ALTERNATIVE FINANZIERUNGSFORMEN
FÜR UNTERNEHMER UND INVESTOREN

3 Fragen an kluge Köpfe

Gefragte Investments: Mittelständler an der Börse

Dazu 3 Fragen an Thomas Stewens

Bank M
Foto: T.Stewens | Bank M
29. Juli 2014

Private Equity-Inves­t­­ments haben sich im deut­schen Mittel­stand längst etabliert. Doch trotz der stei­gen­den Akti­en­märkte welt­weit und obwohl der DAX in diesem Früh­jahr die magi­sche 10.000er Marke zumin­dest kurz­fris­tig durch­bre­chen konnte, wartet der deut­sche Kapi­tal­markt weiter­hin auf den Durch­bruch als Finan­zie­rungs­platt­form für Mittel­ständ­ler. Die erwar­te­ten Exits von PE-Inves­­to­­ren über die Börse sind noch rar. Dabei müssen gut vorbe­rei­tete Unter­neh­men die Forma­lien an der Börse nicht mehr sonder­lich fürch­ten. Inves­to­ren warten nur auf über­zeu­gende Erfolgs­ge­schich­ten deut­scher „Hidden Champions“. 


Dazu 3 Fragen an Leiter der Bank M — Reprä­sen­tanz der biw Bank für Invest­ments und Wert­pa­piere AG, Frank­furt am Main

1. Was macht den Mittel­stand zum perfek­ten Invest­ment­uni­ver­sum für Investoren?

Inves­to­ren schät­zen an börsen­no­tier­ten Unter­neh­men insbe­son­dere drei Dinge: Ein star­kes, unter­neh­me­risch denken­des Manage­ment, einen lang­fris­ti­gen stra­te­gi­schen Plan und natür­lich über­zeu­gende Zahlen. Eigen­schaf­ten, wie wir sie bei unse­ren vielen mittel­stän­di­schen Kunden immer wieder vorfin­den. Wo sonst gibt es so viele stra­te­gisch denkende, fest im Betrieb veran­kerte und bran­chen­er­fah­rene Unter­neh­mens­len­ker mit Stall­ge­ruch? Der wirt­schaft­li­che Erfolg des Mittel­stands ist unum­strit­ten. Hand­feste Targets aus dem produ­zie­ren­den Mittel­stand sind deshalb am Kapi­tal­markt gefragt. Unser Team von BankM ist in einem konti­nu­ier­li­chen Gedan­ken­aus­tausch mit Inves­to­ren aus ganz Europa und aus Über­see – darun­ter Insti­tu­tio­nelle, Versi­che­run­gen, KAGen, große Privat­in­ves­to­ren –, und diesen geht es nicht um risi­ko­lose 30%-Renditen, sondern um lang­fris­tig stabile, nach­voll­zieh­bare, reelle Invest­ments – genau die Geschäfts­mo­delle der „Hidden Cham­pions“. Der Kapi­tal­markt ist bereit, mittel­stän­di­sche Unter­neh­men aus Deutsch­land, aus Europa mit Eigen­ka­pi­tal in ausrei­chen­dem Umfang und zu wirt­schaft­li­chen Kondi­tio­nen zu versorgen.

2. Der Kapi­tal­markt ist also bereit. Und die Unter­neh­men selbst auch?

Grund­sätz­lich auf jeden Fall! Denn eine gute Wachs­tums­story entsteht aus harten Fakten und nach­voll­zieh­ba­ren, realis­ti­schen Progno­sen. Und an harten Fakten fehlt es den Mittel­ständ­lern nun wahr­lich nicht: eine über­zeu­gende inter­na­tio­nale Markt­po­si­tion, inno­va­tive, aber dennoch erprobte Tech­no­lo­gie und präzise getak­tete Produk­ti­ons­ver­fah­ren. Genau diese Zuta­ten machen die beacht­li­chen, oft im Verbor­ge­nen blühen­den lang­fris­ti­gen Erfolge deut­scher Mittel­ständ­ler aus. Und genau dies sind die Zuta­ten, die eine Börsen­story zu einem Best­sel­ler machen. Natür­lich ist ein Börsen­gang mit eini­gen Anfor­de­run­gen verbun­den, die einige Vorbe­rei­tung erfor­dern. Aber das ist  kein Hexen­werk und gerade Unter­neh­men, die durch die Koope­ra­tion mit einem PE-Inves­tor bereits auf profes­sio­nelle Finanz- und Reporting­tools vorbe­rei­tet sind, werden sich mit den Forma­lien an der Börse nicht mehr sonder­lich schwer tun. Wenn noch weiter­ge­hende Impulse hinzu­kom­men, dann ist die Grund­lage für einen erfolg­rei­chen Börsen­gang opti­mal bereitet.

3. Wenn Unter­neh­men und Inves­to­ren bereit sind, sehen wir dann auch in Deutsch­land bald mehr Börsengänge?

Das würden wir uns natür­lich wünschen und die Entwick­lung der letz­ten Wochen und Monate lässt zumin­dest einen Aufwärts­trend erken­nen. Damit aus diesem leise plät­schern­den Bach aber ein stabi­ler Strom wird, braucht es zusätz­li­che Impulse. So unter­stüt­zen wir unsere mittel­stän­di­schen Kunden beispiels­weise dabei, den welt­weit attrak­tivs­ten Wachs­tums­markt China zu erschlie­ßen, und dort über­pro­por­tio­nal und nach­hal­tig am Wachs­tum parti­zi­pie­ren können. Am besten funk­tio­niert das über aktiv gestal­tete Part­ner­schaf­ten oder Fusio­nen wie zahl­rei­che Beispiele – allen voran VW – eindrucks­voll bele­gen. Eine solche Stra­te­gie über­zeugt auch Inves­to­ren. Unser China-Desk iden­ti­fi­ziert und analy­siert konti­nu­ier­lich attrak­tive Mittel­ständ­ler in China – fami­li­en­geführte Unter­neh­men,  meist eine Genera­tion „alt“, hervor­ra­gend mit EK ausge­stat­tet und mit Rendi­ten jenseits der 20%-Marke. Diese Firmen sind ideale Part­ner für deut­sche Mittel­ständ­ler und gemein­sam sind diese Unter­neh­men perfekte Börsenkandidaten!

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