Die Quantenwirtschaft

Anders Indset, Wirtschaftsphilosoph

    Wir befinden uns am Anfang der schnellsten Urbanisierung in der Geschichte der Menschheit, wir verlassen die Nationalstaaten und es verändert sich alles. Knapp 200 Länder werden zu 600 Metropolstädten. Als wir Ende der 70er und Anfang der 80er anfingen, kommerziell zu reisen, brachen wir aus dem Gedanken der Nationalstaaten aus und seitdem nimmt die Globalisierung so richtig Geschwindigkeit auf.

    Das Konstrukt der Länder und Grenzen ist ohnehin nur in unseren Modellen und Köpfen verankert und in der Wirtschaft sprechen wir bereits heute nur über unser “Vienna-, Paris-, London-, New York- oder Singapore-Office”. Seit 2006 leben mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten und bis zum Ende dieses Jahrhunderts werden 80-85% in Städten wohnen und 90% aller wirtschaftlichen Transaktionen finden in der Stadt statt.

    Es geht jetzt darum, das Unbekannte
    bekannt zu machen

    Mit dieser Entwicklung, gepaart mit exponentiellem technologischen Fortschritt, vor allem in den Feldern Künstliche Intelligenz (AI oder AGI – Artificial General Intelligence), Nano- und Bio-Technologie, sind unsere alten Modelle nicht mehr tragfähig. Afrika, ein Kontinent mit heute ca. 1,25 Mrd. Menschen, wird bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf knapp 4 Mrd. Menschen anwachsen, und in Deutschland werden bis 2060 ca. 100 Millionen Menschen leben. Unsere Systeme drohen, zusammenzubrechen, wir brauchen neue Antworten, neue Fragen. Es geht jetzt darum, das Unbekannte bekannt zu machen.

    Neue Modelle und Strukturen werden aber nicht von denjenigen kommen, die sich innerhalb von Systemen bewegen, die in unseren Köpfen so tief verankert sind, dass wir uns alles Andere nur außerhalb unserer subjektiven Wahrnehmung einer Realität vorstellen können. Die neuen Fragen und Antworten kommen auch nicht von populistischen Bewegungen oder rückwärtsdenkenden Politikern.

    Der größte Feind der Gier
    ist die Hilfsbereitschaft

    Nein, sie kommen von Menschen, die Abstand von aktuellen Systemen suchen, neue Probleme finden und diese aufwerfen, und sich darüber Gedanken machen, wie Modelle über die nächste Generation hinaus auch funktionieren können.

    Die Vorbereitung auf die große Korrektur

    Die Wirtschaft, und vielleicht vor allem in Deutschland, ist gedopt, aber dennoch wollen wir mehr. Weiter geht es, Geld aus Geld machen, so lautet die Devise. Wir haben Viren im System. Die Gier, die Habsucht, sind zu tief verankert, eine Korrektur wird kommen. Obwohl viele Firmen hohe Gewinne einfahren, leben viele noch ohne “Speck” und haben nach der letzten Korrektur (der „Wirtschaftskrise”) bis auf die “Knochen” optimiert und abgebaut. Ein Wirtschaftswunder 5.0., nur weil wir daran glauben, heißt das noch lange nicht, dass es eine, oder besser, DIE Realität wird. Eine digitale Transformation findet statt. Aber zu was transformieren wir uns eigentlich? Das Buzzword-Bingo kompensiert unser fehlendes Verständnis und Wissen, denn das, was wirklich stattfindet, ist eine Neuschaffung von Technologien, die kein Mensch versteht. Wir schaffen Intelligenz (wenn auch künstlich) über das Bewusstsein hinaus, wir wissen aber nicht, was Bewusstsein wirklich ist. Ein Widerspruch? Vielleicht, aber wir sind dabei, uns selbst überflüssig zu machen. Es ist ein Seiltanz zwischen Mensch und Maschine – unter uns liegt der Abgrund. ABER, vorher wollen wir uns alle die Taschen voll machen: Wachstum, unendliches Wachstum und Profit, das soll die Lösung sein!

    Es ist ein Seiltanz
    zwischen Mensch und Maschine –
    unter uns liegt der Abgrund

    In unserem (alten) Wirtschaftssystem spiegelt sich die technologische Entwicklung wider. Die aus 1994 entstandene Netscape 1.0., die echte Revolution, das Internet, zeigt langsam ihre ersten Reaktionen. Narzissmus und Spielereien mit Katzenfotos und “Business-Lounge-Check-Ins” – es geht um unser Allerwertvollstes, unsere Identität, die wir kostenlos und unbewusst verschenken. Worauf hoffen wir jetzt noch?

