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FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN
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Foto: Patrick Claessen, Partner beim Cottonwood Technology Fund in Amsterdam (Foto © Cottonwood Technology)

Cottonwood Technology führt € 3 Mio.-Runde für plasmotion an

Foto: Patrick Claes­sen, Part­ner beim Cotton­wood Tech­no­logy Fund in Amster­dam (Foto © Cotton­wood Technology)
6. Okto­ber 2026

Chem­nitz — plas­mo­tion, ein deut­sches Deep­T­ech-Unter­­neh­­men, das Indus­trie­ma­schi­nen und firmen­ei­gene Elek­tro­lyte für die plas­ma­elek­tro­ly­ti­sche Ober­flä­chen­be­ar­bei­tung von Metall­bau­tei­len entwi­ckelt und herstellt, hat sich eine neue Finan­zie­rung in Höhe von 3 Millio­nen Euro gesi­chert, ange­führt vom Cotton­wood Tech­no­logy Fund und unter­stützt durch den Fonds des Euro­päi­schen Inno­va­ti­ons­rats (EIC). Die Inves­ti­tion wird die nächste Phase des indus­tri­el­len Wachs­tums von plas­mo­tion unter­stüt­zen, darun­ter die weitere Kommer­zia­li­sie­rung seiner firmen­ei­ge­nen Plas­ma­po­lier­tech­no­lo­gien, die Skalie­rung seiner Stan­­dard-Maschi­­nen­­plat­t­­for­­men und den Ausbau seines Geschäfts mit Indus­trie­kun­den in Europa und weltweit.

plas­mo­tion hat seinen Sitz in der Region Chem­nitz, einem der tradi­tio­nel­len Zentren Deutsch­lands für fort­schritt­li­che Ferti­gung und Maschi­nen­bau. Das Unter­neh­men ist ein Spin-off der TU Berg­aka­de­mie Frei­berg und entwi­ckelt eine neue Gene­ra­tion auto­ma­ti­sier­ter Tech­no­lo­gien zur Ober­flä­chen­be­ar­bei­tung von Metallbauteilen.

Seine Tech­no­lo­gie kombi­niert Elek­tro­che­mie und Plas­ma­phy­sik, um Metall­ober­flä­chen zu polie­ren, zu entgra­ten, zu reini­gen und zu modi­fi­zie­ren – ohne herkömm­li­ches mecha­ni­sches Polie­ren oder aggres­sive chemi­sche Verfah­ren. Ein wesent­li­ches Allein­stel­lungs­merk­mal ist die von plas­mo­tion entwi­ckelte JETPEP-Tech­­no­­lo­­gie, die es ermög­licht, das plas­ma­elek­tro­ly­ti­sche Polie­ren selek­tiv auf bestimmte Berei­che eines Bauteils anzu­wen­den. Mithilfe eines kontrol­lier­ten Elek­­tro­­lyt-Strahls können bei diesem Verfah­ren komplexe Geome­trien und einzelne Ober­flä­chen bear­bei­tet werden, ohne dass ein gesam­tes Bauteil einge­taucht und poliert werden muss. Dies eröff­net Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten für große und komplexe Bauteile sowie für Ferti­gungs­um­ge­bun­gen, in denen unter­schied­li­che Teile unter­schied­li­che Ober­flä­chen­an­for­de­run­gen stellen.

plas­mo­tion vereint firmen­ei­gene Elek­tro­lyt­for­mu­lie­run­gen, Prozess-Know-how, haus­ei­ge­nen Maschi­nen­bau und Auto­ma­ti­sie­rung zu einer inte­grier­ten Lösung. Die Elek­tro­lyte auf Wasser- und Salz­ba­sis sind für ein brei­tes Spek­trum an Metal­len und Legie­run­gen ausge­legt, darun­ter Edel­stähle, Titan, Alumi­nium, Kupfer und Speziallegierungen.

Die Tech­no­lo­gie ermög­licht Ober­flä­chen­rau­hei­ten von bis zu etwa Ra 0,02 µm und vereint gleich­zei­tig Polie­ren, Entgra­ten und Reini­gen. Bestehende und vali­dierte Anwen­dungs­be­rei­che reichen von der Medi­zin­tech­nik und Fein­me­cha­nik über Schmuck und Werk­zeug­bau bis hin zu Halb­lei­ter­aus­rüs­tung und ande­ren hoch­mo­der­nen Fertigungsbranchen.

