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125 Mio. USD Series B: Abu Dhabis Staatsfonds investiert in Wefox Group

Berlin / Abu Dhabi – In der Series B erhält die Wefox Gruppe eine Finanzierung in Höhe von 125 Mio. USD. Die Mubadala Investment Company, Staatsfonds von Abu Dhabi, führt die Runde an – das Kapital stammt aus dem neu aufgelegten European Ventures Fund. Zudem steigt mit Creditease ein chinesisches Fintech bei den Berlinern ein, das bei der Expansion in China helfen soll. Außerdem investiert die US-Bank Goldman Sachs. Weitere Mittel steuern bestehende Geldgeber bei: Horizon Ventures, Idinvest Partners, Seedcamp, Speedinvest und Target Global sind erneut an Bord.

Insurtech will in den asiatischen Markt expandieren
Außerdem will das Insurtech expandieren: der asiatische Markt ist im Fokus. Insurtechs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Investoren. Sie schaffen Geschäftsmodelle, die einen bisher weitgehend analogen Markt digitalisieren können und schließen damit an den Erfolg von Fintechs an. Diese digitalisieren seit Jahren mit finanzieller Unterstützung großer Investoren und mitunter auch über Partnerschaften mit Etablierten die Banken-Branche. Beispiels ist N26: Im Januar hat das Fintech 300 Mio. USD eingesammelt und ist in den Club der Unicorns aufgestiegen. Insurtechs schaffen ähnlichen Mehrwert. Die Start-ups geben Versicherungen die Option, über Innovation von außen das eigene Geschäft zu modernisieren. Darauf reagieren nicht nur Finanzinvestoren sondern auch große Corporates mit zunehmendem Engagement: Zum Beispiel die Allianz. Der Konzern hat im Februar das Volumen seines Venture Capital-Arms Allianz X auf 1 Mrd. EUR aufgestockt.

Durch einen Rechtsstreit habe sich die große Finanzierungsrunde verzögert, sagt der Startup-Chef Julian Teicke. In der Klage des US-Konkurrenten Lemonade gegen Wefox ging es unter anderem um Urheberrechtsverletzungen, mehrere Monate später kam es zwischen den beiden Unternehmen zur Einigung.

Über die Wefox-Plattform können Versicherungsmakler die Policen ihrer Kunden digital managen. Die Kunden verfügen über ihre Versicherungen per Wefox-App und können Schadensfälle melden oder Fragen klären. Die Versicherung One gehört ebenfalls zur Muttergesellschaft Wefox Group.
Mit Hilfe der Wefox-Plattform können kleinere Versicherungsmakler ihre Versicherungen digitalisieren , etwa 1.000 sollen den Service des Startups nutzen. Für den Endkunden hat die App von Wefox den Vorteil, dass sich verschiedene Versicherungen an einem Ort verwalten lassen. So lässt sich ein Schadensfall oder ein Versicherungswechsel per Smartphone organisieren. Die Makler erhalten pro Versicherung eine sogenannte Bestandsprovision, die sie sich mit dem Startup teilen.

Mit dem Geld aus der Finanzierungsrunde will Wefox expandieren, auch außerhalb von Europa. In Kooperation mit der ehemaligen Softbank-Tochter SBI soll es in Japan losgehen. Für das Berliner Unternehmen arbeiten insgesamt 200 Mitarbeiter

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