    Die Politik? Wie bitte?! Wir versuchen bereits heute, unsere pseudo-demokratischen Strukturen künstlich aufrecht zu erhalten, ein weiteres System, das komplett überholt werden muss. Die regierenden Parteien, mit vollem Fokus auf Angebot/Nachfrage und “die nächste Stimme” durch Aussagen wie “Wirtschaftswunder” und “weiteres Wachstum”, werden uns nicht helfen. Als logische Konsequenz der Urbanisierung wird der Bürgermeister zur neuen politischen Machtzentrale, denn die Parteien-Struktur auf Landesebene funktioniert nicht. Ein Beispiel: Wie lautet denn die Agenda Ihrer Partei? Schreiben Sie sie auf und es wird schnell klar, die Systeme sind im Umbruch und müssen überholt werden. Die Politik bringt Verwaltung, aber keine Gestaltung.

    Finden wir die Antworten vielleicht in unserem Glauben? Wir haben etablierte Religionen und Kirchengemeinden, und trotz meines Respekts gegenüber jeglicher subjektiven Glaubensrichtung, sehe ich, dass nur wenige noch wirklich darauf vertrauen. Vergessen wir Utopia, ein Mythos, von dem wir uns bereits nach den rebellischen Ausflügen des niederländischen Philosophen Baruch Benedikt de Spinoza hätten lösen sollen. Und nun? An was sollen wir glauben?

    Ginge es nach den Filmszenarien in Hollywood und dem alten Blockbuster “Back to the Future” wären wir bereits am 21. Oktober 2015 in der Zukunft angekommen. Und vielleicht ist das richtig. Mit den merkwürdigen Ereignissen aus dem Jahr2016 und den Reaktionen auf die Revolution von 1994 verlieren wir immer wieder Menschen, die nicht mehr an die Zukunft glauben. – Sie wollen zurück, aber zu was?

    Wir brauchen eine neue Antwort, wir sind in der Zukunft angekommen. Die Antwort liegt in einem neuen Modell für die “Wirtschaft”. Sie ist ohnehin schon längst zu unserer Religion geworden. Wie konnte das passieren? Eine schwer zu fassende Lehre mit einem – zumindest illusionär – moralischen Rahmenwerk, unter der die Anhänger die Erlösung, oder besser die Rettung, nur in unendlichem Wachstum sehen. Eine Ideologie so fesselnd, dass sogar ganze Gesellschaften durch eine faszinierende Treue komplett verändert werden. Die Hingabe an unsere neugeformte Religion, und der damit verbundene Kapitalismus. Personifiziert und glorifiziert durch unsere Göttin, die Technologie, und unsere globalen Großmächte auf dem Weg zu neuen totalitären Verhältnissen. – Wollen wir das wirklich so?

    Kapitalismus im Wandel

    Adam Smith, der Vater des modernen Kapitalismus, war im Kern ein “moralischer Philosoph” und zweifelsohne ein genialer Vordenker und Ökonom, und in seiner Zeit sogar ein Genie, als er die Grundlagen des heutigen Kapitalismus schaffte. Wie bei allen wissenschaftlichen Modellen, fanden aber auch im “Kapitalismus” ständig Modifikationen und Anpassungen statt. Der Kapitalismus, wie auch beispielsweise der Kommunismus, hat seine Vorzüge. Man versucht, die Vorzüge zu kombinieren und die Nachteile dieser Ideologien zu eliminieren. In der Quint-essenz möchte man das eine nicht ganz ablehnen und das andere nicht völlig idealisieren.

    Gefragt ist ein solider Mittelweg, der nicht in den linken oder rechten Straßengraben führt, ein Modell im Gleichgewicht so wie wir es aus der Philosophie kennen. Das dreimalige Pendel von links nach rechts, in dem die eine Phase versucht für die andere zu überkompensieren, bis wir eine Balance finden. Gegenüber dem Ansatz des Kapitalismus hat sich also vieles getan. Das Modell hat gut funktioniert, sogar für viele sehr gut, und mit vielen Modifikationen versuchen wir noch krampfhaft das “Modell für alle” zu bilden. Ob über weitere Anpassungen oderdurch eine Neuschaffung. Sogar der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, hat für einen Wandel plädiert. Seine Aussage könnte nicht treffender sein: “Kapitalismus ist ein funktionierendes Modell, benötigt aber Mitgefühl (Compassion).” In der westlichen Welt ist hierfür eine gewisse Wahrnehmung mit Akzeptanz und Respekt entstanden, aber in der Praxis ist es immer noch ein bloßes Lippenbekenntnis. Von dem eigentlichen moralischen Ansatz sind wir weit entfernt.

