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Foto: Tanja Birkholz, Vorstandsvorsitzende der SCHUFA Holding AG (Foto: Schufa AG)

Geldwäsche-Bekämpfung: SCHUFA erwirbt STRATECO

Foto: Tanja Birk­holz, Vorstands­vor­sit­zende der SCHUFA Holding AG (Foto: Schufa AG)
23. Juni 2026

Wies­ba­den – Die SCHUFA Holding AG erwirbt die STRATECO GmbH und baut ihr KYC- und Compli­­ance-Geschäft gezielt zum zwei­ten stra­te­gi­schen Stand­bein neben der Boni­tät aus. Ziel ist es, ihre Posi­tion als unab­hän­gi­ger, tech­no­lo­gie­ge­stütz­ter Part­ner für Unter­neh­mens­kun­den zu stär­ken. Die „SCHUFA Compli­ance Suite“ wird sich naht­los in das deut­sche Finanz­öko­sys­tem einfü­gen und als de-facto-Stan­­dard für regel­kon­forme und effi­zi­ente Compli­­ance-Lösun­­gen etablieren.

Im Zentrum steht dabei die Bünde­lung der komple­men­tä­ren Kompe­ten­zen der bereits seit 2020 bestehen­den SCHUFA-Toch­­ter­­ge­­sel­l­­schaft Clari­Lab (KYCnow) und von STRATECO unter dem Dach der „SCHUFA Compli­ance Suite“. Während die SCHUFA über Clari­Lab insbe­son­dere skalier­bare, stan­dar­di­sierte KYC-Prozesse einbringt, ergänzt STRATECO das Ange­bot durch 25 Jahre Erfah­rung vorwie­gend im Corpo­rate- und Invest­ment­ban­king. So entsteht ein inte­grier­tes Ange­bot, das Daten, Tech­no­lo­gie und opera­tive Dienst­leis­tun­gen entlang der gesam­ten KYC-Wert­­schöp­­fungs­­kette vereint und Finanz­in­sti­tu­ten ganz­heit­li­che Lösun­gen bietet. Gleich­zei­tig beglei­tet die SCHUFA mit diesem Ansatz aktiv die Euro­päi­sie­rung der Geld­wä­sche­prä­ven­tion und adres­siert den wach­sen­den Bedarf an KYC-Leis­­tun­­gen im Finanz­sek­tor. Über den Kauf­preis haben die Parteien Still­schwei­gen vereinbart.

Mit dem Erwerb wird STRATECO ein 100-prozen­­ti­­ges Toch­ter­un­ter­neh­men der SCHUFA und eine Schwes­ter­ge­sell­schaft von ClariLab.

Geld­wä­sche­be­kämp­fung: SCHUFA wird zur Go-To-Adresse für die Banken

„Wir schaf­fen mit der Kombi­na­tion aus STRATECO und KYCnow für unsere Kunden ein einzig­ar­ti­ges, inte­grier­tes End-to-End-Ange­­bot entlang der gesam­ten KYC-Wert­­schöp­­fung. So brin­gen wir Kompe­tenz und Tech­no­lo­gie zusam­men, um die gemein­same Wirk­kraft für den Kampf gegen die Geld­wä­sche konti­nu­ier­lich zu erhö­hen. Laut Schät­zun­gen werden in Deutsch­land jedes Jahr mehr als 100 Milli­ar­den Euro ille­gal in den Geld­kreis­lauf geschleust“, sagt Tanja Birk­holz, Vorstands­vor­sit­zende der SCHUFA Holding AG.

„Unsere Akti­vi­tä­ten in der Geld­wä­sche­be­kämp­fung und die der SCHUFA ergän­zen sich komple­men­tär“, sagt Laurence Dick­ler von STRATECO. „Die SCHUFA bringt hier vor allem ihre hohe Quali­tät der Daten­ba­sis und das hohe Vertrauen in den Marken­na­men ein. Wenn wir nun unsere Akti­vi­tä­ten bündeln, haben wir das Poten­zial zur Markt­füh­rer­schaft“, ergänzt Dickler.

„Die euro­päi­sche Geld­wä­sche­ver­ord­nung wird den Markt nach­hal­tig verän­dern und den Bedarf an quali­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Daten, intel­li­gen­ten Tech­no­lo­gien und effi­zi­en­ten Prozes­sen weiter erhö­hen. Gemein­sam mit STRATECO und der SCHUFA schaf­fen wir die Voraus­set­zun­gen, um unsere Kunden bei dieser Trans­for­ma­tion zu beglei­ten”, sagt Tobias Weber, Geschäfts­füh­rer von KYCnow.

Mit STRATECO in höhere Markt­seg­mente vordringen
Die in Bad Homburg ansäs­sige, vor 25 Jahren gegrün­dete und rund 160 Voll­zeit­stel­len zählende STRATECO verfügt über ausge­prägte regu­la­to­ri­sche und prozes­suale Exper­tise, tief­ge­hende Erfah­rung in regu­la­to­ri­schen Bera­tungs­pro­jek­ten und Mana­­ged-Services-Mandate sowie eine hohe Akzep­tanz bei Tier‑1 und Tier‑2 Insti­tu­ten. Damit erwei­tert STRATECO das Port­fo­lio der SCHUFA um die High-End Fall­ab­de­ckung im hoch­kri­ti­schen Bereich. Beide Unter­neh­men verbin­det eine jahre­lange Zusam­men­ar­beit. Mit Dienst­leis­tun­gen rund um Compli­ance und Regu­la­to­rik erwirt­schaf­tet STRATECO rund 90 Prozent seiner Umsätze.

