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Exit: DBAG veräußert Beteiligung an ProXES an Capvis

Frankfurt am Main  – Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) schließt ihre Beteiligung an der ProXES-Gruppe (ProXES) sehr erfolgreich ab: Sie veräußert ihre Anteile an den von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Capvis Equity Partners AG beratenen Fonds Capvis Equity Partners IV LP. Auch der von der DBAG verwaltete DBAG Fund V veräußert seine Anteile. Das ProXES-Management reinvestiert substantiell. Entsprechende Verträge wurden heute unterzeichnet; ihr Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Es wird erwartet, dass die Transaktion innerhalb der kommenden drei Monate abgeschlossen werden kann. Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Der auf die DBAG entfallende Teil des Erlöses aus der jetzt vereinbarten Veräußerung übersteigt den Wertansatz der Beteiligung im IFRS-Zwischenabschluss der DBAG zum 31. März 2017. Die Veräußerung führt im dritten Quartal 2016/2017, das am 30. Juni 2017 endet, zu einem weiteren Beitrag für das Konzernergebnis von rund neun Millionen Euro. Auch dieser Ergebnisbeitrag ist ebenso wie die Ergebnisbeiträge aus den beiden zuletzt berichteten Veräußerungen (Formel D, Schülerhilfe) nicht in der am 9. Mai 2017 veröffentlichten Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016/2017 berücksichtigt gewesen. Insgesamt ergibt sich aus den drei Transaktionen ein Beitrag von gut 27 Millionen Euro, der nicht in der Prognose berücksichtigt worden war.

ProXES (www.proxes-group.com) ist ein führender Anbieter von Maschinen und Prozesslinien überwiegend für die Lebensmittelindustrie. Die Produkte des Unternehmens werden zur Herstellung und Verarbeitung flüssiger und halbflüssiger Lebensmittel, von Kosmetika und Pharmaerzeugnissen in vielfältigen Verfahren genutzt. Aus mehr als 100.000 installierten Anlagen weltweit hat die Gruppe vielfältige Anwendungserfahrung und besitzt Systemkompetenz. Sie verfügt über ausgeprägtes Engineering-Know-how und kann so nicht nur einzelne Maschinen, sondern auch integrierte Produktionsanlagen anbieten. Die Unternehmen der Gruppe zählen die großen, weltweit agierenden Konsumgüterunternehmen zu ihren Kunden.

Die DBAG und der DBAG Fund V hatten sich an dem Nukleus der Unternehmensgruppe, an der Stephan Machinery GmbH, vor vier Jahren im Zuge eines Management-Buy-outs beteiligt. Ziel zu Beteiligungsbeginn war es, eine Gruppe aus Maschinenbauunternehmen zu formen, die in ihren Märkten jeweils eine führende Position innehaben und gemeinsam komplette Produktionsanlagen anbieten können und die Technologie- und Innovationsführerschaft in der Nahrungsmittelverarbeitung übernehmen. Dieses Ziel wurde erreicht. Drei weitere Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren erworben, die die ursprüngliche Produktpalette ergänzen. ProXES erwartet für dieses Jahr rund 141 Millionen Euro Umsatz. Das ist mehr als das Dreifache des Umsatzes, den Stephan Machinery im Jahr 2013 erzielt hatte. Der Verbund der vier Unternehmen erlaubt es jetzt, gemeinsam ein internationales Service- und Vertriebsnetz zu nutzen, in Forschung und Entwicklung zusammenzuarbeiten und auch auf anderen Gebieten Größenvorteile zu realisieren. Die große installierte Basis aus zuvor gelieferten Maschinen bildet zudem eine gute Grundlage für das Ersatzteilgeschäft.

„Dem ProXES-Management ist es gelungen, drei Unternehmen in kurzer Zeit nicht nur zu erwerben, sondern auch erfolgreich zu integrieren“, hob Dr. Rolf Scheffels, Vorstandsmitglied der Deutschen Beteiligungs AG heute hervor. „Durch das Buy-and-Build-Konzept wurde ein Technologieführer im Maschinenbau für die Nahrungsmittelindustrie geschaffen, der sich dank seiner Größe nun weiteres Umsatzpotenzial erschlossen hat.“

„Wir sind gut aufgestellt, um in den kommenden Jahren weiter zu wachsen“, sagte Olaf Pehmöller, Vorsitzender der ProXES-Geschäftsführung, „und zwar nicht nur durch bessere Nutzung unseres globalen Vertriebsnetzes: Wir wollen unsere Plattform um weitere Unternehmen ergänzen.“

Der Abschluss der Beteiligung an ProXES ist die vierte Veräußerung eines Unternehmens aus dem Portfolio des DBAG Fund V innerhalb der vergangenen drei Monate. Zuvor waren die Beteiligungen an der französischen FDG-Gruppe, an der Romaco Group und an Formel D veräußert worden. Der Fonds hatte zwischen 2007 und 2013 in elf Unternehmen investiert.

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