    Wenn wir den Meinungen der Ökonomen folgen, gibt es aber ausschließlich unendliches Wachstum, darauf konnten sie sich aus Ermangelung anderer Alternativen einigen. Unterstützt und beflügelt von Kundenbedürfnissen wird das Modell noch weiter funktionieren, so die Hoffnung. So unterschiedlich auch die Ansätze, Ökonomen haben keine Idee, wie man die existierenden Modelle modifizieren kann. Ein Modell für alle in der Theorie, für ganz wenige in der Praxis, und vor allem ein endliches Modell und nicht, wie wir glauben, unendlich. – Wir brauchen heute ein neues System.

    Wir begrüßen den Homo Obsoletus
    und gehen mit unserem
    “Prinzip Hoffnung” unter

    Adam Smith lebte in einer anderen Zeit. Damals unter René Descartes’ kartesischem Dualismus und dem Aufstieg der modernen Philosophie der Neuzeit, der Aufklärung, konnten wir viele wirtschaftliche Revolutionen anstoßen. Heute befinden wir uns wieder, oder besser immer noch, im Wandel. Im 21. Jahrhundert gelten neue Regeln und unser wirtschaftliches System, das auf der Basis des Kapitalismus aufbaut, stößt endgültig an seine Grenzen. Die postmoderne Zeit, das Ende des Individualismus und die starken Wirkungskräfte des globalen Wandels zwingen uns dazu, neu zu denken.

    Wir brauchen eine neue Sichtweise auf die Welt und einen Neustart für die Wirtschaft. Das erfordert aber Mut zu Neuem, zum Ausbruch und Aufbruch. Denn Schöpfung, die eine Veränderung unserer Weltsicht nach sich zieht, entsteht nur fern ab von existierenden Autoritäten. Es wird außerhalb des Bestehenden geschaffen. Mit keiner oder nur wenig Rücksicht auf das, was ist, sondern mit dem Fokus auf das, „was sein könnte”. Wir brauchen neue Probleme und Fragestellungen. Wir suchen Inspiration in der Wissenschaft, Kunst und Philosophie und stoßen den Wandel an. Die moderne Wissenschaft bietet uns Denkanstöße, denn dort ist eine neue Sichtweise auf die Welt längst angekommen. – Unsere Welt besteht nicht, oder nicht nur aus Materie und Substanz, sondern wir leben heute in einer Welt der “Bewusstseins-Wissenschaft”.

    Das neue System – Die Quantenwirtschaft

    In diesen Zeiten der permanenten Revolution und des permanenten Wandels reift unter der Oberfläche – und so ist es bei Paradigmenwechseln immer – das neue System. Ein System, dessen Triebkraft und Schmieröl die Quantenwirtschaft ist. Die Quantenwirtschaft kann nicht als ein komplett neues philosophisches System definiert werden, aber zumindest liegt darin eine Basis, ein Anfang einer größeren Revolution, ein Paradigmenwechsel des Seins, des Bewusstseins, den wir bereits begonnen haben. Was erwartet uns? Und was müssen wir tun, damit es uns gelingt, dieses System zu gestalten? Eine solche Revolution baut immer auf Autoritäten und Technologien. Die Basis der Französischen Revolution war die 350 Jahre früher stattfindende technologische Erfindung von Johannes Gutenberg; so reifte ein neues System und wir bekamen die große Reaktion. Und es ist auch heute so, wir sehen die ersten Reaktionen. Thomas Piketty weist darauf hin, dass die Ungleichheit noch extremer wird. Eine Kapitalverteilung auf dem Weg zum Totalitarismus? Ich teile seine Meinung, denn bereits heute sind die Zustände schlimmer als vor der französischen Revolution.

    Wo ist hier der Bezug zu Quantenmechanismen? Es geht um das Kleinteilige und die Verbindung zwischen Geist und Materie. Wir gehen hinunter auf Zell-Ebene in unsere Neuronen. Tauchen weiter ein und kommen in das Zytoskelett und noch tiefer drin kommen wir zum Microtubulus, dem kleinsten Teil, das nicht mehr aufteilbar ist. In unserem materialistischen und kapitalistischen System ist dieses kleinste Teil repräsentiert durch “1 Cent”. Die Bezeichnung „Quanten“ wird für Elementarteilchen (nicht mehr weiter teilbare Teilchen) verwendet.