Die vor sechs Jahren gegrün­dete Clari­Lab mit ihrer betrie­be­nen Tech­no­lo­gie­platt­form KYCnow hat rund 700 Kunden, darun­ter 400 Banken. Haupt­funk­tion der Platt­form ist es, stan­dar­di­sierte KYC-Prozesse effi­zi­ent zu auto­ma­ti­sie­ren. Beide Unter­neh­men ergän­zen sich ideal und bilden eine durch­gän­gige KYC-Wertschöpfungskette.

Die Über­nahme ist eine Antwort auf Komple­xi­tät des Marktes

Die Über­nahme ist zugleich eine Antwort auf die stei­gen­den Anfor­de­run­gen der Geld­wä­sche­be­kämp­fung im Zuge der euro­päi­schen Regu­lie­rung und der neuen EU-Aufsichts­­struk­­tu­­ren rund um AMLA. Diese führen zu mehr Komple­xi­tät bei Daten und Prozes­sen, sowie höhe­rer Prüf-Frequenz.

Die SCHUFA posi­tio­niert sich mit ihrem Ansatz gezielt als natio­na­ler Anbie­ter. Sie arbei­tet aber bereits heute mit deut­schen Nieder­las­sun­gen eini­ger inter­na­tio­na­ler Finanz­in­sti­tute zusam­men und wird ihre Kunden künf­tig verstärkt in euro­päi­sche Märkte beglei­ten. Auf diese Weise leis­tet die SCHUFA auch einen Beitrag zur Absi­che­rung der Souve­rä­ni­tät des deut­schen Banken-Sektors.

Die SCHUFA

Die Schutz­ge­mein­schaft für allge­meine Kredit­si­che­rung – SCHUFA – unter­stützt Menschen, unkom­pli­ziert, sicher und güns­tig ihre finan­zi­el­len Wünsche zu erfül­len. Wir arbei­ten dafür, dass Menschen bequem und schnell Geschäfte täti­gen können und Unter­neh­men ihnen Vertrauen schen­ken – ohne sie persön­lich zu kennen. Wir redu­zie­ren für Anbie­ter von Kredi­ten, Waren und Dienst­leis­tun­gen die Risi­ken eines Zahlungs­aus­falls, was mehr Geschäfte zu guten Kondi­tio­nen möglich macht. So unter­stüt­zen wir Wachs­tum und Wohl­stand in Deutsch­land. Die SCHUFA ist ein wich­ti­ger Teil unse­rer Wirt­schaft. Mit moderns­ter Tech­no­lo­gie analy­sie­ren und bewer­ten wir über 350.000 Anfra­gen täglich. So schaf­fen wir es, die Wünsche von Verbrau­che­rin­nen und Verbrau­chern mit den Sicher­heits­be­dürf­nis­sen von Anbie­tern zusam­men­zu­brin­gen. Wir erstel­len Boni­­täts-Scores und bieten Lösun­gen an, mit denen sich Menschen und Unter­neh­men vor Iden­ti­täts­dieb­stahl und Betrug schüt­zen können. Wir leis­ten einen wich­ti­gen Beitrag zur Geld­wä­sche­prä­ven­tion und helfen den daraus resul­tie­ren­den volks­wirt­schaft­li­chen Scha­den zu begren­zen. Außer­dem stel­len wir eine Platt­form für den bran­chen­über­grei­fen­den Austausch von Nach­hal­tig­keits­da­ten zur Verfü­gung. Die SCHUFA beschäf­tigt rund 1.000 Mitar­bei­tende und erwirt­schaf­tete im Geschäfts­jahr 2025 rund 293 Millio­nen Euro Umsatz.

Das SCHUFA Engagement

Die SCHUFA hat ihr gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment in den vergan­ge­nen Jahren konti­nu­ier­lich ausge­baut und trägt damit zu einer trans­pa­ren­ten Finanz­kul­tur und Über­schul­dung­vor­sorge in Deutsch­land bei. Als Infor­ma­ti­ons­dienst­leis­ter für Wirt­schaft und Verbrau­che­rin­nen / Verbrau­cher stehen vor allem die Themen Aufklä­rung und Daten­schutz im Mittel­punkt vieler Projekte. Die wich­tigs­ten Projekte im Über­blick: Der jähr­li­che erschei­nende Risiko- und Kredit-Kompass beleuch­tet die Konsum­kom­pe­tenz und das Kredit­ver­hal­ten der deut­schen Bürge­rin­nen und Bürger. Der SCHUFA-Verbrau­cher­­bei­rat disku­tiert aktu­elle Verbrau­cher­the­men und entwi­ckelt daraus Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die SCHUFA. Die SCHUFA Ombuds­frau kümmert sich als neutrale Schlich­tungs­stelle um die Belange der Verbrau­che­rin­nen und Verbrau­cher. Mit der Bildungs­in­itia­tive „Wirt­schafts­Werk­statt – Nimm deine Finan­zen in die Hand“ und „SCHUFA macht Schule“ enga­giert sich die SCHUFA für die Ausbil­dung von Finanz­kom­pe­tenz bei Jugend­li­chen und jungen Erwach­se­nen. Mit der FIX-Studie setzt sich die SCHUFA für mehr finan­zi­elle Teil­habe ein, als Part­ne­rin der Special Olym­pics Deutsch­land enga­giert sie sich für Inklu­sion und Teil­habe von Menschen mit geis­ti­ger Beeinträchtigung.

 

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