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Exit bei Equistone: Verkauf von Hornschuch an Continental

 

München – Equistone Partners Europe, einer der aktivsten europäischen Eigenkapitalinvestoren, hat am 1. März 2017 den Verkauf der Hornschuch-Gruppe an Continental erfolgreich abgeschlossen. Zuvor hatten die zuständigen Kartellbehörden der Vereinbarung von Oktober 2016 ohne Auflagen zugestimmt. Von Equistone beratene Fonds haben nun ihre ursprünglich 80-prozentige Mehrheitsbeteiligung und das Hornschuch-Management seinen Anteil in Höhe von ursprünglich 20 Prozent am Unternehmen veräußert. Der Unternehmenswert und die Marktposition des Oberflächenspezialisten aus Weißbach hatten sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.

Equistone Partners Europe, das damals noch als Barclays Private Equity firmierte, hatte sich 2008 an der Konrad Hornschuch AG beteiligt. Deren Umsatz stieg während des Engagements von Equistone von 140 Millionen Euro (2008) auf ca. 450 Millionen Euro (2016). Auf Basis einer ambitionierten Buy-and-Build-Strategie wurden zwei deutsche und ein US-amerikanisches Unternehmen zugekauft, das Produkt-Portfolio massiv aus- und neue Produktionsstandorte aufgebaut. Gemeinsam gelangen die Bewältigung der Folgen der Finanzkrise und die Rückkehr auf einen nachhaltigen Wachstumskurs.

„Equistone setzt auf den nachhaltigen Erfolg seiner Beteiligungen. Bei Hornschuch war die Optimierung der Marktposition durch Prozess- und Produktinnovationen sowie durch gezielte Innovationen unser oberstes Ziel – zusammen mit dem Management und den Beschäftigten konnten wir das Unternehmen in acht Jahren als führenden und innovativen Oberflächenspezialisten deutlich stärken“, so Michael H. Bork (Foto), Geschäftsführer und Senior Partner des Beteiligungsunternehmens. „Wir sind uns sicher, dass Hornschuch unter dem Dach des Continental-Konzerns noch weiter wachsen wird, und freuen uns, dass die Transaktion dank der Arbeit aller Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“

Die 1898 gegründete Hornschuch-Gruppe, die mit 1800 Mitarbeitern Design-, Funktions-, Schaum- und Kompaktfolien sowie Kunstleder für das Industriegeschäft und die Automobilindustrie herstellt, wird nun in die zur Continental-Division ContiTech gehörende Benecke-Kaliko AG integriert und damit Teil eines international führenden Industriekonzerns. Der Zusammenschluss bedeutet für die beiden Unternehmen eine Reihe von Synergien, etwa bei Forschung und Entwicklung sowie im Einkauf. Für Benecke-Kaliko ist der Zukauf die größte Akquisition in der rund 300-jährigen Unternehmensgeschichte; sie soll dazu beitragen, dass sich die Wachstumsraten des Industriegeschäfts an diejenigen des Automotive-Bereichs angleichen und dass neue Absatzmärkte erschlossen werden können. Die Gruppe entwickelt und fertigt Oberflächenmaterialien für Pkw und Nutzfahrzeuge, die Off-Highway-Branche und andere wichtige Industrien; der Jahresumsatz beträgt knapp 550 Millionen Euro (2015).

Neben dem Hornschuch-Exit konnte das DACH-Team von Equistone im Jahr 2016 insgesamt zwölf weitere Transaktionen erfolgreich durchführen. Der Eigenkapitalinvestor liegt damit gleichauf mit dem Rekordniveau des Jahres 2015 und sieht dank der guten Rahmenbedingungen auch für 2017 ein positives Marktklima für Käufe und Verkäufe. Bei der Hornschuch-Transaktion zeichneten Michael H. Bork und Stefan Maser verantwortlich.

Über Equistone Partners Europe
Equistone Partners Europe ist einer der führenden europäischen Eigenkapitalinvestoren mit einem Team von mehr als 35 Investmentspezialisten in sechs Büros in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Equistone beteiligt sich vor allem an etablierten mittelständischen Unternehmen mit guter Marktposition, überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial und einem Unternehmenswert zwischen 50 und 500 Mio. Euro. Seit der Gründung wurde Eigenkapital in mehr als 135 Transaktionen, hauptsächlich mittelständische Buy-Outs, investiert. Das Portfolio umfasst europaweit derzeit über 40 Gesellschaften, darunter rund 20 aktive Beteiligungen in Deutschland, in der Schweiz und in den Niederlanden.

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