Indus­tria­li­sie­rung eines neuen Ansat­zes zur Oberflächenveredelung

Viele hoch­wer­tige Metall­kom­po­nen­ten erfor­dern nach wie vor ein arbeits­in­ten­si­ves mecha­ni­sches Polie­ren oder herkömm­li­che elek­tro­che­mi­sche Verfah­ren, die mehrere Produk­ti­ons­schritte umfas­sen. Das Ziel von plas­mo­tion ist es, diese komple­xen Prozess­ket­ten durch hoch­au­to­ma­ti­sierte und repro­du­zier­bare Endbe­ar­bei­tungs­ver­fah­ren zu erset­zen, die sich direkt in die indus­tri­elle Ferti­gung inte­grie­ren lassen. Die einzig­ar­tige Kombi­na­tion aus Plas­ma­phy­sik, Elek­tro­che­mie und Strö­mungs­dy­na­mik ermög­licht dies durch eine unüber­trof­fene geome­tri­sche Genauigkeit.

Das Port­fo­lio des Unter­neh­mens umfasst die dive.pro-Systeme für das tauch­ba­sierte Plas­ma­po­lie­ren sowie die auf der JETPEP-Plat­t­­form von plas­mo­tion basie­ren­den jet.pro-Systeme für die punk­tu­elle Bear­bei­tung. Beide kommen voll­stän­dig ohne den Einsatz gefähr­li­cher Stoffe aus und lassen sich daher problem­los in eine CNC-Ferti­­gungs­­um­­ge­­bung inte­grie­ren – ohne spezi­elle Boden­be­läge und ohne spezi­elle Schutzausrüstung.

Vincent Step­pu­tat, Mitbe­grün­der und CEO von plas­mo­tion, sagte: „Wir hatten nie vor, Labor­ge­räte zu bauen. Jede plas­­mo­­tion-Maschine wird von der ersten Skizze an für die hoch­wer­tige Ferti­gung konzi­piert – als Stan­dard­ma­schine, die ein Kunde einmal quali­fi­ziert und dann Schicht für Schicht in der Produk­tion einsetzt. Unsere dive.pro-Systeme leis­ten genau das bereits in den Ferti­gungs­hal­len unse­rer Kunden. Mit Cotton­wood und dem EIC-Fonds an unse­rer Seite werden wir nun JETPEP auf densel­ben indus­tri­el­len Reife­grad brin­gen und plas­mo­tion inter­na­tio­nal ausbauen.“

Patrick Claes­sen, Part­ner beim Cotton­wood Tech­no­logy Fund, sagte: „plas­mo­tion ist genau die Art von indus­tri­el­lem Deep-Tech-Unter­­neh­­men, in das Cotton­wood gerne inves­tiert: komplexe Wissen­schaft, umge­setzt in eine Tech­no­lo­gie, die ein sehr konkre­tes Ferti­gungs­pro­blem löst. Die Ober­flä­chen­be­ar­bei­tung mag wie ein rela­tiv einfa­cher Schritt in der Ferti­gung erschei­nen, doch bei hoch­prä­zi­sen Bautei­len kann sie einer der arbeits­in­ten­sivs­ten, kost­spie­ligs­ten und am schwie­rigs­ten zu auto­ma­ti­sie­ren­den Prozesse sein. Wir sehen erheb­li­che Chan­cen, diese Tech­no­lo­gie welt­weit zu skalieren.“

Die neue Finan­zie­rung wird dazu verwen­det, die Systeme jet.pro und jet.pro 3D in die Seri­en­pro­duk­tion zu über­füh­ren, die Ferti­gung der Stan­dard­ma­schi­nen und Elek­tro­lyte von plas­mo­tion auszu­wei­ten sowie den Vertrieb und die Anwen­dungs­ent­wick­lung in Europa und inter­na­tio­nal auszu­bauen. Die Finan­zie­rung erfolgt zu einem Zeit­punkt, an dem sich die euro­päi­sche Indus­trie zuneh­mend auf fort­schritt­li­che Ferti­gung, Auto­ma­ti­sie­rung, Ressour­cen-Effi­­zi­enz und die Verrin­ge­rung der Abhän­gig­keit von arbeits­in­ten­si­ven Produk­ti­ons­pro­zes­sen konzentriert.

