3 Fragen an kluge Köpfe aus der Branche

Thomas C. Weinmann | ASTORIUS CAPITAL

Dr. Tobias Fenck | Bryan Cave

Rafal Grabarkiewicz | Fidelium Partners

Stefan Constantin | C▪H▪Reynolds▪Corporate Finance AG in Frankfurt

Jan Henrik Reichenbach | Muzinich & Co.

Eric Leupold | Deutsche Börse AG

Matthias Litschke | PERLITZ Strategy Group

Nikolaus Zumbusch | BRAND CONTRAST

3 Fragen an... kluge Köpfe aus der Branche

Was macht eine gute Fonds-Due Diligence aus?

2. August 2017 - Immer mehr Privatanleger und Family Offices suchen den Zugang zur Anlageklasse Private Equity. Es gibt wichtige Parameter, die man über die Ausrichtung, Qualität, Laufzeit und das Management bei der Auswahl eines Fonds, in den investiert werden soll, wissen und beachten muss. ASTORIUS hat über 800 Fonds-Manager in Europa unter die Lupe genommen.

Dazu 3 Fragen an
Thomas C. Weinmann

Gründungspartner von ASTORIUS CAPITAL in Hamburg
Thomas.Weinmann@astoriuscapital.com

2. August 2017

1 - Welche Fehler machen Investoren und Family Offices denn immer mal wieder, wenn sie sich für die Asset-Klasse Private Equity entscheiden?

Investoren, die bisher nicht oder nur bedingt in Private Equity (PE) investiert waren, treffen Investmententscheidungen oft auf der Basis eigener Erfahrungen mit Aktienanlagen. So können bei Investitionen an den Aktienmärkten kurzfristige Veränderungen der Anlagestrategie relativ einfach vorgenommen werden.

Profitable Investmentstrategien im Bereich Private Equity zielen hingegen auf Nachhaltigkeit und sollten unabhängig von kurzfristigen Moden oder Trends sein. Erfahrene Private Equity-Investoren bauen deshalb über sehr lange Zeiträume ein Portfolio an Fonds- und Einzelinvestments auf. Durch diesen kontinuierlichen Investmentprozess werden temporäre negative Einflüsse im makroökonomischen Bereich reduziert.

Im Gegensatz zu Aktienanlagen hat bei Private Equity die Auswahl des einzelnen Fonds eine besondere Bedeutung. In der Realität ist die Performance von Private Equity Fonds deutlich stärker als die von Aktienfonds gestreut. Nur wenn ein PE-Investor ein Unternehmen günstig erwirbt, gut weiterentwickelt und bestmöglich verkauft, schafft er eine deutliche Wertsteigerung. Deshalb sollten Investoren sehr intensiv prüfen, ob die Strategien und Alleinstellungsmerkmale der jeweiligen Fonds überdurchschnittliche Renditen erwarten lassen.

2 - Was muss bei der Prüfung von Private-Equity-Fonds beachtet werden?

Aus unserer Sicht muss die Prüfung von Private Equity-Fonds mehr sein als ein Abgleich der historischen Performancedaten mit Datenbankwerten, dem Kurzinterview von einzelnen Investment-Professionals sowie der steuerlichen und rechtlichen Prüfung von Zeichnungsunterlagen durch Anwälte. – Nur eine umfassende Fondsprüfung ermöglicht Rendite/Risiko-optimierte Investment-Entscheidungen. Bei unseren Fondsprüfungen interviewen wir beispielsweise regelmäßig das gesamte Investment-Team eines Fonds, holen umfangreiche Referenzen ein und analysieren historische Investments auf Einzelinvestmentbasis.

Diese Fondsprüfung sollte grundsätzlich von Personen mit ausreichender Private Equity-Erfahrung durchgeführt werden. Unser Team verfügt über eine sehr reiche, sich ergänzende operative Investmenterfahrung. Ich selbst bin seit 20 Jahren im Private Equity-Geschäft aktiv und war fast 13 Jahre als Fondsmanager bei BC Partners tätig. Mein Kollege Georg Remshagen war mehr als 20 Jahre als Aktienanalyst tätig und verantwortete zuletzt das deutsche Aktienresearch der Commerzbank mit. Julien Zornig wiederum beschäftigte sich viele Jahre mit der Auswahl von Hedge-Fonds und Private Equity-Fonds bei Berenberg und MM Warburg. – Das ist ein hoher Aufwand, doch nach unserer Erfahrung können überdurchschnittliche Renditen langfristig nur durch eine qualitativ hochwertige Due Diligence der Zielfonds erzielt werden.

