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125 Mio. USD Series B: Abu Dhabis Staatsfonds investiert in Wefox Group

Kate­gorie: Venture Capi­tal
13. März 2019

Berlin / Abu Dhabi — In der Series B erhält die Wefox Gruppe eine Finanzierung in Höhe von 125 Mio. USD. Die Mubadala Invest­ment Company, Staats­fonds von Abu Dhabi, führt die Runde an – das Kapi­tal stammt aus dem neu aufgelegten Euro­pean Ventures Fund. Zudem steigt mit Cred­itease ein chine­sis­ches Fintech bei den Berlin­ern ein, das bei der Expan­sion in China helfen soll. Außer­dem investiert die US-Bank Gold­man Sachs. Weit­ere Mittel steuern beste­hende Geldge­ber bei: Hori­zon Ventures, Idin­vest Part­ners, Seed­camp, Speed­in­vest und Target Global sind erneut an Bord.

Insurtech will in den asiatis­chen Markt expandieren
Außer­dem will das Insurtech expandieren: der asiatis­che Markt ist im Fokus. Insurtechs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei Inve­storen. Sie schaf­fen Geschäftsmod­elle, die einen bisher weit­ge­hend analo­gen Markt digi­tal­isieren können und schließen damit an den Erfolg von Fintechs an. Diese digi­tal­isieren seit Jahren mit finanzieller Unter­stützung großer Inve­storen und mitunter auch über Part­ner­schaften mit Etablierten die Banken-Branche. Beispiels ist N26: Im Januar hat das Fintech 300 Mio. USD einge­sam­melt und ist in den Club der Unicorns aufgestiegen. Insurtechs schaf­fen ähnlichen Mehrw­ert. Die Start-ups geben Versicherun­gen die Option, über Inno­va­tion von außen das eigene Geschäft zu modernisieren. Darauf reagieren nicht nur Finanz­in­ve­storen sondern auch große Corpo­rates mit zunehmen­dem Engage­ment: Zum Beispiel die Allianz. Der Konz­ern hat im Februar das Volu­men seines Venture Capi­­tal-Arms Allianz X auf 1 Mrd. EUR aufge­stockt.

Durch einen Rechtsstreit habe sich die große Finanzierungsrunde verzögert, sagt der Startup-Chef Julian Teicke. In der Klage des US-Konkur­renten Lemon­ade gegen Wefox ging es unter anderem um Urhe­ber­rechtsver­let­zun­gen, mehrere Monate später kam es zwis­chen den beiden Unternehmen zur Eini­gung.

Über die Wefox-Plat­t­form können Versicherungs­mak­ler die Poli­cen ihrer Kunden digi­tal mana­gen. Die Kunden verfü­gen über ihre Versicherun­gen per Wefox-App und können Schadens­fälle melden oder Fragen klären. Die Versicherung One gehört eben­falls zur Mutterge­sellschaft Wefox Group.
Mit Hilfe der Wefox-Plat­t­form können kleinere Versicherungs­mak­ler ihre Versicherun­gen digi­tal­isieren , etwa 1.000 sollen den Service des Star­tups nutzen. Für den Endkun­den hat die App von Wefox den Vorteil, dass sich verschiedene Versicherun­gen an einem Ort verwal­ten lassen. So lässt sich ein Schadens­fall oder ein Versicherungswech­sel per Smart­phone organ­isieren. Die Makler erhal­ten pro Versicherung eine soge­nan­nte Bestand­spro­vi­sion, die sie sich mit dem Startup teilen.

Mit dem Geld aus der Finanzierungsrunde will Wefox expandieren, auch außer­halb von Europa. In Koop­er­a­tion mit der ehema­li­gen Soft­­bank-Tochter SBI soll es in Japan losge­hen. Für das Berliner Unternehmen arbeiten insge­samt 200 Mitar­beiter

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