Über plas­mo­tion

Die plas­mo­tion GmbH entwi­ckelt und fertigt Indus­trie­ma­schi­nen sowie firmen­ei­gene Elek­tro­lyte für die plas­ma­elek­tro­ly­ti­sche Ober­flä­chen­be­ar­bei­tung von Metal­len. Ihre Lösun­gen ermög­li­chen es Indus­trie­kun­den, Metall­bau­teile in hoch­au­to­ma­ti­sier­ten Prozes­sen zu polie­ren, zu entgra­ten, zu reini­gen und zu modi­fi­zie­ren. Das Port­fo­lio des Unter­neh­mens umfasst drei Säulen: die Stan­dard­ma­schi­nen „dive.pro“ für das tauch­ba­sierte Plas­ma­po­lie­ren, die bereits bei Indus­trie­kun­den in der Seri­en­pro­duk­tion im Einsatz sind; jet.pro und jet.pro 3D, basie­rend auf JETPEP, der firmen­ei­ge­nen Tech­no­lo­gie für die selek­tive, loka­li­sierte plas­ma­elek­tro­ly­ti­sche Bear­bei­tung; sowie firmen­ei­gene Elektrolytlösungen.

Als Spin-off der TU Berg­aka­de­mie Frei­berg ist plas­mo­tion in der Tech­no­lo­gie­re­gion Chemnitz/Freiberg in Sach­sen ansäs­sig und bedient Anwen­dun­gen in verschie­de­nen Berei­chen der fort­schritt­li­chen Ferti­gungs­in­dus­trie. — www.plasmotion.com

Über den Cotton­wood Tech­no­logy Fund

Der Cotton­wood Tech­no­logy Fund ist ein Venture Capi­­tal-Fonds für Früh­­pha­­sen-Inves­­ti­­tio­­nen, der zu den besten 10 Prozent seiner Bran­che gehört. Sein Schwer­punkt liegt auf den Berei­chen „Hard Science“ und „Deep Tech“, wobei er IP-getrie­­bene Unter­neh­men in der (Pre-)Seed- und Früh­phase finan­zi­ell unter­stützt. Cotton­wood tätigt Impact-Inves­t­­ments in Schlüs­sel­tech­no­lo­gien wie Photo­nik, Mikro- und Nano­elek­tro­nik, Quan­ten­phy­sik, fort­schritt­li­che Werk­stoffe, Nano­tech­no­lo­gie, Medi­zin­tech­nik, Klima­tech­nik, fort­schritt­li­che Ferti­gung und Robo­tik. Cotton­wood konzen­triert sich auf Start-ups aus den Nieder­lan­den, Deutsch­land und dem Südwes­ten der USA – Regio­nen mit zahl­rei­chen natio­na­len Labo­ren, Forschungs­uni­ver­si­tä­ten und Forschungszentren.

Zu den aktu­el­len und frühe­ren Inves­ti­tio­nen zählen Skor­pios Tech­no­lo­gies, Sarcos Robo­tics (NASDAQ: PDYN), Bayo­Tech, Sencure, Infi­ni­tum Elec­tric, Flexi­ra­mics, Daisy Geno­mics, Sound­Energy, Circu­lar Geno­mics, Matrix Wild­fire, Green Theme Tech­no­lo­gies, Reyedar, Smart­na­no­tu­bes Tech­no­lo­gies, Keiron Prin­ting Tech­no­lo­gies, Orange Quan­tum Systems, Falqon Tech­no­lo­gies, Bril­li­ance RGB, QT Sense, inPho­cal, Casmir, Applied Impact Robo­tics und Plas­mo­tion. — www.cottonwood.vc

Über den Fonds des Euro­päi­schen Inno­va­ti­ons­rats (EIC)

Der Fonds des Euro­päi­schen Inno­va­ti­ons­rats der Euro­päi­schen Kommis­sion ist ein Deep-Tech-Inves­­tor, der in alle Tech­no­lo­gie­be­rei­che inves­tiert. Der EIC-Fonds zielt darauf ab, eine entschei­dende Finan­zie­rungs­lü­cke zu schlie­ßen und Unter­neh­men bei der Entwick­lung und Vermark­tung disrup­ti­ver Tech­no­lo­gien zu unter­stüt­zen. Mit seinem umfang­rei­chen Netz­werk aus Kapi­tal­ge­bern und stra­te­gi­schen Part­nern teilt er das Risiko und bindet Markt­ak­teure ein.

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