gehören. Siehe auch unter vari­able deals.

S

Schutzschirmverfahren

Stellt eine Kombi­na­tion aus dem Voll­streck­ungsstopp des vorläu­fi­gen Insol­ven­zver­fahrens und der Eigen­ver­wal­tung dar. Letztere wird zunächst für höch­stens drei Monate ange­ord­net, um einen Insol­ven­z­plan für das insol­vente Unternehmen auszuar­beiten.

SEC (Securities and Exchange Commission)

Die United States Secu­ri­ties and Exchange Commis­sion ist als US-Börse­nauf­sichts­be­hörde für die Kontrolle des Wert­pa­pier­han­dels in den Vere­inigten Staaten zuständig.

SEC-Filings

Meldun­gen und Unter­la­gen, die ein an einer US-amerikanis­chen Börse notiertes Unternehmen der Börse­nauf­sicht (Secu­ri­ties Exchange Commis­sion - SEC) in regelmäßi­gen Abstän­den oder bei bestimmten Ereignis­sen über­mit­teln muss. Darunter fallen z. B. Quar­tals­berichte, Jahresab­schlüsse, usw.

Second Lien Capital

i.d.R. eine Nachrang­fi­nanzierung zu bere­its beste­hen­den Finanzierun­gen.

Second Round-Financing

Die zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bere­its in einer ersten Runde Venture Capi­tal oder Private Equity erhal­ten hat.

Secondary Market

A market or exchange for secu­ri­ties which are bought or sold follow­ing their initial sale. Secondary liquid­ity is the trad­ing volume in thesec­ondary market

Secondary Public Offering (SPO)

Kapi­taler­höhun­gen durch Platzierung von weit­eren Firmenan­teilen über einen Börsen­gang bei Inve­storen.

Secondary Purchase

Eine Venture Capi­tal- oder Private Equity-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Port­fo­lio-Unternehmen an eine andere Venture Capi­tal- oder Private Equity-Gesellschaft bzw. an einen Finanz­in­vestor.

Secondary Transaktionen

Bei Secondary Private Equity (PE)-Transaktionen wird das beste­hende (Teil-)Portfolio von PE-Inve­storen (z.B. Venture Capi­tal, Bridge, Buy-outs, Mezza­nine, etc.) verkauft. Der Verkauf von einzel­nen Funds oder Teilen hier­von wird in der Regel vom Investor eingeleitet; er kann jedoch auch durch das Manage­ment der PE-Häuser initi­iert werden. Durch den Verkauf können die Inve­storen sofort Liquid­ität gener­ieren.

Seed Capital Financing

Finanzierung der Ausrei­fung und Umset­zung einer Idee in verw­ert­bare Resul­tate bis hin zum Proto­typ, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.

Seggregated Account

Getrennt geführtes Konto.

Sekundärmarkt

beze­ich­net im Finanzwe­sen einen Markt, auf dem die Mark­t­teil­nehmer bere­its in Umlauf befind­liche Finanzin­stru­mente als Handel­sob­jekt erwer­ben oder weiter veräußern. Komple­men­tär-Begriff ist der Primär­markt.

Seller’s Notes

Kauf­preis­stun­dun­gen. ‘Stehen gelassene’ Kauf­pre­is­forderun­gen seit­ens der Verkäufer, quasi ein Verkäufer­dar­lehen.

Senior Debt

Im engeren Sinn: bezo­gen auf Sicher­heiten und erstrangige Finanzierungslin­ien in einer Akqui­si­tions­fi­nanzierungs-Struk­tur; im weit­eren Sinn: Ober­be­griff für nicht nachrangige Mittel in einer Akqui­si­tions­fi­nanzierung.

SG & A

Engl. Abk. für Sales General and Admin­is­tra­tive Expense. Damit sind Vertrieb­s­ge­meinkosten gemeint, alle direk­ten und indi­rek­ten Kosten, die beim Vertrieb von Produk­ten anfallen, aber dem einzel­nen Produkt nicht direkt zugerech­net werden können – zum Beispiel Kosten für die Lagerung fertiger Erzeug­nisse, für das Verkaufs­büro, die Werbung.

SICAF (Société d’Investissement à Capital Fixe)

Franz. Abk. für société d’investissement à capi­tal fixe. Beze­ich­nung für die Rechts­form einer Luxem­bur­gis­chen Investi­tion­skap­i­talge­sellschaft mit festem Kapi­tal. Gegen­teil von SICAV.

