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Reimann veräussert Jimmy Choo an den Modekonzern Michael Kors

Die deutsche Reimann-Familie verkauft die Luxus-Schuhmarke Jimmy Choo an den US-Modekonzern Michael Kors für 900 Millionen Pfund (eine Milliarde Euro). Michael Kors sei der „ideale Partner“ für den bei vielen Stars beliebten Edel-Schuhmacher, teilte der Handtaschen- und Kleiderhersteller am Dienstag mit.

Jimmy Choo hatte sich im April selbst zum Verkauf gestellt im Zuge einer strategischen Neuausrichtung. Jimmy Choo wird mit dem rund 17,5-fachen seines Gewinns vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bewertet. Der gezahlte Preis von 230 Pence pro Aktie entspricht einem Kursaufschlag von 18 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Montag (24.07.17). Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt, teilten die Unternehmen mit. Der Mehrheitseigentümer des Modehauses ist die in der Schweiz ansässige JAB Luxury GmbH, die der deutschen Familie Reiman gehört. Der Konzern, dem auch die Schuhmarke Bally und das Bekleidungsunternehmen Belstaff gehören, hält nach eigenen Angaben knapp 68 Prozent der Anteile an Jimmy Choo.

Der in Malaysia geborene Jimmy Choo hatte die Marke 1996 zusammen mit der „Vogue“-Redakteurin Tamara Mellon gegründet. Der in London lebende Designer verkaufte seine Anteile bereits im Jahr 2001, die Marke mit inzwischen 150 Läden weltweit trägt aber weiterhin seinen Namen. Die extravaganten Schuhe von Jimmy Choo wurden international unter anderem durch die Fernsehserie „Sex and the City“ bekannt.

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