3 - Was machen Sie anders als Ihre Wettbewerber?

Auf die Tiefe und Breite unserer Fondsprüfung habe ich schon verwiesen. Diese bieten wir unseren Kunden in Form von zwei Dienstleistungen an. In unserem Beratungsgeschäft Astorius Consult unterstützen wir regelmäßig größere Single Family Offices bei Private Equity-Fragestellungen. Hier kommen unseren Kunden insbesondere unsere Kenntnisse aus dem langjährigen Direktinvestmentgeschäft zugute.

In unserem Kerngeschäft, den Astorius Capital Fonds, ermöglichen wir Privatpersonen, Family-Office-Kunden und Stiftungen einen diversifizierten Zugang zur Assetklasse Private Equity bereits ab einer Mindestzeichnung von 200.000 Euro.

Viele der vergleichbaren Produkte auf dem Markt sind leider nach wie vor nicht transparent im Hinblick auf deren Kosten. So werden die Höhe der Drittkosten nicht nachvollziehbar ausgewiesen und die Anleger teilweise mit Reisekosten und Versicherungsgebühren des Dienstleisters belastet. Dagegen kommunizieren wir Drittkostenschätzungen klar und verständlich und zahlen unsere Reise- sowie Versicherungskosten selbstverständlich aus der eigenen Tasche.

Viel wichtiger ist jedoch die Auswahl der richtigen PE Fonds. Viele Anbieter stellen vor allem auf die Vermarktbarkeit bekannter Private Equity-Markennamen ab. Dagegen investieren wir – wie unsere Kunden – in erheblichem Maße eigene Mittel und stellen deshalb Rendite-Risiko-Abwägungen in den Vordergrund. Hierfür haben wir in den vergangenen vier Jahren mehr als 800 Fonds-Manager in Europa unter die Lupe genommen. Aktuell fokussieren wir uns auf europäische Small und Mid Cap Fonds. Ein Ergebnis hieraus ist das Investment in den spanischen Small Cap Fonds Nazca IV.

Über Thomas C. Weinmann
Thomas Weinmann blickt auf fast 13 erfolgreiche Jahre, davon neun Jahre als Partner, bei BC Partners zurück. Zuvor war er bereits mehr als zwei Jahre lang in der Finanzierung von LBOs beim damaligen deutschen Marktführer Dresdner Kleinwort beschäftigt. Ende 2012 gründete er Astorius Capital mit dem Ziel, Investoren die Assetklasse Private Equity zugänglich zu machen. Die auf diesem Wege gesammelten Erfahrungen stellt er auch Unternehmerfamilien zur Verfügung. Zudem agiert Herr Weinmann als Berater für einen etablierten Private Equity Fonds. Neben seiner operativen Tätigkeit war er zwischen 2011 und 2015 als Vorstand beim deutschen Branchenverband der Private Equity und Venture Capital Unternehmen (BVK) aktiv.

Als Investment Manager hat Herr Weinmann für die von BC Partners beratenen Fonds insgesamt € 2,2 Mrd. Eigenkapital in fünf Unternehmen investiert, diese anschließend betreut sowie Unternehmensverkäufe und Börsengänge durchgeführt. Zudem unterstützte er als Investmentmanager und bei der Strukturierung die erfolgreiche Platzierung von drei BC Partners Fonds.

Über Astorius Capital
Die Astorius Gruppe agiert in zwei Geschäftsfeldern. Astorius Capital ermöglicht Privatpersonen, Family Offices und Stiftungen eine diversifizierte Kapitalanlage in Private Equity Fonds über Dachfondskonzepte. Die Investoren in Astorius Capital Fonds streben hierbei eine langfristige Investition in die Assetklasse Private Equity von EUR 0,2-20 Mio. an. Mit Astorius Consult werden große Familien bei deren Investments in Private Equity Fonds und Direktinvestments unterstützt. Beide Geschäftsfelder werden personenidentisch aus unserem Partnerkreis betreut.