SICAR (Société d’Investissement en Capital à Risque)

Eine SICAR ist eine Kapi­talge­sellschaft nach Luxem­bur­gis­chen Recht, deren Mittel in Risikovermögenswerte (Risikokap­i­tal) angelegt werden.

SICAV (Société d’Investissement à Capital Variable)

Eine beson­ders in Frankre­ich und Luxem­burg gebräuch­liche Aktienge­sellschaft, die über Gesellschaft­sor­gane sowie über ein Mindestkap­i­tal verfügt. Der Zweck der SICAV ist auf die Anlage des Gesellschaft­skap­i­tals in Wert­pa­pieren nach dem Grund­satz der Risikostreu­ung wie es das KAGG für deutsche Invest­ment­ge­sellschaften vorschreibt  beschränkt.

Side Car-Vehikel

Struk­turen für eine getren­nte Beteili­gung von Inve­storen, um einen beste­hen­den Private Equity-Fonds inner­halb seiner regulären Laufzeit aufzu­s­tocken.

Single Family Office (SFO)

Der Begriff Family Office kommt aus dem Englis­chen und beze­ich­net eine Gesellschaft, deren Zweck die Verwal­tung des privaten Großver­mö­gens einer Eigen­tümer­fam­i­lie ist.

Single Names

Einzelforderun­gen bzw. zumin­d­est Fremd­verbindlichkeiten einzel­ner Unternehmen.

Single Tickets

entspricht Single Names

Small Caps

kleine an Börsen gehan­delte Unternehmen. Im Allge­meinen werden Firmen, deren Börsenkap­i­tal­isierung weniger als 256 Mio. € beträgt, und die sich zusät­zlich als beson­ders wach­s­tumsstark zeigen, als Small Caps beze­ich­net; siehe auch Large Caps.

SME

Abk. für Small and Mid-size Enter­prises (mittel­ständis­che Unternehmen).

Social Return on Investment (SROI)

SROI ist eine Meth­ode, die den Ertrag sozialer Investi­tio­nen misst. Man geht von der Annahme aus, dass jeder Beitrag eines Subven­tion­s­ge­bers (gemein­nützige Fonds, Staat) an ein sozialge­sellschaftliches Projekt faktisch eine ‘Investi­tion’ in dieses Projekt darstellt und also auch als solche beurteilt werden kann.

Spin-Off

Ausgliederung und Verselb­st­ständi­gung einer Abteilung oder eines Unternehmen­steils aus einer Unternehmung/einem Konz­ern.

Squeeze-Out

Auss­chluss der Minder­heit­sak­tionäre. Ein Aktionär, dem mindestens 95 Prozent des Grund­kap­i­tals einer Aktienge­sellschaft gehören, (Haup­tak­tionär) kann verlan­gen, dass die Hauptver­samm­lung die Über­tra­gung der Aktien der übri­gen Aktionäre auf ihn beschließt. Nach der Eintra­gung des Über­tra­gungs­beschlusses im Handel­sreg­is­ter erwirbt der Haup­tak­tionär automa­tisch alle übri­gen Aktien der Gesellschaft gegen eine Barabfind­ung.

Stage Gate Innovationsprozess

Dient der Opti­mierung von Inno­va­tions- und Entwick­lung­sprozessen, mit vielschichti­gen Zielset­zun­gen, z.B. Kreieren von neuen Produkten/ Dien­stleis­tun­gen, schär­fere Fokussierung und bessere Prior­isierung im Entwick­lung­sprozess sowie Qual­itätsverbesserung und Risiko­min­imierung bei Prozessen. Basis ist das dreistu­fige „Filter­sys­tem“: Unternehmen­spoli­tis­cher Filter |Tech­nis­cher Filter | Ökonomis­cher Filter.

Start Up-Finanzierung

Grün­dungs­fi­nanzierung. Das betr­e­f­fende Unternehmen befindet sich in der Grün­dungsphase, im Aufbau oder erst kurz im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht in größerem Umfang vermark­tet.

Sub-Performing Loans

Kred­ite, bei denen bere­its eine geringfügige Leis­tungsstörung vorliegt (z. B. bei reduzierter Rück­zahlungsleis­tung) oder erwartet wird.

T

Tag Along-Recht

Das spiegel­bildliche Recht für Grün­der zu dem Drag Along-Recht ist das soge­nan­nte Tag Along-Recht. Dies ist ein Mitverkauf­s­recht, das Grün­der unter bestimmten Bedin­gun­gen dazu berechtigt, ihre Geschäft­san­teile mit zu veräußern, wenn Inve­storen ihre eige­nen Geschäft­san­teile veräußern.

