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Editorials

 

Konstruktive Disruption durch radikale Offenheit

Foto: Dr. Philipp Hübl
FYB 2019

Konstruk­tive Disrup­tion durch radikale Offen­heit

Im Zeital­ter der Digi­tal­isierung ändert sich die Umwelt schnell. Doch um den digi­talen Wandel zu verste­hen, stellen die meis­ten Analy­sen die falsche Frage, nämlich: Wie verän­dern die neuen Tech­nolo­gien uns? Die wichtigere Frage lautet aber: Wie müssen wir uns verän­dern, welche Eigen­schaften müssen wir haben, um mit dem Wandel umzuge­hen? Je schneller die Umbrüche in der Gesellschaft, desto zentraler wird Offen­heit als Hand­lungs­maxime. Offen­heit ist die Tugend der digi­talen Epoche.

Probieren Sie im Restau­rant jedes Mal ein neues Gericht aus? Fahren Sie an Urlaub­sorte, die sie noch nicht kennen? Dann haben Sie ziem­lich wahrschein­lich einen hohen Wert beim Persön­lichkeitsmerk­mal „Offen­heit“. Menschen, die der Welt gegenüber offen sind, wählen eher progres­sive und liberale Parteien. Die Forschung zeigt: Offen­heit ist ein besserer Indika­tor, um Wahlver­hal­ten vorherzusagen, als klas­sis­che Merk­male wie Auffas­sun­gen über Steuer­poli­tik. Sind Sie beson­ders struk­turi­ert, diszi­plin­iert und halten Ihre Versprechen? Dann haben Sie vermut­lich einen hohen Wert bei „Verlässlichkeit“. Verlässliche Menschen legen Wert auf Ordnung und kommen selten zu Termi­nen zu spät. Wenig über­raschend wählen verlässliche Menschen eher tradi­tionelle und konser­v­a­tive Parteien.

 

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