    Es ist die Basis, das kleinste Teil in einer Verbindung, es ist unsere subatomare Welt. Eine merkwürdige Welt, die sowohl Wellen- als auch Teilchencharakter haben kann, die eine Welt regiert und auf unserer Beobachtung basiert. Das Problem ist aber, dass wir als Menschen im Durchschnitt unsere Aufmerksamkeit bereits nach 8 Sekunden verlieren. Waren es im Jahr 2000 noch 12 Sekunden, so ist unsere Aufmerksamkeitsspanne jetzt unter die eines Goldfisches abgerutscht. Wir beobachten also weniger und verlassen uns auf die physische Sicht der Materie, wir beobachten somit nicht die kleinsten Teile in der uns umgebenden Wirklichkeit.

    Es ist aber eine logische Entwicklung, denn der Wissenschaft ist es nicht gelungen, die Welt mit Materie zu erklären. Deswegen suchen wir weiter und stoßen auf die Quanten-Weltsicht. Sie eröffnet uns neue Möglichkeiten und beantwortet Fragen, die wir über Jahrhunderte zu lösen versucht haben. Es werden uns die Möglichkeiten geboten, die Modelle im Zusammenhang mit neuen Feldern, wie unserem Bewusstsein, dem freien Willen, der Absicht und unseren Sinneserfahrungen, zu betrachten. Unsere Neuronen, das rationale Verhalten, unser Gehirn, gepaart mit unseren Emotionen und Sinneserfahrungen. Vielleicht können wir so auch eine der aktuell bedeutendsten Fragen beantworten: „Worin unterscheiden wir uns von Maschinen/Robotern?“ Mit materialistischen Ansätzen und Algorithmen kommen wir da nicht weiter, oder besser, wann wir uns auf die alte phy-sische Weltsicht verlassen, sollten wir eher Angst haben. Somit sind “Quanten” eines der faszinierendsten Rätsel der Menschheit. Oder vielleicht ist es überhaupt kein Rätsel mehr?

    Die ersten Anzeichen, dass wir uns dieser Welt öffnen, sind bereits sichtbar. Es findet zur Zeit ein stiller Paradigmenwechsel statt. Weg von einer materialistischen und physischen Sichtweise auf die Welt, einer limitierten und begrenzten Wahrnehmung, hin zu einer Quantenweltsicht, wo das ganz Kleine das ganz Große beeinflusst – und umgekehrt. Die Wirtschaft ist ein solches Konstrukt, welches gestaltet und beeinflusst wird durch die Energie, unsere Gefühle, unsere Emotionen und unsere Projektionen unserer individuellen Realität auf die Welt. Es baut auf unseren Sinneserfahrungen auf und der subjektiven Wahrnehmung von dem, was wir als Realität bezeichnen. Diese Vorgänge werden auch von unserem mentalen Zustand gesteuert, dessen Ursprünge die einzige Realität darstellen: Liebe und Leid.

    Wie bitte? Ja, Lieben und Leiden – unsere Realität. Wir vergessen, dass alles was wir geschaffen haben, ein Produkt unseres Geistes und Gehirns ist – unseres Mindsets – und folglich alles Mechanismen unterlegen ist, die wir nicht, oder nur durch ein tiefgreifendes Bewusstsein, beeinflussen können. Denn wir sind merkwürdige Wesen. Unser Gehirn besteht aus 100 Mrd. feuernden Neuronen, die wir in unserer Wahrnehmung glauben, kontrollieren zu können. Unsere Neuronen aber bilden neuronale Netze und fügen sich zu unseren Sinneserfahrungen und Erlebnissen zusammen. Erst dann, verzögert, projektieren wir diese auf das, was wir unsere Realität nennen, und bezeichnen uns als ein “Selbst” oder ein “authentisches ICH”. Wohlwissend (zumindest wissenschaftlich), dass es sich im Kleinteiligen um “das Leere” (“the Void”) handelt, wie in den revolutionären Arbeiten des französischen Psychoanalytikers Jacques-Marie Émile Lacan beschrieben. Wir versuchen täglich, unser Leben zu gestalten und diese “Leere” mit einer gewissen Substanz zu füllen.