Tag and Drag Rights

Vertragliche Mitveräußerungsrechte und ‑pflichten, die bei einer Veräußerung von Aktien­paketen greifen. Wenn ein Aktionär seine Aktien veräußern möchte, ermöglicht das Mitveräußerungsrecht (tag-along right) dem Finanz­in­vestor, seine Aktien zu densel­ben Bedin­gun­gen eben­falls an den Erwer­ber zu veräußern.Möchte der Erwer­ber die zusät­zlichen Aktien nicht erwer­ben, kommen die Veräußerer pro rata zum Zug. Umgekehrt kann der veräußernde Finanz­in­vestor von den übri­gen Aktionären verlan­gen, dass diese ihre Aktien zu densel­ben Bedin­gun­gen an einen inter­essierten Erwer­ber veräußern (drag-along right). So kann der Finanz­in­vestor insge­samt ein größeres Paket anbi­eten.

Tax Compliance

Beze­ich­net die Bere­itschaft von Bürg­ern, Inve­storen etc., geltende Steuerge­setze frei­willig zu achten und steuer­lichen Pflichten korrekt nachzukom­men.

Tax Compliance Management System (TCMS)

Ein System für die Einhal­tung von steuer­lichen Vorschriften um zuständige Prozesse und verant­wortliche Stellen zu iden­ti­fizieren und doku­men­tieren. Über die Doku­men­ta­tion sollen das Unternehmen und seine Leitung im Zweifels­fall vom Vorwurf eines leicht­fer­ti­gen Handelns bei Fehlern, die zu verkürzten Steuern geführt haben, entlastet werden.

Tax-Due Diligence

Unter­suchung der steuer­lichen Risiken.

TopCo

Abkürzung für Top-Unternehmen oder Oberge­sellschaft.

Track Record

Erfolgs- und Erfahrungs­geschichte einer Beteili­gungs­ge­sellschaft bzw. eines Unternehmens und dessen Manage­ments.

Trade Sale

Veräußerung der Unternehmen­san­teile an einen indus­triellen oder strate­gis­chen Investor.

U

Uncommitted Accordion Facility

Zusage der Banken, über eine Erhöhung des Kred­it­be­trages nachzu­denken, ohne dass diese zur Erhöhung verpflichtet sind.

Underwriting

Die Annahme eines bestimmten Transak­tion­srisikos durch eine Bank oder Versicherung. Z. B. Zeich­nungsentschei­dung im Erst- und Rück­ver­sicherungs­geschäft. Dazu gehören auch die Prüfung und Einschätzung von (Rück-)Versicherungsrisiken einschl. der Fest­set­zung einer angemesse­nen Prämie.

Underwriting Process

Der Vorgang bzw. die Unterze­ich­nung der Risikoüber­nahme.

Unicorn

Unicorns sind Jungun­ternehmen, die mit mindestens einer Milliarde US-Dollar bewertet werden. Insge­samt haben 40 europäis­che und insge­samt 229 Unternehmen die Milliar­den­grenze geknackt (Januar 2016). Darunter Uber, Xiaomi, Airbnb, Palan­tir, Snapchat, Drop­box and Pinter­est.

Unternehmensanleihen

Unternehmen können sich neben Bankkred­iten auch über die Ausgabe von Unternehmen­san­lei­hen, engl. Corpo­rate Bonds, über den Kapi­tal­markt mit Fremd­kap­i­tal versor­gen. Die Ausstat­tungsmerk­male wie Laufzeit, Kupon und Emis­sionsvol­u­men sind im Emis­sion­sprospekt erläutert. Dabei begeben Indus­trie­un­ternehmen häufig Schuld­ver­schrei­bun­gen um die Liquid­ität des Unternehmens zu gewährleis­ten oder zu stützen. Dabei ist insbeson­dere das Rating des Emit­ten­ten zu beachten, die Bonität der einzel­nen Unternehmen beein­flusst den zu zahlen­den Zinssatz für die emit­tierte Anleihe. Unternehmen­san­lei­hen mit erstk­las­sigem Rating weisen dabei eine niedrigere Rendite auf als die mit einem schlechten Rating.

Utilization Fees

Inanspruch­nah­mege­bühr.

V

Variable Deals

Bei einer Transak­tion mit vari­ablem Preis verän­dert sich der Ausgabe­be­trag der Aktien oder das Umtauschver­hält­nis einer Wande­lan­leihe in Abhängigkeit von dem Aktienkurs der Gesellschaft nach dem Clos­ing. Siehe auch unter reset deals.

Vendor

der Verkäufer, Anbi­eter

Vendor Due Diligence

Die Vendor (Verkäufer-) Due Dili­gence ist eine vom Veräußerer in Auftrag gegebene Due Dili­gence, im Rahmen derer ein externer Berater in der Funk­tion eines neutralen Gutachters das Verkauf­sob­jekt analysiert und beurteilt. Sie ist nicht nur eine wesentliche Grund­lage für die Bewer­tung des Unternehmens und ihrer Risiken durch den Verkäufer, sondern dient auch als „Rüstzeug“ für die späteren Verhand­lun­gen.

Vendor Loan/ Vendor Financing

Vor allem beim Kauf von Unternehmen­san­teilen (manch­mal auch von Aktien im Paket) getrof­fene Vere­in­barung, wonach der Verkäufer den Kauf­preis gesamthaft oder zum Teil als Darlehn an den Käufer (Vendor Loan; so auch oft im Deutschen) bere­it­stellt. Häufig im Zusam­men­hang mit Seed Capi­tal prak­tiziert; der Grün­der bringt die Anteile der Bank bzw. anderer Inve­storen auf diesem Weg (als Grund­kap­i­tal) in sein Unternehmen ein.

Vendor Services

Dien­stleis­tun­gen für den Verkäufer eines Unternehmens, die dazu dienen sollen, ihn zu einer opti­male Posi­tion­ierung für die (Teil-) Veräusserung zu verhelfen.

Venture Capital (VC)

Haften­des Eigenkap­i­tal (auch Risiko- oder Wagniskap­i­tal), das in der Regel zusam­men mit unternehmerischer Beratung des Kapi­tal­ge­bers zur Verfü­gung gestellt wird. Venture Capi­tal ist eine spezielle Form von Beteili­gungskap­i­tal (Private Equity).

Venture Debt

ist eine von Banken oder Fonds als Ergänzung zur Eigenkap­i­tal­fi­nanzierung gewährte Form der Fremd­fi­nanzierung in den Wach­s­tum­sphasen eines junger Unternehmen.

Venture Leasing

Durch Anlagev­er­mö­gen finanziertes Venture Capi­tal für Star­tups und junge Unternehmen gegen Leas­ing-Gebühren.

Venture Loan

Darlehen eines Venture Capi­tal-Gebers aus Eigen­mit­teln (banke­nun­ab­hängig) an ein Unternehmen.

W

Waiver

Ausset­zung, Befreiung, Aufhe­bung, Erlass (der Vertragsstörung).

Waiver Fee

Eine Sank­tion, z.B. Zinser­höhung oder Nachbesicherung, im Falle der Vere­in­barung eines Waivers für den Covenant-Bruch.

Warehousing

Durch Vorfi­nanzierung von Ziel­fonds-Invest­ments kann der Invest­ment­man­ager (eines Fonds) bere­its während der Zeich­nungsphase frühzeitig Engage­ments einge­hen.

Warrants

Option­ss­cheine: Sicher­heiten eines Unternehmens, die dem Eigen­tümer das Recht einräu­men, zukün­ftig Aktien zu einem vere­in­barten Preis an dem Unternehmen zu erwer­ben.

WKBG

Wagniskap­i­tal­beteili­gungs­ge­setz.

Working Capital

Das Work­ing Capi­tal ergibt sich aus der Differenz von Umlaufver­mö­gen und kurzfristi­gen Verbindlichkeiten. Diese Differenz und auch der Quotient, die sog. Work­ing Capi­tal Ratio dienen als Kennz­if­fern der Liquid­itätssi­t­u­a­tion eines Unternehmens und sind dabei insbeson­dere für die Kred­itwürdigkeit­sprü­fung wichtig.

Working Capital Management (WCM)

Im Rahmen des Work­ing Capi­tal Manage­ments können aus dieser Kenn­zahl in Verbindung mit weit­eren Kenn­zahlen und Analy­sen Opti­mierungspo­ten­tiale in der Lager­hal­tung oder dem Forderungs­man­age­ment ermit­telt sowie Schwach­stellen im Verbindlichkeiten-Manage­ment fest­gestellt werden.

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