    Das Einzige, was aber wirklich reell ist, ist unser Schrei nach Liebe und unsere Ehrfurcht vor dem Leiden – die beiden realen Gefühle in unserem Leben. Alles andere existiert nur als Modell in unseren Köpfen. Und so begegnen wir einer Welt bestehend aus Quanten und Modellen, verarbeitet im größten Wunder aller Schöpfungen, unserem Gehirn. Die Bildung der Quanten in Materie und Substanz findet seit dem Urknall in einer Produktionsmethode statt, der wir uns nun auch als Menschen widmen, und die heißt Kooperation, nicht Konfrontation. Das führt uns zum Kern, dem Essentiellen und dem Kleinteiligen, das das große Ganze beeinflusst: Die Quantenwirtschaft – ein Modell der Kooperation.

    Die inspirierende und interdependente Kooperation

    In der Welt der Kooperation steht nur ein Punkt auf unserer noch nicht sichtbaren Agenda: Wir benötigen eine neue Leitidee. Eine Leitidee für die Wirtschaft, und dazu neue Modelle für unsere Gesellschaft und auch für die Politik. Gelingt es uns nicht, entsteht eine Welt, in der unsere Wirtschafts-Religion vor dem Abgrund steht, mit dem Ergebnis, dass unsere bescheidene kleine, insignifikante Rasse, der Homo Sapiens, droht obsolet zu werden. Wir begrüßen den Homo Obsoletus und gehen mit unserem “Prinzip Hoffnung” unter.

    Wir sind bereit für ein neues Welt- und Menschenbild, und vor allem werden wir unser Modell der Wirtschaft überholen müssen. Erschaffung, Innovation und neue Sichtweisen auf unsere wahrgenommene Realität blühen auf, getrieben von der praktischen Philosophie. Darauf können wir uns freuen. Kräfte aus einer Wirtschaft des Bewusstseins stehen uns bevor. Kräfte, die freigesetzt werden auf der Suche nach dem richtigen Weg, in Richtung einer problemlosen Form des Kapitalismus, einem Wirtschaftsmodell für die Menschheit, einem Modell, das über die nächste Generation hinaus auch funktionieren wird. So folgt auf die Generation “Z” nicht die letzte Generation, sondern ein Neustart mit der Generation “Alpha”.

    Auf die Generation “Z” folgt nicht
    die letzte Generation, sondern ein Neustart
    mit der Generation “Alpha”

    Von erklärbarer Substanz und Materie hin zu Zufällen und Befreiung von unserem Bewusstsein, unserer Intuition und unserem Geist. übertragen auf unsere Wirtschaft heißt das: Hin zu einer seltsamen Welt der Quantenkreativität und des Quantenkapitalismus – denn ohne “Quanten” gibt es keine Kreation und Kreativität, und genau das ist die “Substanz” unserer heute benötigten neuen Modelle. Wir bewegen uns über das Newtonsche System hinaus, hin zu einem System für die Menschheit, zur Rettung unseres Planeten und der Verlängerung der Existenz unserer Spezies (auch wenn in “geupdateter” Fassung). Ein solches System kann aber nicht durch Modifikation des Alten kreiert werden.

    In Zeiten der Anspannung und Konfrontation müssen wir schauen, wie wir zu einer gewaltlosen Lösung kommen, um eine Wirtschaft zu kreieren, in der die Urkräfte des Bewusstseins zur Geltung kommen. Dass es bereits eine Evolution in diese Richtung gibt, davon bin ich fest überzeugt, aber wir dürfen ihr keinen freien Lauf lassen. Unter Umständen könnten Veränderungen blitzartig eintreten, ein Wandel könnte uns zeitnah bevorstehen. Genauso schnell wie die Sowjetunion verschwunden ist, könnte der Kapitalismus in der heutigen Form verschwinden, ja womöglich auch die Demokratie. Vielleicht sind beide in ihrer heutigen Form bereits im Jahr 2030 obsolet, wie einst der Feuerstein aus der Steinzeit und die überzeugung, unsere Welt sei eine Scheibe? Im Zuge dessen verschwindet auch das heutige konfliktträchtige Rechts-Links-Denken? – Ja, aber nicht ohne eine bewusste Gestaltung des Neuen.

    Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel und brauchen Offenheit für Neues – ein quantenwirtschaftliches Modell des Bewusstseins – Urkräfte die uns noch retten können. Du und ich, gemeinsam, in einem neuen Modell. Die Revolution startet jetzt. Quantenphysik trifft auf Wirtschaft – wir formen und gestalten die Quantenwirtschaft. Profite, Modelle und Strukturen. Ja, die gesamte Zukunft der Menschheit liegt in unseren Händen.

    Willkommen in der neuen Realität.

    Anders Indset, Wirtschaftsphilosoph
    ai@wirtschaftsphilosoph.com


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